WÜRZBURG

Mit dem Bankberater über Video sprechen

Die HypoVereinsbank hat im November in der Stadt drei Filialen geschlossen, in Heidingsfeld, Grombühl und in der Zellerau. Gleichzeitig präsentiert sie sich am Stammsitz in der Eichhornstraße jetzt als erste Mulitikanalbank Deutschlands und damit nach natürlich auch als als modernste Bankfiliale Unterfrankens. Davon ist jedenfalls Harry Bermüller, Leiter der HBV-Banken in Unterfranken, überzeugt. Er nennt die jüngsten Investitionen in modernste Technik und Räumlichkeiten auch „ein Bekenntnis zum Standort Würzburg“.

Die 500 Liter Farbe, die angeblich in den neuen Räumen verstrichen worden sind, sieht man der Filiale in der Eichhornstraße an. Weniger die 1700 Meter Kabel, die für die EDV neu verlegt wurden. Die werden glaubwürdig, geht man mit Harry Bermüller in einen der Beratungsräume, wo per Video-Konferenz Fachberater zugeschaltet werden können. Der Kunde kann auch in einem Nebenraum in der Eingangshalle mit Karte und Code völlig selbstständig elektronisch seinen Safe aus den Schließfächern holen. Es gibt über 1000 solcher Schließfächer in der Hypo Eichhornstraße.

Eine Hotline hilft weiter

Zwar sprechen die Banker von „Face to Face“-Betreuung, auch wenn oft über Bildschirme kommuniziert wird. Theoretisch kann jeder der 20 000 Würzburger Hypo-Kunden über sein I-Phone den Bild-Kontakt zu seinem Berater aufnehmen. Wie schaffen das ältere Kunden? Über eine Hotline gehe das natürlich nicht mehr, sagt Bermüller, weil fast jeder ein anderes Endgerät hat. Deshalb wird jedem Kunden gezeigt, wie er das entsprechende App runterladen kann. Seine Erfahrung ist, dass ältere durchaus gut mit den Computern in der Selbstbedienungszone umgehen können, die Jugend kommen gar nicht mehr in die Filiale, sondern erledige ihre Bankgeschäfte hauptsächlich über das Smart-Phone.

Bei der Frage nach der Sicherheit bei den Internet-Bankgeschäften winkt Bermüller ab. Natürlich habe auch seine Bank kein Gütesiegel für Internet-Banking. Er verweist aber darauf, dass Betrügereien bei Papierüberweisungen bei allen Banken deutlich höher seien. Er verweist auf Aufbrüche von Briefkästen in kleineren Bankfilialen, wo Betrüger nicht nur Kontonummern und Unterschriften finden. Viel zu spät wird dann festgestellt, wer überhaupt abgebucht hat.

Trotz modernster Kommunikationstechnik gibt es in der Bank aber auch noch Schalter, wo man sogar bares Geld sehen kann.

Derzeit hat die Hypo Würzburg noch 45 Mitarbeiter und neun Filialen in Mainfranken. Der Personalprozess ist allerdings nicht abgeschlossen. Bundesweit will die Bank 15000 Stellen abbauen.

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