WÜRZBURG

Mit dem Bundespräsidenten nach Gambia

Für den neu gewählten Staatspräsidenten von Gambia, Adam Barrow, und den Bundespräsidenten wird die erste weibliche Kora-Virtuosin Sona Jobarteh auftreten – die auch 2018 auf dem Africa Festival in Würzburg live auf der Bühne des großen Zirkuszeltes stehen wird.
Für den neu gewählten Staatspräsidenten von Gambia, Adam Barrow, und den Bundespräsidenten wird die erste weibliche Kora-Virtuosin Sona Jobarteh auftreten – die auch 2018 auf dem Africa Festival in Würzburg live auf der Bühne des großen Zirkuszeltes stehen wird. Foto: Sunara Begum

Das 30. Africa Festival wird vom 31. Mai bis 3. Juni kommenden Jahres wie gewohnt auf den Mainwiesen an der Friedensbrücke stattfinden. Die Vorbereitungen laufen wie jedes Jahr bereits aus Hochtouren, berichtete Festivalchef Stefan Oschmann jetzt bei einer Pressekonferenz.

Schon in der kommenden Woche wird Oschmann zur Delegation von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier gehören, der zum ersten Mal Gambia in Westafrika besuchen wird, um dort die neuen demokratischen Strukturen zu würdigen. Für den neu gewählten Staatspräsidenten von Gambia, Adam Barrow, und den Bundespräsidenten wird die erste weibliche Kora-Virtuosin Sona Jobarteh auftreten, die auch 2018 auf dem Africa Festival in Würzburg live auf der Bühne des großen Zirkuszeltes stehen wird, berichtete der Festivalchef.

Die eigenen musikalischen Traditionen studieren

Sie gründete auch 2014 die „Amadu Bansang Jobarteh School of Music“. Die Schule ist einzigartig, da sie junge Gambier ermutigt ihre eigenen musikalischen Traditionen zu studieren, so Oschmann. Sona Jobarteh finanziert die Schule mit ihren eigenen Mitteln. Die Schule übernimmt die kompletten Kosten für alle Schüler, damit sie die Schule umsonst besuchen können. Die Stiftung Africa Festival unterstützt nun die Schule, indem sie für zwei Jahre das Gehalt der neun Lehrer bezahlen wird. Einen Scheck für die Bezahlung des Lehrpersonals wird Oschmann im Beisein des Bundespräsidenten am 14. Dezember in Banjul (Gambia) überreichen.

Dann berichtete Oschmann über das Programm der Offenen Bühne beim Festival: Daara J Family sind für ihr musikalisches Talent und ihre dynamischen Auftritte bekannt. Schon 2001 bekamen sie dafür den Africa Festival Award verliehen. Ihre Musik bezeichnen sie selbst als sozial engagierten „Hip-Hop Born In Africa“. Wer sie live erleben möchte, hat am ersten Tag des Festivals im Mai die Möglichkeit dazu.

Sogar in den USA einen viralen Hit gelandet

Am Sonntag, dem Abschlusstag des Festivals, dreht sich alles rund um das Thema „Afro Deutschland“. Nicht nur eine Podiumsdiskussion im Havana Club behandelt das wichtige Thema, sondern auch die Musiker auf der Offenen Bühne. Den Anfang macht Ace Tee, die in Berlin geborene und in Hamburg lebende Tarin Wilda rappt zusammen mit ihrem Partner Kwam.E, ebenfalls ein Kind ghanaischer Eltern, in deutscher Sprache und in bester HipHop-Manier. Mit ihrem Song „Bist Du Down“ schafften sie es 2017 sogar in den USA einen viralen Hit zu landen.

Ami, die Tochter des bekannten Reggae- und Worldmusic Fusion Musikers Wally Warning, hat anschließend ihren Auftritt. Mit der Karibikinsel Aruba im Blut scheut sie sich mittlerweile nicht, wie im gelungenen „Untertauchen“ zu hören, auch in deutscher Sprache zu singen. Es kann viel „Groove & Soul“ von der in München lebenden jungen Sängerin erwartet werden.

Den Abschluss auf der Offenen Bühne macht Patrice. Der sympathische Songwriter ist in seiner Geburtsstadt Köln genauso zuhause, wie in New York, Paris oder dem Heimatland seines verstorbenen Vaters: Sierra Leone.

Dauerkarten für das Festival sind fast ausverkauft

Die Dauerkarten für das Festival sind fast ausverkauft. „Das entspannt uns“, freute sich Oschmann. Restkarten gibt es nur noch online auf der Festival Webseite (www.africafestival.org/tickets). Die Tagestickets (bis 31. Januar ermäßigt) gibt es weiterhin auf der Festival Internetseite, bei Eventim sowie in Würzburg bei der Buchhandlung Hugendubel, im Falkenhaus und in der Main-Post-Geschäftsstelle in de Plattnerstraße.

Sona Jobarteh gründete auch 2014 die „Amadu Bansang Jobarteh School of Music“. Dies ist die erste Schule Gambias, die sich auf die traditionelle Manding-Musik, eine von West Afrikas ältesten Musiktraditionen, spezialisiert hat. Die Schule ist einzigartig, da sie junge Gambier ermutigt ihre eigenen musikalischen Traditionen zu studieren.
Sona Jobarteh gründete auch 2014 die „Amadu Bansang Jobarteh School of Music“. Dies ist die erste Schule Gambias, die sich auf die traditionelle Manding-Musik, eine von West Afrikas ältesten Musiktraditionen, spezialisiert hat. Die Schule ist einzigartig, da sie junge Gambier ermutigt ihre eigenen musikalischen Traditionen zu studieren. Foto: ABJ School
Ami, die Tochter des bekannten Reggae- und Worldmusic Fusion Musikers Wally Warning. Mit der Karibikinsel Aruba im Blut scheut sie sich mittlerweile nicht, wie im gelungenen „Untertauchen“ zu hören, auch in deutscher Sprache zu singen. Die Besucher des Festivals können sich auf viel „Groove & Soul“ von der in München lebenden Sängerin freuen.
Ami, die Tochter des bekannten Reggae- und Worldmusic Fusion Musikers Wally Warning. Mit der Karibikinsel Aruba im Blut scheut sie sich mittlerweile nicht, wie im gelungenen „Untertauchen“ zu hören, auch in deutscher Sprache zu singen. Die Besucher des Festivals können sich auf viel „Groove & Soul“ von der in München lebenden Sängerin freuen. Foto: Bugs Steffen

Rückblick

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