Würzburg

Mobilfunk - die unterschätzte Gefahr

Prof. Klaus Buchner (links) im Gespräch mit Bürgern und OB-Kandidatin Dagmar Dewald (Zweite von links). Foto: Hans von Besser

Der Mobilfunkstandard 5G mobilisiere immer mehr Bürger in der EU zum Widerstand. Mit dieser Botschaft bestärkte der Physiker und Europaabgeordnete Prof. Klaus Buchner über 130 Zuhörer, die auf Einladung der ÖDP Würzburg zum Wahlkampf-Vortrag gekommen waren, gegen zu hohe Strahlung tätig zu werden.

Buchner, selbst Wissenschaftler, hatte die Schattenseiten der 5G-Technologie dargestellt und anhand von Studien belegt, dass Mobilfunk für Pflanzen, Tiere und auch für Menschen hohe Gesundheitsrisiken berge, heißt es in einer Pressemitteilung.

Dank politischer Verflechtungen und der Lobbyarbeit der Mobilfunkindustrie seien die Grenzwerte zu hoch angesetzt, und neue Technologien, die die Strahlenbelastung auf einen Bruchteil reduzierten, würden nicht umgesetzt.

Die OB-Kandidatin der ÖDP, Dagmar Dewald, hatte darauf hingewiesen, dass die Beschäftigung mit 5G ein Alleinstellungsmerkmal der ÖDP sei. Während inzwischen fast alle Parteien von den Auswirkungen des Klimawandels sprächen, wolle man nicht die Folgen von Digitalisierung und Mobilfunk in den Blick nehmen: den ungeheuren Ressourcenverbrauch sowie die Emissionen.

Buchner hält das Handeln unkritischer Politiker für unverantwortlich: „Diese Rückständigkeit können wir uns nicht leisten. In anderen Ländern wird schon längst auf niedrig strahlende, modernere Mobilfunktechnik umgestellt“, sagte Buchner und forderte den Stopp von 5G, strahlungsfreie Zonen für Strahlen-Sensitive sowie Widerstand gegen WLAN in Grundschulen, weil Strahlung in der Wachstumsphase von Kindern besonders riskant sei.

Viele Bürger waren bereits für das Thema sensibilisiert, was sich in der lebhaften Diskussion widergespiegelt habe. Zur Zeit formiere sich in der Region eine Bürgerinitiative gegen 5G, eine Petition sei in Vorbereitung. Den Aktivisten der BI „5G oder Leben", vertreten von Felix Rothenfußer, sagten Binder und Dewald Unterstützung zu heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

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