KLEINRINDERFELD

Neues Ärztehaus prägt Kleinrinderfelds neue Dorfmitte

Das neue medizinische Versorgungszentrum hatte im Vorfeld für viele Diskussionen gesorgt, nun wurde es feierlich eröffnet.
Das neue medizinische Versorgungszentrum hatte im Vorfeld für viele Diskussionen gesorgt, nun wurde es feierlich eröffnet. Foto: Matthias Ernst

Nach nur einem Jahr Bauzeit konnte nun das medizinische Versorgungszentrum und der neue Dorfplatz in „Kleinrinderfelds neuer Mitte“ an die Bevölkerung übergeben werden. Architekt Stephan Haas hatte dafür einen symbolischen Schlüssel aus Brezelteig mitgebracht. Die Mischung aus salzigem Mantel und leicht süßlichem Teig beschrieb die Situation bei der Einweihung sehr gut.

Investition in die Zukunft

Lagen doch Wehmut über den Verlust des eigenen Schulhauses, auf dessen Grund sich das neue Zentrum befindet, und den Gewinn durch den Neubau ganz nah beieinander. Rund 2,7 Millionen Euro hat sich die Gemeinde diese Investition in die Zukunft des Dorfes kosten lassen – eine der größten Investitionen, die die Gemeinde je gestemmt hat.

„Natürlich müssen wir uns in den nächsten zehn Jahren wegen der Tilgung finanziell einschränken“, bezog sich Bürgermeisterin Eva Maria Linsenbreder auf den Kredit von zwei Millionen Euro, den die Gemeinde aufgenommen hatte. Und doch sei man das Risiko eingegangen, um eben der Gemeinde eine Zukunft zu bieten. „Wenn der Arzt geht, dann gehen auch die Menschen“, betonte Landrat Eberhard Nuß in seiner Ansprache und lobte damit die Weitsicht des Kleinrinderfelder Gemeinderates.

Nur 200 000 Euro an Zuschüssen aus dem Landesprogramm der Dorfentwicklung hatte der Freistaat auf Drängen der Vertreter im Landtag, Volkmar Halbleib (SPD) und Manfred Ländner (CSU), gegeben. Besonders Halbleib, der in seinen Grußworten deutliche Worte fand, forderte eine stärkere Unterstützung des ländlichen Raumes.

Die Besucher lobten insbesondere den gelungenen Dorfplatz, der die „neue Mitte“ Kleinrinderfelds werden soll. Mit dem von Kurt Grimm gestalteten Brunnen und der Skulptur eines Nautilus – einer prähistorischen Schnecke – nahm der Künstler Bezug auf die Gegebenheiten in seiner Heimatgemeinde.

Bürgermeisterin Linsenbreder verkündete, dass zukünftig auf diesem Platz einmal in der Woche ein Grüner Markt stattfinden wird, um die Bevölkerung mit frischen lokalen Lebensmitteln zu versorgen. Beginn soll am Freitag, 26. Mai, von 14 bis 17 Uhr sein. Dies wurde sehr wohlwollend aufgenommen, zumal das ganze Projekt von der Zustimmung und dem Besuch der Bevölkerung abhängt. Großen Zuspruch erwarten auch die Mieter des medizinischen Versorgungszentrums: eine Arztpraxis, ein Logopäde, eine Zahnarztpraxis und eine Apotheke.

Den göttlichen Zuspruch und die Segnung gab schon mal Pfarrer Zacharias Nitunga, als er den Komplex und jeden einzelnen Raum segnete. Er fand wie immer die richtigen Worte und die Bürger nahmen sich viel Zeit, um die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen.

Zu den Klängen des Musikvereins Kleinrinderfeld und dank der guten Verköstigung durch den Kleinrinderfelder Karneval Club (KKC) tummelten sich viele Besucher bei schönstem Wetter in der neuen Dorfmitte. Im weiteren Verlauf des Nachmittags übernahm Alleinunterhalter Ralf Ziegler die musikalische Begleitung und so wurde es ein Fest für jedermann.

Zuvor hatte Bürgermeisterin Linsenbreder noch allen am Bau beteiligten Firmen gedankt und ihnen eine schnelle und ordentliche Ausführung attestiert.

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