Zellerau

Nachgefragt: Mittelinsel statt Zebrastreifen

Ein Zebrastreifen in der Mainaustraße verschwindet. Warum eine neue Mittelinsel sicherer ist, als der bestehende Überweg, erklärt die Stadt Würzburg.
Wo ist der Zebrastreifen hin, fragen Facebook-Nutzer? In der Mainaustraße wird der Zebrastreifen am "Hintereingang" der Mainwiesen rückgebaut, die Mittelinsel ist neu. Foto: Thomas Obermeier

Aufregung in den sozialen Medien: In der Facebook-Gruppe "Du bist ein echter Würzburger..." wird der Rückbau des Zebrastreifens in der Mainaustraße in Höhe der Scharnhorststraße intensiv diskutiert. Der Zebrastreifen quert dort die viel befahrene Straße direkt am "Hintereingang" der Mainwiese". 

Dort fänden aber zum Beispiel das Umsonst & Draussen, das Africa Festival oder die Mainfranken Messe statt, die Mainwiesen seien außerdem Parkflächen für das Frühjahrsvolksfest, Kiliani oder Flohmärkte auf der Talavera, wird beklagt. Außerdem verlaufe dort der direkte Weg aus dem Viertel  zum Basketballplatz am Main und zur Familienwiese. Ein Facebook-Nutzer schreibt, Bauarbeiter hätten ihm erklärt "der kommt weg, weil ihn zu wenige benutzen".  

"Der Zebrastreifen wird durch eine Mittelinsel ersetzt"

"Der Zebrastreifen wird durch eine Mittelinsel ersetzt", antwortet Claudia Lother von der Pressestelle der Stadt Würzburg auf Anfrage. Auslöser der Überprüfung des Zebrastreifens seien Bürgerbeschwerden gewesen mit dem Hintergrund, die Autofahrer würden nicht anhalten, wenn dort ein Fußgänger queren möchte.

Bei einem Ortstermin seien Probleme erkannt worden. Es habe sich nämlich heraus gestellt, dass der Überweg nicht mehr den Richtlinien entspreche. Mit im Durchschnitt nur 26 Fußgängern pro Stunde werde er zu wenig genutzt, mit gleichzeitig aber 823 Kfz in der Stunde sei die Straße auch zu stark befahren. Außerdem sei die Straße an dieser Stelle mit zehn Metern zu breit für einen Zebrastreifen und durch die leichte Kurvenlage, aber auch durch parkende Fahrzeuge, sei das Sichtfeld nicht ausreichend.

Leerrohre für eine Ampelanlage werden bereits mit eingebaut

Im Umwelt- und Planungsauschuss des Stadtrates waren daraufhin vier mögliche Varianten für eine sichere Überquerung der Straße vorgestellt worden. Mit acht zu sechs Stimmen entschied man sich für den Vorschlag der Verwaltung, der nun umgesetzt wird: Der Zebrastreifens kommt weg, dafür wird eine Mittelinsel gebaut. Diese ist mit 2,50 Metern breit genug für querende Radfahrer. So müssten Fußgänger beim Queren jeweils nur eine Fahrrichtung beachten, heißt es in der Begründung. Fünf Stellplätze fallen weg, die Leerrohre für eine eventuelle Ampelanlage werden bereits mit eingebaut.

Laut Lother ist der Zebrastreifen teilweise bereits herausgefräst, der Rest würde in Kürze entfernt. Die Straßenbeleuchtung wurde versetzt und erneuert, außerdem wurde eine zusätzliche Lampe im Gehwegbereich unter den Bäumen an der Mainseite angebracht, um den Aufstellbereich der Fußgänger besser zu beleuchten.

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