VEITSHÖCHHEIM

Neues aus der Landesanstalt: 20-Millionen-Projekt offiziell übergeben

Mitten in der Blütenpracht: Am Freitag wurde Anton Magerl (rechts) als Präsident der Landesanstalt in Veitshöchheim in den Ruhestand verabschiedet. Nach dem Festakt begab sich die geladene Prominenz, unter anderem die Fränkische Weinkönigin Melanie Dietrich, auf einen kleinen Rundgang. Begleitet wurde sie vom scheidenden Präsidenten und Dr. Hermann Kolesch (links), der die Landesanstalt bis zum Eintreffen des neuen Präsidenten im November leiten wird.
Mitten in der Blütenpracht: Am Freitag wurde Anton Magerl (rechts) als Präsident der Landesanstalt in Veitshöchheim in den Ruhestand verabschiedet. Nach dem Festakt begab sich die geladene Prominenz, unter anderem die Fränkische Weinkönigin Melanie Dietrich, auf einen kleinen Rundgang. Begleitet wurde sie vom scheidenden Präsidenten und Dr. Hermann Kolesch (links), der die Landesanstalt bis zum Eintreffen des neuen Präsidenten im November leiten wird. Foto: Norbert Schwarzott

Seinen letzten Arbeitstag hatte am Freitag Anton Magerl, Präsident der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim. Weil die LWG direkt dem Bayerischen Landwirtschaftsministerium unterstellt ist, kam Minister Helmut Brunner persönlich zu Magerls Verabschiedung in den Ruhestand, um Neues aus der Anstalt, wie die Einrichtung intern genannt wird, zu verkünden. Musikalisch gestaltet wurde die Feierstunde denn auch von der hauseigenen Kapelle „Anstaltsblech“.

Der zweite Anlass für Brunners Besuch war die offizielle Übergabe der Neubauten des Zierpflanzen-Versuchsbetriebs und des Analytik-Gebäudes. Rund 20 Millionen Euro hat sich der Freistaat Bayern diese Zukunftsinvestition kosten lassen. Das zeige, dass die Staatsregierung daran festhalte, den Ruf der LWG als bundesweit renommierte Forschungs- und Beratungseinrichtung zu festigen. „Der Standort ist uns lieb und teuer“, sagte Brunner eindeutig doppeldeutig.

Spontaner Beifall kam auf, als Brunner den früheren Landtagsabgeordneten Manfred Ach begrüßte. Der habe als Vorsitzender des Haushaltsausschusses die Weichen für das jetzt Erreichte gestellt.

Bei den Baumaßnahmen wurde Wert auf hohe Umwelt- und Energiestandards gelegt, beispielsweise durch den Einsatz von Anlagen zur Wärmerückgewinnung, Photovoltaik und Energieschirmen. Im neuen Zierpflanzenbetrieb sorgt ein ausgeklügeltes Regenwasser-Management mit Zisternenanlage für eine Ressourcen schonende Bewässerung.

Schwerpunkt des Zierpflanzen-Versuchsbetriebs bleibt die Erprobung neuer Arten und Sorten. Die Ergebnisse würden an Erwerbs- und Freizeitgärtner, Verbraucher und Studierende der Fach- und Technikerschule weitergegeben.

In den Labors erarbeiteten die Mitarbeiter biologische und chemisch-analytische Grundlagen. Damit sei das Fachzentrum Analytik für die Qualität und Reputation der Forschungsergebnisse mitverantwortlich.

Mit all ihren Einrichtungen sei die LWG „ein Kompetenzzentrum in besonderer Weise“, sagte Brunner und leitete auf die Verabschiedung von Präsident Anton Magerl über, dessen Lebenslauf er in kurze Worten schilderte: In Niederbayern geboren, in Oberbayern studiert, in Franken die berufliche Laufbahn beendet – kurzum: „Ein echter Bayer.“

Der Minister bezeichnete ihn als „Allrounder“, der präsentieren, vermitteln und abwägen kann. Seine Amtszeit als Präsident sei alles andere als geruhsam gewesen. Neben den Neubauten in Veitshöchheim mussten weitere Projekte begleitet werden, unter anderem die Errichtung der Gewächshäuser in Bamberg.

Sein Anliegen sei es gewesen, die LWG für die Zukunft gut aufzustellen. „Das Erreichte muss Sie in der Stunde des Abschieds mit Freude und Stolz erfüllen“, lobte er Magerl, der seit Mai 2008 die LWG geleitet hat. Als Zeichen seiner Wertschätzung überreichte Brunner dem 65-Jährigen den Großen Bayerischen Löwen.

Die Lobesworte gab Anton Magerl an seine Mitarbeiter weiter. Spannend und interessant sei seine Aufgabe gewesen: „Die LWG durfte ich nicht nur erleben, sondern miterleben“. Er wünschte der Anstalt für die Zukunft ausreichend Haushaltsmittel und Mitarbeiter – um sich dann wie Hape Kerkeling zu verabschieden: „Ich bin dann mal weg.“

Neues Ambiente: Zwei neue Gebäude sind in der Landesanstalt entstanden, im Vordergrund der Zierpflanzen-Versuchsbetrieb, dahinter das Fachzentrum Analytik.
Neues Ambiente: Zwei neue Gebäude sind in der Landesanstalt entstanden, im Vordergrund der Zierpflanzen-Versuchsbetrieb, dahinter das Fachzentrum Analytik. Foto: Norbert Schwarzott

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