Bergtheim

Mitarbeiterinnen der Sozialstation nähen Mund-Nasen-Masken

Evi Oeftering beim Nähen der benötigten Mund-Nasen-Bedeckungen.
Evi Oeftering beim Nähen der benötigten Mund-Nasen-Bedeckungen. Foto: Anette Herbig

In allen Bereichen der Pflege erfordert die Corona-Pandemie zurzeit Engagement, Kreativität und Geschick. Das ist auch bei der Caritas-Sozialstation in Bergtheim nicht anders. Deshalb haben Anette Herbig und Evi Oeftering zu Schere, Nadel, Faden und Stoff gegriffen und für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Mundmasken genäht.

Seit dem 21. März sind zwar alle vier Tagespflegeeinrichtungen der Sozialstation St. Gregor vorübergehend geschlossen, aber die ambulante Pflege und Familienpflege, die Intensivpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung im Bereich Bergtheim, Dipbach, Erbshausen-Sulzwiesen, Estenfeld, Gramschatz, Hausen, Kürnach, Maidbronn, Opferbaum, Prosselsheim, Püssensheim, Rieden und Rimpar geht weiter.

"Allein in unserem hauswirtschaftlichen Bereich versorgen wir mit unseren 15 Mitarbeitern insgesamt 160 Menschen", erklärt Leiterin Anette Herbig. Als sich abzeichnete, dass die Vorräte der Sozialstation an Schutzmasken zur Neige gingen, entschloss sie sich zusammen mit ihrer Mitarbeiterin Evi Oeftering zur Selbsthilfe.

Eine Anleitung für eine Mund-Nasen-Bedeckung fanden sie im Internet, Gummibänder wurden gekauft, und passende Stoffe hatten sie in ihren eigenen Vorräten oder sie wurden ihnen gebracht. Die beiden holten die Nähmaschinen heraus, schnitten Stoffe zurecht und tüftelten, wie die Mund-Nasen-Bedeckung am besten passt. Zwei Tage lang waren sie ausschließlich mit dem Nähen beschäftigt.

Am Ende waren 87 Mund-Nasen-Gesichtsmasken fertig. Sie sind aus doppeltem Baumwollstoff, den man heiß waschen und dampfbügeln kann. Die selbst genähten Mund-Nasen-Bedeckungen werden vorwiegend im Bereich der Hauswirtschaft eingesetzt, weil hier der direkte Kontakt zwischen Kunde und Mitarbeiter nicht so eng ist.

In der Pflege wird weiterhin mit regulärem Mundschutz gearbeitet. Für die Mitarbeiter in der Pflege stellen die von den beiden Mitarbeiterinnen genähten Gesichtsbedeckungen trotzdem eine Notreserve dar. Das könnte einmal wichtig sein, falls in der Sozialstation der Bestand an Mundschutz zur Neige geht und der Nachschub in der derzeitigen Situation nicht zeitgerecht gesichert wäre.

In den letzten Tagen hat sie Sozialstation mittlerweile zwar begrenzte Lieferungen von Schutzmasken geliefert bekommen. Aber die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind Anette Herbig und Evi Oeftering sehr dankbar für ihre schnelle und kostbare Hilfe. Und die beiden Frauen freut es, dass sie auf diese besondere Weise ihre Nähtalente einsetzen konnten.

"Die Gesundheit unserer Kunden sowie unserer Mitarbeiter liegt uns sehr am Herzen", erklärt Geschäftsführerin Birgit Schuhmann. Mittlerweile hätten weitere hilfsbereite und nähbegeisterte Personen rund um Bergtheim Mund-Nasen-Bedeckungen für die Sozialstation St. Gregor genäht. 

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