WÜRZBURG

Mit Straba das Frauenland erschließen

Die Diskussion um die Trassenführung einer neuen Straßenbahnlinie 6 ins Frauenland und ans Hubland ist in vollem Gange. Nach der Interessengemeinschaft Würzburger Straßenbahn (IWS) hat sich auch der Verkehrsclub Deutschland (VCD) zu Wort gemeldet.

Dort begrüßt man ebenfalls die Machbarkeitsstudie, die von der Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) in Auftrag gegeben worden war. Sie habe die drei besten Varianten herausgearbeitet.

Aber: Eine Trasse über die Valentin-Becker-Straße und die Seinsheimstraße ist für den VCD – anders als das Gutachterbüro – nur zweite Wahl, weil die Straßenbahn damit weniger Kunden erschließe als über den Sanderring, den Frauenlandplatz (Schulen) und Landratsamt.

Der VCD spricht sich für eine Zwei-Stufen-Lösung aus: Ab Sanderring solle (entsprechend der vorgeschlagenen Variante 1a) die Straßenbahn möglichst zügig über die Sieboldstraße, den Frauenland- und Wittelsbacherplatz, Zwerchgraben bis zur Uni gebaut werden.

Gleichzeitig solle eine Weiterführung vom Sanderring über die Residenz und die Theaterstraße geplant werden.

Überfüllte Busse zur Uni


Auch aus dem Frauenland kommt Unterstützung für die Variante 1a: Nach Ansicht des CSU-Ortsverbands könnte sie am Frauenlandplatz mit der bestehenden Buslinie 6 gekreuzt werden und für eine „optimale Anbindung des ganzen Stadtteils bei größtmöglicher Wirtschaftlichkeit“ sorgen.

Am Südbahnhof könnte die Straba nach den Worten von CSU-Ortsvorsitzender Cornelia Lückemann und Stadträtin Christine Bötsch mit der Regionalbahn verknüpft werden.

Kritik übt der Ortsverband dagegen an der Variante über die Valentin-Becker- und Seinsheimstraße. Sie fahre „an den Bedürfnissen der Menschen im Frauenland mit seinen örtlichen Schwerpunkten ebenso vorbei wie an den Bedürfnissen der Studenten.“

Anders als die WSB hält der CSU-Ortsverband eine vorsorglich breitere Planung der Trasse für eine spätere Mainfrankenbahn (Verbindung mit dem dem Regionalzugnetz der Bahn) nicht für erforderlich.

Wie dringend generell eine Straßenbahn zum Hubland gebraucht wird, zeigt auch eine Stellungnahme der Studierendenvertretung der Uni.

Die beiden Sprecherräte Matthias Gauger und Daniel Schubert forderten am Dienstag eine schnelle Verbesserung der Anbindung am Wittelsbacher Platz und am Hubland. Die Busse seien übervoll, selbst eine zehnminütige Taktung reiche nicht aus.

Die 10er, 14er und 114er Buslinien gehörten zu den höchstausgelasteten in Würzburg. Schubert: „Bereits heute wäre der Bau einer Straßenbahntrasse zum Hubland sinnvoll.“

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