Würzburg

Mobil ohne Lärm und Dreck

Fahrrad-Wetter sieht anders aus. Trotzdem beteiligten sich rund drei Dutzend Teilnehmer am Auftakt der Aktion "Stadtradeln".
Rund drei Dutzend Teilnehmer brachen trotz widrigen Wetter zu einer Radtour durch die Stadt auf, um damit für klimafreundliche Mobilität zu werben.  Foto: Daniel Peter

Ideales Fahrrad-Wetter sieht anders aus, aber auch vom Dauerregen am Samstagvormittag haben sich etwa drei Dutzend Frauen, Männer und Kinder nicht davon abhalten lassen, zum Auftakt der Aktion "Stadtradeln" gemeinsam knapp eine Stunde durch die Stadt zu radeln. Allen voran Bürgermeister Adolf Bauer: "Es hat Spaß gemacht und war erfrischend, man hat nicht so geschwitzt", sagte er hinterher.

Beim bundesweiten Wettbewerb "Stadtradeln" geht es darum, drei Wochen lang auf zwei Rädern ein kräftiges Zeichen für den Klimaschutz zu setzen – gezählt werden nicht nur die gefahrenen Kilometer der Teilnehmer, sondern auch die durch den Verzicht auf's Auto eingesparte Menge an Kohlendioxid. Mitmachen kann bis einschließlich 24. Mai nach einer Registrierung unter "stadtradeln.de/wuerzburg" jeder, der in Würzburg wohnt, arbeitet, studiert oder zur Schule geht.

"Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, verursacht keinen Lärm und keinen Dreck und hat keine Parkplatzprobleme."
Adolf Bauer, Bürgermeister

Am Auftakt-Wochenende waren bis Sonntagnachmittag 129 Teams registriert und die ersten 2500 Kilometer in der Stadtradeln-App oder auf der Webseite eingetragen. "Wir müssen für das Radfahren werben", sagte Adolf Bauer bei der offiziellen Eröffnung auf die Frage des Moderators, warum Würzburg sich inzwischen zum elften Mal als eine von inzwischen über 700 deutschen Kommunen am "Stadtradeln" beteiligt. "Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, verursacht keinen Lärm und keinen Dreck und hat keine Parkplatzprobleme", betonte Bauer. In Sachen Radverkehrsförderung sei die Stadt noch lange nicht am Ziel: "Wir haben ein Radverkehrskonzept, das wir konsequent Schritt für Schritt umsetzen. Es tut sich etwas, auch wenn manche der Auffassung sind, dass wir nicht genug tun", so der Bürgermeister im Hinblick auf das neu gegründete Bündnis "Verkehrswende Würzburg", das beim Stadtradeln nicht sichtbar in Erscheinung trat.

Verbunden wurde die Auftakt-Runde mit der "Tour mit Herz" des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI) an der Uni-Klinik, die eigentlich besser "Tour für das Herz" heißen sollte. "Am Anfang von Herzerkrankungen stehen die bekannten Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen und Inaktivität. Vorbeugung durch einen gesunden Lebensstil ist wichtig, und da gehört auch regelmäßige Bewegung", erläuterte Professor Dr. Christoph Maack vom DZHI. Und da kommt das Fahrrad ins Spiel: Eine Studie aus England habe gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit fahren, nur halb so häufig Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen bekommen wie Autofahren und ÖPNV-Nutzer, so Maack.

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