Würzburg

Nach Kiliani-Unfall: Kameras überwachen Achterbahn

Nach einem Unfall mit der Achterbahn wurden die Sicherheitsauflagen jetzt erhöht. Foto: Daniel Peter

Bei einem Unfall in der Achterbahn „Alpencoaster“ waren am vergangenen Samstag fünf Personen verletzt worden. Eine hatte sich erst später gemeldet. Einen technischen Defekt schlossen Landesgewerbeanstalt und städtisches Bauamt aus. Die Unfallursache ist laut dem städtischen Volksfest-Organisator Uwe Zimmermann auf menschliches Versagen zurückzuführen. Die Würzburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen 27-jährigen Mitarbeiter der Bahn wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Zimmermann erläuterte in einem Gespräch mit der Redaktion die zusätzlichen Auflagen, die Betreiber Willi Vorlop nun täglich erfüllen muss. So solle jedes zusätzliche Risiko ausgeschlossen werden. "Wir sahen uns nach dem Unfall veranlasst, neben einer technischen Überprüfung auch die organisatorischen Abläufe im Zusammenhang mit der Achterbahn zu überprüfen."

Bis zum Bahnstillstand festhalten

Zusätzlich zu den internen Mechanismen des Betreibers gebe es weitere Auflagen. Alle Fahrgäste müssten verständlich darauf hingewiesen werden, dass sie sich bis zum absoluten Stillstand der Bahn festhalten. Betreiber Willi Vorlop müsse mit seinen Leuten die Unfallursache abklären und extra Schulungen für die Bedienung der Anlage abhalten, so Zimmermann weiter im Sicherheitskatalog. Und darüber gebe es auch eine Dokumentation. Die letzte Auflage, um höchste Sicherheit zu gewährleisten: Der Eigentümer oder eine andere fachkundige Person muss den Bremsvorgang am Auslauf überwachen. Seit zwei Tagen wird der Auslaufbereich auch mit Videokameras überwacht. Eine Maßnahme, die der Betreiber selbst eingeführt hat. 

Mitarbeiter der Landesgewerbeanstalt prüfen am Montag (09.07.18) die Achterbahn "Alpen Coaster" auf dem Kiliani-Volksfest in Würzburg. Am Wochenende war es auf der Bahn zu einem Unfall gekommen, vier Fahrgäste wurden leicht verletzt. Foto: Daniel Peter

Die Achterbahn ist längst wieder in Betrieb und Vorlop hat nach seinen Angaben alle Auflagen umgesetzt. Er hat auch einen Mangel behoben, der vorher im Betrieb nicht aufgefallen ist. Es gibt einen etwa zehn Meter langen Auslaufbereich nach der Fahrt. Dort werden die Wagen mit automatischen Bahhnhofsbremsen verlangsamt.

Betreiber hat Schwachstelle beseitigt

Dann kommt der 2,5 Meter lange Ausstiegsbereich, auf den der Wagen langsam zurollt. "Und dort müssen die Kutschen manuell gebremst werden. Unser Mitarbeiter hat an dem Abend zweimal auf den Bremsknopf gedrückt. Damit blieb die Bremse offen und so konnte der besetzte Wagen auf einen stehenden auffahren." Nun stoppt das Gefährt sofort ab, wenn der Finger mal vom Knopf rutscht, oder wenn zweimal gedrückt wird. 

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