Höchberg

Nachgefragt: Ärger um Knöllchen wegen Halteverbot

Anwohner ärgern sich über Verwarnungsgeld wegen Falschparkens im Baustellenbereich. Dreht dort jemand die Schilder um?
Um die Einfahrt in die Lindengasse (rechts hinten) zu gewährleisten, hat die Gemeinde die Parkverbotsschilder mit dem Zusatz Feuerwehrzufahrt versehen. Anwohner beschweren sich über Knöllchen. Foto: Matthias Ernst

Lisa und Sebastian Schmidt wohnen seit  kurzem in der Sonnemannstraße in Höchberg. Seit vergangenem Jahr wird diese in mehreren Bauabschnitten saniert. Dadurch fallen auch die sonst vorhandenen Parkplätze weg und die Verkehrssituation ändert sich laufend. Das führt teilweise zu chaotischem Abstellen von Fahrzeugen.

Die beiden jungen Menschen haben kürzlich eine gebührenpflichtige Verwarnung bekommen, weil sie angeblich im absoluten Halteverbot ihr Auto abgestellt haben. Der Redaktion schilderten die Schmidts ihren Ärger: Denn erstens frage man sich, wo man als Anwohner sein Fahrzeug überhaupt noch hinstellen soll,  wenn man keine Garage gemietet hat. Zweitens versteht niemand, wo man falsch und wo richtig parkt. Denn Schilder stünden mal da, mal nicht, teils seien sie umgedreht oder lägen am Boden. 

Gemeinde findet Verwarnung gerechtfertigt

Konkret geht es um den 24. Novembers 2019, an dem die Schmidts in der Sonnemannstraße parkten. Weil Halteverbotsschilder umgedreht waren, glaubten sie sich sicher. Trotzdem gab es ein Knöllchen. Die Schmitts glauben, dass die Schilder in der Nach einfach umgedreht wurden. Mittlerweile habe die Gemeindeverwaltung das Schild mit dem absoluten Halteverbot noch um das Zusatzschild: "Feuerwehrzufahrt" ergänzt, also eine nochmalige Verschärfung.

Wie Hauptamtsleiter Gerd Waltinger von der Gemeinde Höchberg auf Nachfrage dieser Redaktion erklärt, sei das absolute Halteverbot mit dem Zusatzschild absolut berechtigt, da es sich bei dem beschriebenen Bereich um die Einfahrt in die Lindengasse handelt. Selbst wenn dort keine Halteverbotschilder hängen würden, wäre das Parken verboten, da es sich um eine Straßeneinfahrt handelt. Entlang der Präparandenschule sei die Straße so eng, dass sich ein Parkverbot wegen der zu geringen Breite von selbst ergebe.

Die Verwarnungen des Verkehrsüberwachungsdienstes hält Waltinger daher für gerechtfertigt. Von einem Wegdrehen der Schilder oder Umwerfen in der Nacht sei ihm nichts bekannt. Auch die Mitarbeiter der Baufirma seien mit ihren Privatwagen schon mehrfach verwarnt worden, wenn sie im absoluten Halteverbot gestanden haben. Sollten weiterhin Fahrzeuge im absoluten Halteverbot parken, überlege man bereits im Rathaus, diese notfalls abschleppen zu lassen. Entspannung könnte einkehren, wenn die Baustelle zum Jahresende eingestellt wird und man wieder normal durch die Sonnemannstraße fahren kann.

Nachgefragt
Sie fragen, wir recherchieren Immer wieder begegnen wir Dingen, die nicht nachvollziehbar sind – Situationen, die verwundern, Veränderungen, die aufregen. Oft wird es diskutiert in der Nachbarschaft, im Sportverein, unter Kollegen. Auch Ihnen fällt etwas ein? Eine Straßenregelung, die nicht nachvollziehbar scheint? Eine Grünfläche, die zweckentfremdet wurde? Die Redaktion der Main-Post fragt nach, was dahintersteckt. Schicken Sie uns Ihre Fragen mit den wichtigsten Informationen an redaktion.wuerzburg@mainpost.de. Wir prüfen Ihre Anregungen. Stellt sich heraus, das Thema ist kein Einzelfall und hat eine entsprechende Relevanz, fragen wir bei Zuständigen nach.

Schlagworte

  • Höchberg
  • Matthias Ernst
  • Auto
  • Bauabschnitte
  • Baustellen
  • Bauunternehmen
  • Chaos
  • Fahrzeuge und Verkehrsmittel
  • Parkplätze und ruhender Verkehr
  • Sebastian Schmidt
  • Ärger
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!