Leinach

Neubau unter dem Aspekt von Regionalität und Biodiversität

Eine leicht modifizierte Planung zur vorherigen Vorlage für den Neubau einer Kindertagesstätte präsentierte Architekt Stephan Haas (Eibelstadt) dem Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung. Erstmalig seit Planungsbeginn wurde das Gremium auch mit einer Kostenschätzung für den Bau zur Unterbringung von drei Kleinkindgruppen konfrontiert. Samt Außenanlagen und Spielbereich liegt die Prognose des Architekten bei rund 2,3 Millionen Euro. Aus dem Kreis des Gemeinderates nach der Höhe der möglichen Förderung gefragt, konnte der Architekt allerdings keine Angaben machen. Schon in der kommenden Woche soll die Planung in Absprache mit den beteiligten Fachplanern weiter konkretisiert werden.

Mit voraussichtlichen Kosten von 2 284 607,66 Euro sehr detailliert bezifferte Architekt Stephan Haas den Neubau einer Kindertagesstätte für drei Kleinkindgruppen. An der somit genannten "Hausnummer" wird sich die weitere Projektentwicklung orientieren - und wohl auch messen lassen müssen. Durch einen Verbindungsbau soll vom bestehenden Barbara-Gram´schen-Kindergarten ein Zugang zum Neubau möglich sein. Der im Wesentlichen aus jeweils drei Krippen- und Ruheräumen samt WC-Trakt und einem Mehrzweckraum bestehende Neubau soll jedoch auch einen separaten, barrierefreien Zugang erhalten.

Die eher unspektakuläre, aber zweckmäßig orientierte Außenansicht zeichnet sich durch eine Kombination aus Putz- und Holzfassade aus. "Hierzu gab es aus der Bürgerschaft einen interessanten Vorschlag in Verbindung der im regionalen Zusammenhang stehenden Schwarzkiefern", verriet der Architekt gegenüber dieser Zeitung.

Im Erdreich eingelassener Baukörper

Der durch die topografischen Vorgaben teilweise im Erdreich eingelassene Baukörper soll nach Vorstellung des Architekten in Kombination aus Beton- und Holzfertigwänden entstehen. Die Holzwände werden dabei als aus fünf Schichten bestehenden Brett-Sperrholzwand ausgebildet sein. Darin eingelassen sind schon bei Produktion die für die unterschiedlichen Leitungen notwendigen Versorgungskanäle. Nach Aussage des Architekten erfordert dies zwar eine intensivere Vorplanung. "Im Gegenzug verkürzt sich dadurch aber die Bauphase", verdeutlichte Haas. Unter der Prämisse der Biodiversität soll das Gebäude ein begrüntes Flachdach erhalten. Dadurch wird nach Aussage des Architekten insbesondere in heißen Sommermonaten ein angenehmes Raumklima gefördert.

Die weitere Planung der Kindertagesstätte, angrenzend an den bestehenden Barbara-Gram´schen-Kindergarten in der Burkardusstraße, erfordert auch eine Anpassung des bestehenden Flächennutzungsplans und des geltenden Bebauungsplanes. Dies soll parallel zur weiteren Planung des Gebäudes erfolgen. Eine besondere Herausforderung stellt dies für den Gemeinderat ebenso wie für das Architekturbüro dar. Denn, nach Aussage des Architekten, spätestens bis zum 31. August dieses Jahres muss der Förderantrag mit allen relevanten Planungsunterlagen an die Regierung von Unterfranken eingereicht sein.

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