Erlabrunn

Neue Ausstellung in der Erlabrunner Galerie am Rathaus

Die Würzburger Künstlerin Mechthild Hart stellt neue Werke in der Galerie am Rathaus aus Foto: Tina Göpfert

"Was verbinden Sie mit der Farbe Schwarz?" war eine der Fragen, die die Künstlerin Mechthild Hart ihrem Publikum bei der Vernissage in der Erlabrunner Galerie am Rathaus stellte. Häufig wird die Farbe mit Trauer oder negativen Stimmungen assoziiert, aber auch mit Eleganz oder Schlichtheit ("das kleine Schwarze").

In ihrer neuen Ausstellung "Die schwarze Kraft im Augenblick" fokussiert sich die Würzburger Malerin auf die dunkelste aller Farben, die in der Kunst eher ein Schattendasein führt. Dennoch sind ihre abstrakten Gemälde alles andere als düster. Sie spielen intensiv mit der Spannung der verschiedenen Nuancen von Schwarz und Weiß, den beiden kontrastreichsten Farben der Kunst.

Zusammenspiel der Farben

Mechthild Hart erforscht nicht nur die Wirkung von Schwarz auf der Leinwand, es geht ihr um das Zusammenspiel der Farben mit kraftvollen Pinselstrichen, die aus dem Moment geboren werden. Losgelöst von jeglicher figürlicher Darstellung versucht sie, die Dynamik und Vitalität des Augenblicks in abstrakten Formen auf die Leinwand zu bannen. Die Farben Schwarz und Weiß sollen einen Moment festhalten, der mit der Kraft des Augenblicks auf den Malgrund übertragen wird.

"Das Reduzierte ist für mich der Schlüssel zum Dazwischen."
Mechthild Hart, Würzburger Malerin

Dafür arbeitet Hart auf ungrundierter Leinwand und trägt die Farben mit konzentrierten Bewegungen in dynamischen Strichen und Linien auf. Die Malerin sucht in ihren neuen abstrakten Gemälden das Reduzierte, das Wesentliche und die Einfachheit. "Das Reduzierte ist für mich der Schlüssel zum Dazwischen", sagt sie. Das Motiv der Zwischenräume, das "Dazwischen existierende" ist für die Künstlerin schon seit mehreren Jahren ein zentrales Thema. Der Mangel an bunten Farben ist für Mechthild Hart dabei eher untypisch. Seit über 15 Jahren widmet sie sich in Kursen und Seminaren intensiv der Acrylmalerei.

Hart wurde 1958 in Marktheidenfeld geboren, die Malerei erlernte sie neben dem Beruf autodidaktisch. Ihre Werke waren in zahlreichen regionalen und überregionalen Ausstellungen zu sehen. Dabei spielten bunte Farben in den teils figürlichen, teils abstrakten Acrylgemälden der Wahl-Würzburgerin bisher oft eine tragende Rolle.

Auflösung der Formen

Die Inspiration zum Thema Schwarz entstand erst im vergangenen Jahr bei einem Waldspaziergang im November, sagt sie. Als sich die Bäume in der Dämmerung nur noch als schwarze Silhouetten vom Licht des Hintergrunds abhoben, inspirierten sie Hart zu einer neuen Vereinfachung und Reduzierung, zur Auflösung der Formen. Seither dominieren Flächen, Linien und die Farbe Schwarz die Gemälde der neuen Serie.

In Erlabrunn sind die schwarzen Gemälde zusammen mit einigen älteren, teils noch farbigeren Werken der Künstlerin zu sehen. In der kleinen Galerie am Rathaus, die der gemeinnützige Verein um die Kunstgruppe Erlabrunn mit Hilfe der Gemeinde seit einigen Jahren ehrenamtlich betreibt, sind die Bilder noch bis 24. März zu sehen.

Die Galerie ist immer sonn- und feiertags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Die Würzburger Künstlerin Mechthild Hart stellt neue Werke in der Galerie am Rathaus aus Foto: Tina Göpfert

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