REGION WÜRZBURG

Neue Variante auf ursprünglicher Trasse

Meinungsaustausch über die B 26n in Berlin (von links) CSU-Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann, Thüngens Bürgermeister Lorenz Strifsky, Eußenheims Bürgermeister Dieter Schneider, Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär, Arnsteins Bürgermeisterin Anna Stolz, Karlstadts Bürgermeister Paul Kruck und der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel. Foto: Hans-Peter König

In die Diskussion um die geplante Trasse der B 26n scheint noch einmal Bewegung zu kommen. Bei der Aufstellung des neuen Bundesverkehrswegeplan hat Bayern in der Nachmeldefrist noch eine zusätzliche, fünfte Variante gemeldet: eine zweispurige Option mit Überholgelegenheiten mit geschätzten Baukosten von rund 173 Millionen Euro. Mit der neuen Alternative wolle der Freistaat die Verkehrsprobleme vor Ort lösen und andererseits auch den Bedenken der Kritiker gerecht werden, hieß es nach einem Besuch von Kommunalpolitikern aus dem Main-Spessart in Berlin.

Zur Sprache kam diese fünfte Variante bei einem Gespräch im Bundesverkehrsministerium. Die beiden Bundestagsabgeordneten Bernd Rützel (SPD, Gemünden) und Alexander Hoffmann (CSU, Retzbach) hatten Bürgermeisterin Anna Stolz (Arnstein) und die Bürgermeister Paul Kruck (Karlstadt), Dieter Schneider (Eußenheim) und Lorenz Strifsky (Thüngen) zu einem Gespräch mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Dorothee Bär eingeladen. Die Politiker aus Main-Spessart wollten im Vorfeld der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans nochmals die schwierige Verkehrssituation im Werntal aufzeigen.

„Solange die Verkehrssituation in Arnstein und in seinen Ortsteilen nicht gelöst ist, hat die Stadt auch städtebaulich keine Zukunft“, sagte Alexander Hoffmann. „Die Situation des Werntals kann nur über die Höhentrasse der B 26n und nicht über einzelne Ortsumgehungen gelöst werden“, ergänzte Bernd Rützel.

Bürgermeisterin Anna Stolz schilderte detailliert die Probleme der Ortsdurchfahrten in ihrer Gemeinde. Karlstadts Bürgermeister bekräftigte die Notwendigkeit einer Lösung „aus einem Guss“, welche seiner Meinung nach nur durch die Höhentrasse erzielt werden könne. Lorenz Strifsky verwies darauf, dass die die aktuelle Situation gerade für Familien mit Kindern wenig attraktiv sei.

Eußenheims Bürgermeister unterstrich, dass das Problem im neuen Bundesverkehrswegeplan gelöst werden müsse, sonst sei auch in Jahrzehnten keine Lösung in Sicht.

Staatssekretärin Dorothee Bär (CSU) bestätigte: „Sie haben Recht, die Verkehrssituation vor Ort ist nicht zufriedenstellend.“ Laut Bär mache sich das Bayerische Innenministerium ebenfalls für eine Lösung der Verkehrsprobleme des Werntals stark. Sie berichtete, Bayern habe in der Nachmeldefrist noch eine zusätzliche, fünfte Variante gemeldet: Durch eine zweispurige Option mit Überholgelegenheiten und geschätzten Baukosten von 173 Millionen Euro wolle der Freistaat die Verkehrsprobleme lösen und auch den Bedenken der Kritiker gerecht werden.

Die neue Alternative soll auf der ursprünglich angedachten Trasse laufen. Durch den anderen Fahrbahnquerschnitt seien jedoch andere Kurvenradien und Ausfahrtsszenarien möglich, heißt es im Ministerium.

Mit der „Vielzahl der verfügbaren Optionen sei das Werntal für die gesamtwirtschaftliche Bewertung gut aufgestellt“, glaubt Bär. Auch die Abordnung aus dem Landkreis Main Spessart zeigte sich mit diesem Sachstand zufrieden. Die beiden Bundestagsabgeordneten werten die neue Entwicklung „als positiven Schritt, um die problematische Verkehrssituation im Werntal endlich zu lösen“. Bayerisches Innenministerium und Bundesverkehrsministerium zeigten, dass sie „nachhaltig an einer Lösung arbeiten, die für die Region verträglich und sinnvoll ist“, heißt es in der Mitteilung.

Schlagworte

  • Redaktion Süd
  • Alexander Hoffmann
  • Anna Stolz
  • Bernd Rützel
  • Bundesstraße 26n
  • Bundesverkehrswegeplan
  • Bären
  • CSU
  • Dieter Schneider
  • Dorothee Bär
  • Lorenz Strifsky
  • Paul Kruck
  • Probleme im Bereich Verkehr
  • SPD
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!