VEITSHÖCHHEIM

Narrenjugend vor der Fernsehkamera

Gleich bei seinem ersten Einsatz als Co-Moderator der Fernseh-Nachwuchssitzung „Wehe wenn wir losgelassen“ lief der zehnjährige Dominik Hausin seinem Moderator-Kollegen Fabio Walter (rechts) den Rang ab und schleppte die weiblichen Akteure Josepha Kettemann (links) und Pheline Köhler ab.
Gleich bei seinem ersten Einsatz als Co-Moderator der Fernseh-Nachwuchssitzung „Wehe wenn wir losgelassen“ lief der zehnjährige Dominik Hausin seinem Moderator-Kollegen Fabio Walter (rechts) den Rang ab und schleppte die weiblichen Akteure Josepha Kettemann (links) und Pheline Köhler ab. Foto: Herbert Ehehalt

„Lass des amal schö mei Sorch' sei!“: Diese stoische Gelassenheit zeichnete den damals siebenjährigen Dominik Hausin von den „Homericher Steeäisael“ aus Homburg am Main schon 2016 aus, bei seiner Premiere zur Fernseh-Nachwuchssitzung „Wehe wenn wir losgelassen“. Seither führte die Bühnenkarriere des Steppke steil nach oben. Im Jubiläumsjahr des Fastnacht-Verbandes Franken (FVF), der heuer sein 66-jähriges Bestehen feiert, hat der mittlerweile Zehnjährige bei der 13. Fernseh-Nachwuchssitzung erneut Premiere: An der Seite von Sitzungspräsidentin Nina Chocholaty (Markt Bibart) fungiert Dominik mit Fabio Walter erstmals als Co-Moderator.

Ohne Anzeichen von Lampenfieber zeigte sich der Entertainer wenige Minuten vor Beginn der Fernseh-Aufzeichnung: „Och, auf mei Personal is' doch Verlass“. Auf der Bühne hätte sich Dominik mit einem solch trockenen Spruch einen Tusch verdient. So staunte lediglich sein Mentor Andy Stange: „Der ist einfach sowas von cool.“

Aus der Aufzeichnung werden 90 Minuten Sendezeit

Die Aufzeichnung des Schaulaufens der Fastnachtsjugend in den Mainfrankensälen erfolgte nur wenige Tage vor der Live-Kult-Sendung „Fastnacht in Franken“. Aus zweieinhalb Stunden jugendlicher Narretei entstehen in der Nachbearbeitung 90 Minuten Sendezeit. Zu sehen ist der Beitrag am 3. März im Bayerischen Fernsehen.

In überschwänglicher Begeisterung freute sich selbst Sebastian Reich mit Nilpferd-Dame Amanda nach der Aufzeichnung „über eine gesicherte Zukunft von Fastnacht in Franken durch eine herausragende Jugend“. Und diese besinnt sich auch auf die Wurzeln des Brauchtums. „Neben kind- und jugendgerechten Beiträgen werden insbesondere auch Brauchtumsgruppen aus den fränkischen Regierungsbezirken zu sehen sein“, verrät FVF-Präsident Marco Anderlik (Weidach, Lkr. Coburg).

Leinacher Duo greift traditionelle Themen auf

Traditionelles Franken greifen auch Josepha Kettemann und Pheline Köhler auf. In ihrem Beitrag „Was ham mer denn für'n …?“ beantwortet das Duo aus Leinach viele Fragen zur hiesigen Lebensart. Wie der von vielen anderen Talenten ging ihr Stern im Jugendgästehaus des Landkreises Würzburg in ihrem Heimatort Leinach auf. Dort veranstaltet die Fastnachtsjugend Franken (FJF) schon seit 2000 jährlich die Nachwuchsschulung „Bütt“. Weil hier die kleinen großen Stars der Fernsehsitzungen „geboren“ werden, gilt das Jugendgästehaus als „närrischer Kreißsaal“. Ein Casting zur Fernseh-Nachwuchssitzung bildet traditionell den Abschluss des Schulungswochenendes.

Narrennachwuchs überzeugt in der Bütt und beim Tanz

Nach Überzeugung der verantwortlichen Bezirksjugendleiterin Julia Botos „findet die Nachwuchsschulung letztlich in der Fernseh-Nachwuchssitzung ihre Bestätigung“. Das breite Spektrum des Narrennachwuchses kommt in der Fernsehsitzung auch beim Sketch eines Sextetts des „Ritter Hahn“ aus Trunstadt zum Ausdruck:. Die Akteure parodieren weltpolitische Themen und vermeintliche Vorbilder. Mit Tanzmariechen Emilia Castaneda (Buchnesia Nürnberg), den „Soul City Dancers“ aus Hof sowie den Deutschen Jugendmeistern der Tanzpaare Sofia Grimm und Daniel Schmidt (Stadtgarde Helmbrechts) kommt aber neben der Bütt auch der Tanz nicht zu kurz.

Als Ziel winkt die große Bühne von „Fastnacht in Franken“

„Vollkommen fasziniert von beeindruckenden Auftritten“ zeigte sich Carina Kämpf, Vorsitzende der Bundesjugend im Bund Deutscher Karneval (BDK). Und am Ende der Aufzeichnung schwärmte Kathrin Degmair, Leiterin des BR-Studios Franken: „Zu gerne würde ich euch alle eins zu eins übernehmen auf die große Bühne von Fastnacht in Franken.“ Früher oder später wird dort möglicherweise der eine oder andere Akteur auch zu sehen sein.

Ausgestrahlt wird die Nachwuchssitzung „Wehe wenn wir losgelassen“ am Faschingssonntag, 3. März, ab 18.45 Uhr im Bayerischen Rundfunk.

Akteure aus der Region

Landkreis Würzburg: Moderator Fabio Walter (Rimpar), Duo Durst (Hettstadt), Sebastian Reich (Eisingen), Jan Lyding (Veitshöchheim), Josepha Kettemann und Pheline Köhler (Leinach), Tobias Jodl (Kleinrinderfeld).

Landkreis Schweinfurt: Lea Sauer vom SG Traustadt (Donnersdorf).

Landkreis Main-Spessart: Musikgruppe „Meefischli“ ( Triefenstein/Homburg am Main), Calotta Keller von der HuKaGe Hundsbach (Eußenheim), „Die Kusängs“ Toni und Ludwig Hoßmann sowie Albert Hartmann (Eußenheim), Dominik Hausin (Homburg am Main).

Große Sprünge vollführte Tanzmariechen Emilia Castaneda  von der Buchnesia Nürnberg.
Große Sprünge vollführte Tanzmariechen Emilia Castaneda von der Buchnesia Nürnberg.
Mit „Pfau mal“ lieferten die „Soul City Dancers“ aus Hof einen Schautanz als Beitrag zur Fernseh-Nachwuchssitzung.
Mit „Pfau mal“ lieferten die „Soul City Dancers“ aus Hof einen Schautanz als Beitrag zur Fernseh-Nachwuchssitzung.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Veitshöchheim
  • Herbert Ehehalt
  • Bayerischer Rundfunk
  • Fastnacht in Franken
  • Franken
  • Karneval
  • Sebastian Reich
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!