WÜRZBURG

Metallteil im Brot: Bäckerei-Chef bedauert Vorfall

Ein kleines Plättchen aus Metall hat eine Kundin am Montag in einem Sonnenblumenbrot der Würzburger Bäckerei Rösner gefunden und umgehend Bäckerei und städtische Lebensmittelüberwachung informiert.

Daraufhin hat die Bäckerei sofort eine Rückrufaktion gestartet. Wie berichtet, teilte das Unternehmen mit, dass sich in am Montag in bestimmten Filialen gekauften Sonnenblumenbroten Metallteilchen befinden könnten. „Das war eine vorsorgliche Warnung“, erklärt Geschäftsführer Steffen Rösner.

Vier Brote sind zurückgegeben worden

Seiner Information nach sind daraufhin in den vergangenen Tagen vier Brote zurückgegeben worden. Weitere Fremdkörper sind nicht in Broten aufgetaucht. Rund 10 000 Brotlaibe verlassen täglich die Backfabrik.

„Wie das Teilchen in das Brot gekommen ist, wissen wir bis heute nicht“, erklärt Geschäftsführer Steffen Rösner auf Anfrage dieser Zeitung. Von einer Knet- oder einer anderen in der Fertigung verwendeten Maschine stamme es nicht – „das haben wir alles kontrolliert“.

Genauso wie die Messer, aber auch hier seien keine Absplitterungen oder ähnliches festgestellt worden. „Möglicherweise ist es ja mit einem Rohstoff in den Teig gelangt“, mutmaßt Rösner.

Keine weiteren Fremdkörper gefunden

Die Charge des betroffenen Brotes, die Montagfrüh in der Backstube im Würzburger Stadtteil Lengfeld gebacken und dann an knapp 30 Filialen ausgeliefert wurde, bestand aus maximal 80 Broten. Die meisten waren vermutlich schon aufgegessen, als die Rückrufaktion startete. Zum Glück seien keine weiteren Fremdkörper gefunden worden.

„Natürlich darf so etwas nicht passieren, aber es passiert halt trotzdem mal“, erklärt Wolfgang Rhein, Obermeister der Bäckerinnung Mainfranken, aus Acholshausen (Lkr. Würzburg). „Auch früher wurden schon mal Eheringe oder Wiegegewicht eingebacken.“ Wichtig ist Rhein, dass solche Vorfälle keine Zeichen für generelle Schlamperei oder mangelnde Hygiene im Betrieb seien.

Lebensmittelüberwachung war vor Ort

Ein Lebensmittelskandal wie der Fund von Mäusekot, Schaben oder Spänen in Produkten der oberbayerischen Bäckerei Müller-Brot vor einigen Jahren, ist der Metallplättchen-Fund also nicht, ernst genommen wird er trotzdem. Verschluckte, scharfkantige Gegenstände könnten die Speiseröhre oder den weiteren Verdauungstrakt verletzten.

Laut Stadtsprecher Christian Weiß hat das Unternehmen die Sonnenblumenbrote freiwillig zurückgerufen. Ansonsten hätte die Stadt dies angeordnet. Mitarbeiter der städtischen Lebensmittelüberwachung waren am Montag und am Donnerstag in der Backstube. „Vor Ort haben die Kollegen nach Ursachen für das Problem gesucht,“ erklärt Weiß.

„Messermanagent“ soll Fehler ausschließen

Die Großbäckerei Rösner verfügt über ein Eigenkontrollsystem. In diesem werden zum Beispiel im „Messermanagement“ die in der Produktion verwendeten Schneidewerkzeuge regelmäßig auf mögliche Schäden der Klingen überprüft werden.

Zusammen mit der städtischen Lebensmittelkontrolle sei jetzt noch einmal überprüft worden, wie dieses noch verbessert werden könne. Rösner bedauert den Vorfall sehr. „Eigentlich darf das nicht passieren.“ Er ist deshalb besonders froh, dass der Vorfall glimpflich abgelaufen ist und betont: „Wir geben uns wirklich Mühe so etwas zu verhindern und sind ein ordentlicher Betrieb.“

Rösner gibt es seit 1934

Rösner Backstube ist ein mittelständisches Unternehmen, das 1934 in Würzburg gegründet wurde. Der Familienbetrieb des Bäcker- und Konditorhandwerks wird in vierter Generation geführt. Laut eigenen Angaben hat das Unternehmen 65 Verkaufsstellen im Großraum Würzburg und 15 im Raum Nürnberg.

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