UNTERPLEICHFELD

Mehr Platz für den Verkehr

Sie wollten informiert werden, wollten wissen, wie es um den bevorstehenden innerörtlichen B19-Ausbau steht, darum waren gut 300 Bürger auf Einladung von Bürgermeister Alois Fischer in die Mehrzweckhalle gekommen.

Matthias Geitz vom staatlichen Bauamt gab einen Überblick über die Gesamtmaßnahme. Dabei begründete Geitz den jetzigen B19- Straßenausbau damit, dass in den nächsten Jahren die Brücken auf der Autobahn A7 von Nord nach Süd erneuert und damit auf einen dreispurigen Fahrbahnausbau vorbereitet werden. Deshalb sei das Zeitfenster sehr eng und der innerörtliche B19- Straßenausbau nur für dieses Jahr möglich gewesen, aber die enge und kooperative Zusammenarbeit aller Beteiligten habe es möglich gemacht, den Zeitplan einzuhalten und den Bau, wenn alles weiterhin gut klappt, in diesem Jahr komplett durchzuführen.

Im Detail berichtete Geitz zum Straßenausbau: Bei der Erstplanung sei man davon ausgegangen, dass eine Reparatur ausreiche. Aber bei der genauen Überprüfung des Untergrunds und der begleitenden Gehwege wurde festgestellt, dass man um einen Vollausbau nicht herum komme. Darauf hin wurden in enger Abstimmung mit dem Landratsamt und der Gemeinde die Pläne in Auftrag gegeben und ausgeschrieben.

Die wesentliche Veränderung des Verkehrs erfährt die Einmündung der Kreisstraße WÜ3 in die B19. Durch die Vorarbeit der Gemeinde (den Kauf des Eckhauses und den künftigen Abriss) wird mehr Platz für den Straßenverkehr geschaffen.

Der Ausbau ist in vier Abschnitte aufgeteilt, sodass der jeweilige innerörtliche Verkehr zwar erheblich eingeschränkt, aber auch durch die zeitliche Versetzung möglich sein kann. Man müsse allerdings damit rechnen, „dass wir für die Maßnahme das ganze Jahr brauchen“, so Geiz. Ein Umleitungsplan während der Bauzeit wird vom Straßenbauamt erarbeitet.

Änderungen

Einige Änderungen zählte Bürgermeister Alois Fischer auf. So wird während der Bauzeit der Zugang zum Kindergarten von der rückwärtigen Seite, also von der Schlossweth her, möglich. Der Schulbusweg wird auf die jeweilige Bauphase abgestimmt. Die Bushaltestelle wird von der derzeitigen Hauptstraße in die Schlossweth verlegt. Ein Halteverbot auf der gesamten Oberpleichfelder Straße soll die freie Fahrt durch diesen Straßenabschnitt garantieren.

Mülltonnen müssen zu einigen zentralen Stellen, die die Gemeinde noch mit dem Kommunalunternehmen abstimmt, gebracht werden.

Der Straßenbelag auf der B19 wird lärmmindernd ausgeführt.

Kostenverteilung

Gesamtkosten: Die Kosten der Baumaßnahme liegen laut staatlichem Bauamt bei 1 668 915 Euro. Davon übernehmen der Bund und der Landkreis Würzburg 638 000 Euro.

Gemeindeanteil: Auf Unterpleichfeld entfallen somit 1 030 900 Euro; davon wiederum entfallen auf Gehwege und Nebenflächen 471 000 Euro und für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung 63 000 Euro und sind somit umlegungsfähig. Die vorläufige Ermittlung ergab, dass rund 49 900 Quadratmeter Grund und Geschossflächen vorhanden sind, was einen Umrechnungsfaktor von 5,9380 Euro ergibt. Abrechnungsverfahren: Der Anliegeranteil für den Ausbau der Ortsdurchfahrt liegt bei 55 Prozent des beitragsfähigen Aufwands. Der Gemeindeanteil beträgt 45 Prozent.

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