Höchberg

Mit dem Richfest beginnt das Leben im Haus

Bürgermeister Peter Stichler (links) und Zimmerermeister Ludwig Panter wünschten der neuen Kulturscheune beim Richtfest von der Empore aus viel Glück. Foto: Matthias Ernst

Mit dem offiziellen Richtfest ist ein weiterer Abschnitt zur Erstellung der Kulturscheune im Höchberger Wallweg abgeschlossen. Das Dach ist drauf, nun kann es innen weiter gehen mit dem Ausbau. Eigentlich sollte das Dach schon vor Weihnachten den neuen Kulturtempel vor Wind und Wetter schützen, doch Verzögerungen beim Abreißen des alten Zweiseithofes und beim Auffangen des Hanges mit einer Mauer führten zu der Verzögerung. Eigentlich sollte schon im September 2019 die Eröffnung stattfinden, doch dieser Termin wird wohl nicht gehalten werden können. Bürgermeister Peter Stichler nannte in einer Gemeinderatssitzung Ende 2019 bis Anfang 2020.

Beim Richtfest war es angebracht, den beteiligten Baufirmen, dem Architekturbüro Francke und Messmer aus Emskirchen, sowie den unmittelbaren Nachbarn zu danken. Mit dem Bau der Kulturscheune ging ein jahrelanger Disput zu Ende, nachdem die Gemeinde das Anwesen 1990 gekauft hatte. Stichler nannte diesen Kauf eine: "Große und wichtige Entscheidung meines Vorgängers im Amt, Werner Hillecke".

Beschluss wurde 2016 gefasst

Seitdem sind viele Ideen aufgebracht und wieder verworfen worden, wie man das Gelände nutzen kann. Im Jahr 2010 schließlich gewann das Architekturbüro Francke und Messmer den Wettbewerb zum Thema "Parkraum +". Es folgte eine lange Findungsphase zur Nutzung, wie es Bauamtsleiter Alexander Knahn formulierte. Doch schnell wurde klar, eine reine Unterbringung von Parkraum wäre viel zu wenig. So fasste der Marktgemeinderat im Herbst 2016 mehrheitlich den Beschluss zur Umplanung und Bau einer "Kulturscheune".

Im Anschluss folgte eine ausgedehnte Planungsphase und die Gestaltung des Nutzungskonzepts durch den Marktgemeinderat. Als Kostenobergrenze wurde damals auf Antrag der CSU eine Summe von zwei Millionen Euro für die Baukosten festgesetzt. Durch die lange Verzögerung bis zum Baubeginn und der allgemeinen Kostensteigerung im Bauwesen stiegt diese Summe schon auf 2 450 000 Euro.

Alter Hof musste Neubau weichen

Doch das ist sicher kein Grund zur Verhinderung beziehungsweise zum Einspruch. Schließlich steht der Marktgemeinderat weiterhin mehrheitlich zum Neubau. Bevor allerdings die neue Kulturscheune errichtet werden konnte, musste noch der alte Hof abgerissen werden. Dies geschah im Juni 2018 und im September wurde mit dem Rohbau begonnen.

Nun also das Richtfest, bei dem Zimmerermeister Ludwig Panter den obligatorischen Spruch parat hatte. Von der Empore aus, die später als Bereich für die Techniksteuerung durch den Hausmeister gedacht ist, grüßten er und Bürgermeister Peter Stichler die geladenen Gäste. Panter musste traditionell dreimal das Glas leeren, so wie es Sitte bei einem Richtfest ist. Dann warf er es zu Boden, das soll Glück bringen. Und dieses Glück wird notwendig sein, wenn erstmal die Künstler auf der neuen Bühne auftreten werden. Schließlich gab es mit dem Kulturstüble in Höchberg bereits einen Veranstaltungsraum für Kleinkunst.

Neubau wird mit 60 Prozent gefördert

Der Neubau wird im Rahmen der Städtebausanierung mit 60 Prozent gefördert. Stichler dankte ausdrücklich Manfred Grüner von der Regierung von Unterfranken für seinen Sachverstand und die Einbringung eigener Ideen, welche das Projekt verbessert hätten.

"Neben der finanziellen Unterstützung unterstreicht das Engagement der Regierung auch, wie wichtig ein solches Projekt für das Leben im Ort ist, damit weiterhin gemäß dem Motto des Städtebauförderungsprogramms "das Leben innenstatt findet"", fasste Bauamtsleiter Alexander Knahn die Gedanken beim Richtfest zusammen.

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