WÜRZBURG

Mehr Krimi, mehr Sex im neuen Dadord Würzburch

Verblüffend echt: Diese Szene des „Falschspieler“ wurde in der Würzburger Rechtsmedizin gedreht. Wolfgang Laug, Christia... Foto: Screenshots radio rimpar tv

Ein bisschen weniger Komödie, dafür ein wenig mehr Krimi: So präsentiert sich der neue „Dadord Würzburch“ mit dem verheißungsvollen Titel „Falschspieler“. Auch ein bisschen mehr Sex darf es sein. Immerhin startet der jüngste Film aus der Laienfilmschmiede radio rimpar television (rrtv) in einer Bar im Würzburger Rotlichtmilieu. Dort feiern der prollige Detektiv Axel Strick (Christian Kelle) und sein Kumpel Gerald Rabe (Gerald Schneider) gerade feuchtfröhlich dessen Beförderung zum Hauptkommissar.

Just nach dieser durchzechten Nacht wird die Leiche des Würzburger Anwalts Raimund Erdmann (Ralph Wüst) gefunden. Mit einer Machete im Kopf treibt der „schöne Ray“ in einem Tümpel im Ringpark. Wer ist wohl der Mörder? Eine spannende Frage für die Ermittler der Würzburger Kripo und den Privatschnüffler Strick. Der bekommt nämlich von der geheimnisvollen Loge L 704 den Auftrag, nach dem Täter zu suchen.

„Ej, Kuther, sach e mal, was verschlägt denn dich in mein Kiez?“, will Strick von seinem Auftraggeber vom „Hypothekenhügel im Frauenland“ wissen. Geld hat der inzwischen arbeitslose und tief heruntergekommene Strick nämlich bitter nötig. Zudem rückt ihm auch noch das Finanzamt bedrohlich auf die Pelle.

Wieder einmal sind den Machern von radio rimpar tv rund 90 Minuten spannende Krimiunterhaltung gelungen. Zum ersten Mal seit langem hat Christian Kelle allein das Drehbuch geschrieben, lediglich die Dialoge wurden von Dadord-Miterfinder Johannes Wolf überarbeitet.

Rund 20 Drehtage haben die weit über 100 Mitwirkenden im letzte Jahr vor der Kamera verbracht. Das Ergebnis: Eineinhalb Stunden, prall gefüllt mit Gags, viel Lokalkolorit und einer gehörigen Portion schwarzem Humor. Wie schon in den drei Krimis zuvor, ermitteln altbekannte Gesichter:

Der gutmütige Kommissar Gerald Rabe (Gerald Schneider) und der fränkisch derbe Privatdetektiv Axel Strick (Christian Kelle). Unterstützt werden sie unter anderem von den Streifenbeamten Tina Aschenbrönner (Jasmin Pfeifer)und Harry Strobel (Wolfgang Laug) sowie den Erkennungsdienstbeamten Hermine Schnürle (Silvia Forster) und Dieter Hesselbach (Norbert Edelmann). Mit fränkischer Gewitztheit und schwäbischer Schläue kommen sie der Wahrheit Stück für Stück auf die Spur.

Auf das Ergebnis ist Produzent und Regisseur Kelle stolz, obwohl es die schwierigsten Dreharbeiten seit 30 Jahren überhaupt waren. „Das hatte mit dem langen Winter, einer Grippewelle und diversen Widrigkeiten zu tun“, erläutert Kelle. Zwei Rollen mussten kurzfristig umbesetzt werden. Großen Wert hat er diesmal auf Profis gelegt, und so sind einige Schauspieler vom Theater Chambinzky oder dem Theater Ensemble mit von der Partie.

Gespannt ist er nun auf die Reaktion des Publikums. Denn der neue Film ist mehr Krimi und weniger Komödie. Kelles Anspruch: „Die Leute sollen sagen: Die können Tatort“. Auch wenn er weiß, dass das Ganze nicht perfekt ist.

Nach 30 Jahren und dem Durchlauf des „Falschspielers“ will der Rimparer aber erst einmal eine Pause einlegen. „Ich muss darüber nachdenken, wie ich das künftig organisiere“, sagt Kelle. Der ist im richtigen Leben Übergangsmanager an zwei Mittelschulen und Mitarbeiter der Main Post.

Kinostart für den vierten „Dadord“ ist Freitag, 10. Januar. Die Premiere und die Vorstellung am 11. Januar im Hofbräukeller in Würzburg sind ausverkauft. Ab dem 13. Januar ist „Falschspieler“ dann siebzehn Mal im CinemaxX Würzburg zu sehen.

Mehr Informationen und Kartenbestellungen auf der Homepage www.radiorimpar.de oder unter Tel. (0 93 65) 92 99.

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