Gramschatz

Neubau soll maroden Gramschatzer Hochbehälter ersetzen

Die linke Kammer des Wasserhochbehälters von Gramschatz wurde provisorisch mit einem Holzüberbau gesichert.
Die linke Kammer des Wasserhochbehälters von Gramschatz wurde provisorisch mit einem Holzüberbau gesichert. Foto: Ammon

Fäkale Keime waren in einer Wasserkammer des Hochbehälters Gramschatz Ende Juni 2019 festgestellt worden. Diese waren durch eine Fuge zwischen den Stahlbetonfertigteilen eingedrungen, deren Mörtel nicht mehr dicht war und in die Wurzeln eingedrungen waren. Die betroffene Kammer wurde außer Betrieb genommen. Die Bürger wurden durch das Gesundheitsamt dazu aufgefordert, das Trinkwasser abzukochen. Nun hat der Bauausschuss des Gemeinderats die Empfehlung gegeben, die alte, aus dem Jahr 1979 stammende Anlage durch einen Neubau zu ersetzen.

Neubau kommt etwas teurer als eine Sanierung

Ein Neubau ist mit 775 000 Euro zwar etwas teurer als eine Sanierung. Denn hierbei werden komplett in der Fabrik vorgefertigte Bauteile verwendet, die vergleichsweise einfach vor Ort eingebaut werden können. Eine zusätzliche Innenbeschichtung ist nicht nötig. Für eine Sanierung aber müsste der Hochbehälter komplett von außen abgedichtet werden. Dafür müssten die beiden je 175 Kubikmeter großen Wasserkammern komplett freigelegt werden. Nach Ansicht des Planers würden die Firmen für mögliche Schäden keine Gewährleistung übernehmen. Zudem müssten die Innenbeschichtung und die Rohrleitungen erneuert werden.

Betonwände entsprechen nicht mehr den aktuellen Vorgaben

Schwierigkeiten bereitet auch die Konstruktion des Hochbehälters. Die Betonwände sind mit nur 11,5 Zentimeter vergleichsweise dünn ausgeführt. Sie sind damit anfällig für eine Verformung und entsprechen nicht mehr den aktuellen Vorgaben. Eine erste Kostenschätzung für eine Sanierung beläuft sich auf 655 000 Euro.

Wasserversorgung  kann aufrechterhalten bleiben

Ein großer Vorteil des Neubaus sei, dass die Wasserversorgung reibungslos aufrechterhalten bleiben kann, erklärt Bürgermeister Burkard Losert. Die Kosten für den Hochbehälter sollen nicht über die Verbesserungsbeiträge für die Trinkwasserversorgung, die seit November eingezogen werden, abgerechnet werden. Diese seien, so Losert, auf drei Millionen Euro gedeckelt, sondern verteilt über mehrere Jahre über die regulären Wassergebühren.

Um die Wasserversorgung zumindest über die linke Kammer des Hochbehälters aufrechtzuerhalten, hat der Bauhof diese provisorisch mit einem Holzüberbau versehen. In Abstimmung mit der Naturschutzbehörde und nach einer artenschutzrechtlichen Prüfung wurden zudem die Büsche und Bäume auf dem Hochbehälter entfernt. Es ist jedoch weiterhin nötig, mithilfe von Chlor eine ausreichende Wasserqualität sicherzustellen.

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