Frickenhausen

Neuer Anbau für eine dritte Gruppe

Bei der Sanierung des Kindergartens in Frickenhausen soll Platz für eine dritte Gruppe entstehen. Dazu ist ein zusätzlicher Gebäudetrakt im Anschluss an den bestehenden Anbau (rechts) in das Freigelände nach Süden (links) geplant. Einen größeren Eingangsbereich soll es ebenso geben wie zwei überdachte Terrassen. 
Bei der Sanierung des Kindergartens in Frickenhausen soll Platz für eine dritte Gruppe entstehen. Dazu ist ein zusätzlicher Gebäudetrakt im Anschluss an den bestehenden Anbau (rechts) in das Freigelände nach Süden (links) geplant. Einen größeren Eingangsbereich soll es ebenso geben wie zwei überdachte Terrassen.  Foto: Klaus Stäck

Noch einmal umgeplant wird bei der Generalsanierung des Kindergartens. Ausschlaggebend dafür war die während der Planungsphase gereifte Erkenntnis, dass man mit nur zwei Gruppen dem aktuellen und dem künftigen Bedarf nicht mehr gerecht werden könne.

Es wird nun Platz für drei Gruppen geschaffen, davon eine Krippengruppe. Für die Einrichtung besteht eine Warteliste und 13 Frickenhäuser Kinder werden derzeit schon in Nachbargemeinden betreut. Zusätzlich wird nach abgeschlossener Sanierung und Einrichtung der Krippe damit gerechnet, dass die Einrichtung besser angenommen wird.

"Die Frickenhäuser Kinder sollen auch in Frickenhausen betreut werden können," sagte Bürgermeister Reiner Laudenbach in der Gemeinderatssitzung, bei der zahlreiche Zuhörer aus Reihen der Eltern und des Kindergartenpersonals dabei waren.

Mit dem zusätzlichen Anbau wolle man nicht nur dem Bedarf gerecht werden. Er böte zudem die Möglichkeit, die vielfach befürchteten Beeinträchtigungen des Kindergartenbetriebs während der Bauphase zu verringern. Denn ein Ausweichquartier, sei es ein Containerbau oder eine Nutzung der alten Schule, wurden schon vor längerem wegen der nicht förderfähigen Zusatzkosten als nicht machbar erachtet.

Laudenbach hofft auf einen "zeitnahen Beginn" und dass die Förderung und die Genehmigungen zügig durchzubringen sind.  Alle zuständigen Behörden hätten ihm signalisiert, das Vorhaben im jetzigen Umfang mitzutragen. Die grundsätzliche Förderwürdigkeit der dritten Gruppe sei von der Regierung von Unterfranken signalisiert worden.

"Die Frickenhäuser Kinder sollen auch in Frickenhausen betreut werden können." 
Reiner Laudenbach, Bürgermeister

Bei angenommenen rund 465 000 Euro förderfähigen Kosten würde der Zuschuss für eine weitere Kindergartengruppe 60 Prozent und somit rund 280 000 Euro betragen. 220 000 Euro müsste die Gemeinde tragen. Die gesamte Nutzfläche nach der Sanierung wären rund 542 Quadratmeter, davon knapp 399 Quadratmeter förderfähig. Das Gesamtprojekt würde sich gegenüber den bisherigen Planungen von rund 1,2 Millionen auf rund 1,6 Millionen verteuern. Das Verhältnis der anrechnungsfähigen Kosten würde sich aber insgesamt etwas verbessern, so Laudenbach auf Nachfrage dieser Redaktion.

Der Gemeinderat beschloss grundsätzlich den Ausbau auf zwei Kindergarten- und eine Krippengruppe und stellte den künftigen Bedarf fest. Der liegt bei 50 Kindergartenplätzen (zwei Gruppen) und einer Krippe mit zwölf Plätzen. Beschlossen wurde weiterhin, den Auftrag an den planenden Architekten stufenweise zu ergänzen und den Bauantrag zu billigen.  

Der Ablauf ist so gedacht, dass als erster Schritt ein neuer Baukörper im Gartenbereich errichtet wird, in dem zunächst Krippenkinder und später eine Kindergartengruppe unterkommt. Der bestehende alte Mansardbau könnte dann komplett von unten nach oben durch saniert werden. Dort könnte die Krippe in ihre eigentlichen neu gestalteten Räume umziehen.

Anschließend könnte der bisherige Anbau aus den sechziger Jahren abgerissen und durch einen neuen Baukörper ersetzt werden, in dem dann eine der beiden Kindergartengruppen unterkommt. Die vorübergehende Nutzung einer frei werdenden Wohnung im Altbau während der Bauzeit, die vor kurzem bei einer Infoveranstaltung ins Auge gefasst worden war, wäre nicht erforderlich. Dies sagte Bürgermeister Laudenbach auf Frage von Ratsmitglied Valentin Beige.

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