VEITSHÖCHHEIM

Nach über 30 Jahren: Bebauung brach liegender Fläche in Sicht

Foto von der seit drei Jahrzehnten brachliegenden Baufläche zwischen Kindergarten und der B 27-Nordabfahrt Foto: Dieter Gürz

Nach drei Jahrzehnten vergeblichen Bemühens ist nun die Bebauung in Sicht: Die Energieversorgung Lohr-Karlstadt und Umgebung GmbH & Co.KG will noch in diesem Jahr an der Nordabfahrt der B27 in Veitshöchheim mit dem Bau eines Bürogebäudes mit Betriebsstelle beginnen. Der Hauptausschuss der Gemeinde stimmte der geplanten zweigeschossigen Bebauung mit einem Satteldach mit Dachneigung bereits grundsätzlich zu.

Wie Bürgermeister Jürgen Götz informierte, beabsichtigt das Unternehmen, an dem auch die Gemeinde als Gesellschafter beteiligt ist, den Standort in der Thüngersheimer Straße aufzulassen und im Bereich der Sendelbachstraße den Neubau eines Bürogebäudes zu verwirklichen. Hierzu habe die Energie bereits die beiden Grundstücke zwischen dem Kindergarten Sankt Martin, der Sendelbachstraße, dem Abfahrtsast der B2 7 und An der Steige vom Vorbesitzer, der Firma Röding in Kürnach erworben, um die beabsichtigte Neubebauung kurzfristig zu verwirklichen.

Das geplante Gebäude hat Abmessungen von 31 x 14 Meter und eine Höhe von rund 14 Meter. Im Gebäude sollen rund 30 Büroarbeitsplätze zuzüglich der Beschäftigten der Betriebsstelle Veitshöchheim entstehen. Für den Restbereich der Baufläche liegen derzeit keine konkreten Bauabschnitte vor, sind aber denkbar, um Erweiterungsoptionen für die Energieversorgung zu gewährleisten.

Seit über 30 Jahren laufen in der Gemeinde Bemühungen, die brach liegenden Flächen im Bereich zwischen Sendelbachstraße und An der Steige einer Bebauung zuzuführen. So wurde 1984 ein Bebauungsplanentwurf aufgestellt, um ein städtebauliches Konzept zu entwickeln. Als problematisch hatte sich die Vorbelastung des Gebietes durch die Lärmquellen B 27 und Bahnlinie erwiesen.

Ein schalltechnisches Gutachten hatte ergeben, dass in dem Baufeld wegen des Lärmschutzes keine Wohnnutzung, sondern nur eine gewerbliche Bebauung genehmigungsfähig ist. Eine Riegelbebauung zur B 27 hin sollte den Schallschutz soweit reduzieren, um eine Wohnbebauung im dahinterliegenden Bereich zu ermöglichen. Als Sonderbau galt der Kindergarten Sankt Martin, der hinter der geplanten Riegelbebauung im ehemaligen Pfarrgarten im Jahr 1992 realisiert werden konnte.

Der Firma Röding gelang es nicht, die damals genehmigte Planung von Büro- und Lagerflächen zu vermarkten. Es scheiterte auch deren Versuch, hier ein Hotel zu bauen. Eine dazu eingereichte Bauanfrage hatte zwar die Zustimmung des Gemeinderates gefunden. Die als Investor auserkorene Hotelkette verfolgte jedoch die Projektentwicklung nicht weiter.

Seit 2000 waren verschiedene Makler und Investoren mit der Vermarkung befasst – ohne Bebauungskonzepte vorzulegen. Grund hierfür waren stets die Problematik des Schallschutzes und die damit verbundene Wohnnutzungseinschränkung. Die nunmehr von der Energieversorgung geplante Bebauung berücksichtige im Wesentlichen die Vorgaben der „Riegelbebauung“ aus dem Jahr 1984 hinsichtlich der Höheneinstellung.

Freie Fläche: Seit 30 Jahren liegt die Baufläche zwischen Kindergarten und B 27-Nordabfahrt in Veitshöchheim brach. Das soll sich ändern. Foto: D. Gürz Foto: Dieter Gürz
Foto von der seit drei Jahrzehnten brachliegenden Baufläche zwischen Kindergarten und der B 27-Nordabfahrt Foto: Dieter Gürz

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