Eisingen

Neue Kindertagesstätte gesegnet

Die Kinder fühlen sich in ihrer neuen Kindertagesstätte schon wohl,, wie sie bei der Segnung des Gebäudes zeigten. Foto: Matthias Ernst

Bereits seit Juni wird die neue Kindertagesstätte genutzt, was noch fehlte, war der kirchliche Segen. Die dreigruppige Einrichtung für 24 Krippenkinder und 25 Kindergartenkinder steht unter der Trägerschaft der evangelischen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der Diakonie Würzburg.

Bereits seit 2013 gab es Planungen für eine neue Kindertagesstätte, daran erinnerte Bürgermeisterin Ursula Engert. Damals hatte eine Bedarfsanalyse prognostiziert, dass ein erhöhter Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in der Gemeinde bestehe. Im Juli 2017 beschloss der Gemeinderat dann den Neubau und im März 2018 wurde nach vielen Umplanungen in unmittelbarer Nähe zum St. Josefs Stift der Spatenstich vollzogen.

Die waren notwendig geworden, da man nach einer Anweisung der Wasserrechtsbehörden keine Erdwärmepumpe zur Wärmeerzeugung einbauen konnte. Stattdessen wurde nun ein Luft-Wasser-Wärmetauscher eingebaut. Vorsichtshalber wurde auch ein Gasanschluss vorgesehen. Überhaupt lag der Schwerpunkt der Bauweise auf Nachhaltigkeit. So wurden die Wände in Holzmassivbauweise errichtet, wie Architekt Martin Dold ausführte.

Fotovoltaik auf dem Dach und eine Begrünung des Daches seien ebenso eingebaut worden, wie ein naturnaher Außenbereich angelegt. Rund 800 Quadratmeter umbauter Raum sei entstanden, so der Architekt, und weitere 1000 Quadratmeter sind im Außenbereich, sodass noch Platz für den Anbau einer weiteren Gruppe bei Bedarf möglich sei.

Rund 2,5 Millionen Euro hat sich die Gemeinde Eisingen das neue Haus für Kinder kosten lassen, eine Förderung von 1,141 Millionen Euro kann davon abgezogen werden.

Alleinstellungsmerkmal des neuen Kinderhauses ist die große Küche, in der das Essen für die Kinder jeden Tag frisch gekocht wird. Mittlerweile. Laut Kindertagesstättenleiterin Pia Freund habe man auch eine Fachkraft gefunden, die das Essen zubereitet. Damit sei die Zeit der Fertigmenüs vorbei, freute sich die Bürgermeisterin. 

"Da möchte man doch glatt selbst wieder Kind sein", sagte der Vorsitzende der evangelischen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der Diakonie Würzburg, Professor Gunter Adams. Er hatte für die Kinder einen  Sack voller Bälle mitgebracht, die gleich ausgiebig genutzt wurden.

So kam eine gewisse Unruhe in den Mehrzweckraum, in dem die Segnungsfeier stattfand. Der war so gut gefüllt, dass der Posauenchor im Flur spielen musste. Adams beglückwünschte Bürgermeisterin Engert, die einen "super Job mache", obwohl das Amt des Bürgermeisters nicht immer leicht sei. Auch die Kinder hatten sich auf die Einweihung vorbereitet und sangen mehrere Lieder.

Danach kam die offizielle Segnung des Gebäudes durch Pfarrerin Kirsten Müller-Oldenburg (evangelisch) und Dr. Jerzy Jelonek (katholisch). "Dieses Haus ist für alle Kinder da", denn auch Jesus habe alle Kinder ohne Anschauung der Konfession eingeladen. Das neue Haus soll einladend und verbindend sein, hoffen die beiden Geistlichen, als sie ihren Segen gaben und dem Haus damit eine glückliche Zukunft wünschten.

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