REGION WÜRZBURG

Mit „M-acht“ zur „Pr-ACHT am Main“

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Das Fundament ist gegossen: 250 Seiten umfasst der Abschlussbericht, den der Lenkungsausschuss der „ILE Main-Wein-Garten“ überreicht bekam von der Bürogemeinschaft unter Beteiligung von H&S (Freising), Landschaftsarchitekten Faust (Karlstadt) sowie das Architekturbüro Gruber -Hettiger-Haus (Marktheidenfeld). Im November gehen die Bürgermeister in Klausur. Unter anderem um eine Rechtsform für das gemeinsame Miteinander zu wählen. Aber auch um und eine Auswahl aus 90 erarbeiteten Vorschlägen zu treffen zur Umsetzung der ersten Projekte.

Mit viel Engagement betrieben

So salopp wie sich die Gemeinden Erlabrunn, Himmelstadt, Leinach, Margetshöchheim, Retzstadt, Thüngersheim und die Märkte Zell und Zellingen mit den Ortsteilen Retzbach und Duttenbrunn als die „Acht vom Main“ bezeichnen, ist seit dem Auftakt zur interkommunalen Allianz auch der Umgang auf der Bürgermeisterebene, dem so genannten Lenkungsausschuss. Dies steckte auch die Bevölkerung an, die sich ungewöhnlich stark engagierte in Kompetenzteams in fünf Arbeitskreisen. In etwa 1000 Stunden ehrenamtlichen Engagements „während 16 Monaten im Gleichschritt“ wie Hans-H. Huss (H&S, Freising) feststellte, wurde eine umfassende Ideensammlung ausgearbeitet.

Ergebnis: Ziel der interkommunalen Allianz ist es, als „Acht vom Main“ sich mit „M-acht“ zur „Pr-ACHT am Main“ zu entwickeln. Dahinter steckt freilich weitaus mehr als nur diese Wortspiele. Gemeinsames Bestreben ist ein „Integriertes ländliches Entwicklungskonzept“ (ILEK) für die zukünftige Entwicklung der Region und zur besseren Zusammenarbeit der Kommunen. Im Zentrum stehen die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen und die Erhaltung der Region als lebenswerte Heimat.

Ungewöhnlicher Einklang

Bayernweit die Hälfte bisher bestehender interkommunalen Allianzen finden sich in Unterfranken. Mit 30 solcher Interessenverbindungen ist der Regierungsbezirk unangefochten an der Spitze, weiß Michael Kuhn vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE). Ungewöhnlich für Kuhn: Wie in kaum einer solchen Allianz bisher, verstehen sich die acht Gemeinden aus zwei Landkreisen bestens miteinander und fanden gemeinsam den Namen „Die Acht vom Main“. Zum Ausdruck kam dies schon beim Auftakt durch ein gemeinsames ILE-Orchester. „Ein absolutes Novum bisher“, in Kuhns Laufbahn.

Der gemeinsame gute Ton blieb beibehalten und mündete in einem respektablen Maßnahmenkatalog – freilich zunächst nur als Vorschläge zu den Schwerpunktthemen Leben, Versorgen, Arbeiten, Gestalten und Sein, sowie Handlungsfeld übergreifender Maßnahmen. „Ganzheitlich sollten dessen Bausteine im Interesse der Region umgesetzt werden“, gab Hans-H. Huss stellvertretend für die Mitglieder der Bürogemeinschaft den Bürgermeistern mit auf den Weg.

Gegossen ist dieses Fundament in den Abschlussbericht, den die Mitglieder der Lenkungsgruppe von den Mitgliedern der beteiligten Bürogemeinschaft in Empfang nahmen. „Nägel mit Köpfen“ machten die Verantwortlichen gleich konkret, was den Austausch und die Information zu Veranstaltungen in den betreffenden Gemeinden während des Jahres betrifft. Neben manch anderem, war dies bei den Treffen der Arbeitsgruppen bemängelt worden.

Die Termine in den jeweiligen Gemeinde werden bis auf Weiteres bei Leinachs Bürgermeister Uwe Klüpfel als ILE-Sprecher erfasst und auf der gemeinsamen Homepage veröffentlicht (ile-main-wein-garten.de)

Eine erste Projektauswahl, die Beauftragung eines Projektmanagers, ein Aktionsplan sowie die Rechtsform der ILE werden Schwerpunkte der Herbst-Klausur des Lenkungsausschusses sein. Hierzu ist für Retzstadts Bürgermeister Karl Gerhard die Gründung eines Vereins denkbar.

Der Abschlussbericht hat 250 Seiten und beinhaltet Ausführungen zu 90 vorgeschlagenen Entwicklungsprojekten. Ihn bekamen als Lenkungsgruppe die Bürgermeister von der an der Entwicklung der „ILE Main-Wein-Garten“ beteiligten Bürogemeinschaft überreicht.
Der Abschlussbericht hat 250 Seiten und beinhaltet Ausführungen zu 90 vorgeschlagenen Entwicklungsprojekten. Ihn bekamen als Lenkungsgruppe die Bürgermeister von der an der Entwicklung der „ILE Main-Wein-Garten“ beteiligten Bürogemeinschaft überreicht. Foto: Herbert Ehehalt

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