Würzburg

Mitfahrer-Portal für den öffentlichen Dienst

Bei einer Pressekonferenz am vergangenen Montag stellten Vertreter von fünf Arbeitgebern des öffentlichen Dienstes in Würzburg und Umgebung ihr neues Projekt vor: ein Mitfahrer-Portal, das für ihre Mitarbeiter im Mai diesen Jahres an den Start gehen soll. Bei Erfolg soll das Portal zukünftig für die Öffentlichkeit freigegeben werden.
Bei einer Pressekonferenz im Landratsamt Würzburg stellten die Verbundpartner und das verantwortliche Projektteam das Mitfahrer-Portal vor.
Bei einer Pressekonferenz im Landratsamt Würzburg stellten die Verbundpartner und das verantwortliche Projektteam das Mitfahrer-Portal vor. Foto: Lukas Hellmuth

Bei einer Pressekonferenz am vergangenen Montag stellten Vertreter von fünf Arbeitgebern des öffentlichen Dienstes in Würzburg und Umgebung ihr neues Projekt vor: ein Mitfahrer-Portal, das für ihre Mitarbeiter im Mai diesen Jahres an den Start gehen soll. Bei Erfolg soll das Portal zukünftig für die Öffentlichkeit freigegeben werden.

Das Projekt entstand in Zusammenarbeit von fünf Verbundpartnern: dem Landkreis und der Stadt Würzburg, der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV), der IHK Würzburg-Schweinfurt und dem Bezirk Unterfranken. Vertreter der Partner erläuterten ihre jeweilige Motivation, während Michael Dröse, Leiter der Kreisentwicklung am Landratsamt Würzburg, das Projekt näher vorstellte.

Testphase soll im Mai beginnen

Laut Dröse pendeln jeden Tag fast 60 000 Menschen aus dem Landkreis zu ihrer Arbeit in die Stadt, dies soll durch das Mitfahrer-Portal einfacher werden. Die Vorteile solcher Fahrgemeinschaften auf dem Arbeitsweg seien vielfältig: weniger Autos und so weniger Stau, mehr freie Parkplätze, weniger Umweltbelastung, weniger Kosten für die Nutzer. Ein netter Nebeneffekt: Mitarbeiter mit gleichem Arbeitsweg können sich besser kennenlernen.

Das Projekt soll in zwei Phasen umgesetzt werden. Zunächst können in der Testphase ab Mai Mitarbeiter der Verbundpartner das Portal nutzen. Laut einer Umfrage in den Betrieben seien über die Hälfte der Arbeitnehmer daran interessiert teilzunehmen. Bei Erfolg soll das Portal ab 2021 für Bürger frei zugänglich gemacht und Teil des Würzburger Aktionsprogramms für nachhaltige Mobilität "Sauber Mobil" werden.

OB Schuchardt: "Attraktive Angebote statt Verbote"

Die Vertreter der Verbundpartner sehen in dem Projekt großes Potential. Für Landrat Eberhard Nuß spielen vor allem Geschwindigkeit und Kosten eine große Rolle beim Arbeitsweg, durch die Mitfahrgelegenheit könne man beides verbessern.

Auch Oberbürgermeister Christian Schuchardt sieht in dem vom Freistaat Bayern geförderten Projekt die Möglichkeit neue Maßstäbe zu setzen. Stadt und Landkreis seien eng miteinander verwoben, man brauche "attraktive Angebote statt Verbote." Das Online-Mitfahrer-Portal sei hier eine moderne und zeitgemäße Option.

WVV-Chef: "Wirklich spannendes Projekt"

Auch die IHK Würzburg-Schweinfurt möchte "als Beispiel für andere Betriebe voranschreiten", so Sascha Genders, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK. Man habe innerhalb der IHK bereits 2015 einen Pakt für Luftreinhaltung geschlossen, das Mitfahrer-Portal biete eine weitere Möglichkeit für Mobilität und Nachhaltigkeit.

Thomas Schäfer, Geschäftsführer der WVV, sieht im Portal ein "wirklich spannendes Projekt", das durch die Testphase zudem hohes Vertrauen und mehr Sicherheit schafft. Auch Gernot Janke, Direktor der Bezirksverwaltung Unterfranken, sieht die Chance einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten, indem der Autoverkehr verringert wird.

Alle Vertreter der fünf Verbundpartner unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung und erhoffen sich nach dem Start im Mai bereits erste Zwischenberichte.

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