Veitshöchheim

Neuer katholischer Militärpfarrer eingeführt

Als Zelebranten wirkten bei der Einführung des neuen katholischen Militärpfarrers Dr. Andreas Rudiger in der Veitshöchheimer Kuratiekirche mit: Von links Ortspfarrer Pfarrer Robert Borawski, der Leitende Militärdekan Artur Wagner, Diakon Wolfgang Krug, Militärpfarrer Andreas Rudiger, Militärdekan Andreas Vogelmeier (Fürstenfeldbruck), Militärpfarrer Thomas Frey (bei der deutsch-französischen Brigade in Müllheim/Baden und Straßburg ), Militärpfarrer Sylwester Walocha (Untermeitingen), Pfarrer Daniel Göller (Jossgrund), Pfarrer i.R. Josef Kraft und Militärpfarrer Alfons Schöpf (Hammelburg). Foto: Dieter Gürz

Der Katholische Leitende Militärdekan (LMD) für Bayern und Baden-Württemberg, Artur Wagner, nannte die Einführung des neuen Militärpfarrers Andreas Rudiger in der Kuratiekirche Heiligste Dreifaltigkeit in der Veitshöchheimer Gartensiedlung ein freudiges Ereignis. Rudiger ist Nachfolger des am 30. Juli 2018 tödlich verunglückten Militärpfarrers Martin Klein, an den ein Bild vor dem Altar erinnerte.

Wie der LMD sagte, sei der neue Militärseelsorger "schon etwas angegraut". Dabei ist das Katholische Militärpfarramt Veitshöchheim Rudigers erste Wirkungsstätte bei der Bundeswehr. Zuvor wirkte der Geistliche in der Pfarrei des größten Stadtteils Petershausen der Stadt Konstanz am Bodensee.  

Ernennungsurkunde überreicht

Wagner überreichte ihm im Kreise zahlreicher Zelebranten für seine neue Aufgabe nicht nur Stola und ein Kreuz an einem Kettchen, sondern auch die Ernennungsurkunde zum Militärpfarrer der Bundesministerin für Verteidigung.

Der LMD empfahl Rudiger, bei der Bundeswehr nicht nur auf Sterne zu schauen und dabei die Balken zu vergessen. Erforderlich sei ein Blick für jeden Einzelnen, egal was er auf der Schulter habe.

Militärseelsorge als Ort der Begegnung

Dem Gottesdienst einen besonderen musikalischen Rahmen gab die große Blechbläserbesetzung des Heeresmusikkorps Veitshöchheim unter der Leitung von Hauptfeldwebel Bernhard Müßig mit der erhabenen Hymne "The Gospel Hall" und "Jean-Joseph Mouret – Rondeau".

"Wir haben heute einen besonderen Gottesdienst miterleben dürfen",  betonte der stellvertretende Divisions-Kommandeur Brigadegeneral Michael Podzus beim anschließenden Empfang im Speisesaal Ost der Kaserne. Podzus: "Wir konnten Sie während verschiedener Anlässe bereits kennen und schätzen lernen."

Mit den Worten "Trage dieses Kreuz als Zeichen Deines Dienstes in der Militärseelsorge. Dein Auftrag ist es, Jesus Christus zu verkünden als den gekreuzigten und auferstandenen Herrn in der Kirche" hängte der Leitende Militärdekan Artur Wagner ein Kreuz um den Hals. Foto: Dieter Gürz

Die Militärseelsorge diene sowohl im täglichen Dienst, aber auch in Übung und Einsatz als Ort der Begegnung, des Gesprächs und bei Bedarf auch der Hilfe sowie der Zuflucht für alle Soldaten, aber auch für alle Zivilbediensteten, kurzum für jede Seele, die innere Einkehr, Hilfe oder Geborgenheit suche.

Besonders hob Podzus die seelsorgerische Betreuung der Kameraden im Auslandseinsatz hervor: "Wenn Menschen fernab der Heimat und ihrer Lieben, in ihren Freiheiten eingeschränkt, unter Gefahr für Leib und Leben, unter zum Teil extremen klimatischen Bedingungen ihren Dienst für Frieden und Freiheit leisten, dann ist die seelsorgerische Betreuung nicht hoch genug einzuschätzen."

Verbundenheit zwischen Militärseelsorge und Kirchengemeinde

Bürgermeister Jürgen Götz hieß den Militärpfarrer seitens der politischen Gemeinde herzlich willkommen. Die Militärseelsorge - und dies treffe für beide Konfessionen zu - trage sehr stark dazu bei, das Miteinander von Soldaten der Bundeswehr und Bürgern der Gemeinde zu fördern und zu unterstützen. Durch die vielen Veranstaltungen der Militärseelsorge würden auch viele zivile Mitbürger angezogen, beispielsweise durch die Weihnachtsandachten an der Kasernenwache, die Erntedankgottesdienste, die Soldatenwallfahrten und die Weltfriedenstage im Dom.

Nachdem die Kuratiekirche auch Garnisonskirche für den Standort sei, bestehe eine enge Verbundenheit zwischen Militärseelsorge und katholischer Kirchengemeinde.

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