WÜRZBURG

Nicht ganz alltäglich: eine Beerdigung im Kiliansdom

Karl Hillenbrands Grab im Kreuzgang des Kiliansdomes
Es war ein großer Schock für das Bistum Würzburg: In der Nacht zum Samstag, 22. November, ist Domkapitular und Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand völlig überraschend gestorben.Der Sarg mit dem Verstorbenen wird ab Donnerstag, 27. November, 17 Uhr, in der Sepultur des Kiliansdoms aufgebahrt.

Gläubige können sich dann am Sarg von dem beliebten Seelsorger verabschieden. Das Requiem für Karl Hillenbrand wird am Samstag, 29. November, um 11 Uhr im Kiliansdom gefeiert. Die Beisetzung im Domkreuzgang schließt sich an.

Fotoserie

Zum Tod von Karl Hillenbrand

zur Fotoansicht


Die Verantwortlichen rechnen mit einer vollen Kirche. „Wir haben schon viele Anfragen aus dem In- und Ausland“, bestätigt Bistumssprecher Bernhard Schweßinger. Das Requiem ist natürlich für Jedermann zugänglich im größten Gotteshaus der Diözese.

Nur wenige Plätze sind reserviert für die Angehörigen und für Priester. Der Großteil der Sitzplätze – es gibt 1300 – und der Stehplätze sind also frei verfügbar.   

Der Kiliansdom öffnet seine Pforten am Samstag ab 9 Uhr. Ein Ordnungsdienst und Mitarbeiter des Malteser Hilfsdienstes sorgen für Sicherheit.

Der Sarg mit Hillenbrand wird während des Requiems vor dem Altar aufgebahrt. Danach wird er in den Kreuzgang zur Beerdigung gerollt. Dort sind dann Mitglieder des Domkapitels und die Angehörigen dabei. Dombesucher verfolgen das Geschehen erst einmal über die Lautsprecher und können später im Kreuzgang Abschied nehmen.

Es gibt nicht viele Beerdigungen im Bereich des Kiliansdomes. Die Grabstätten sind den Bischöfen, Weihbischöfen und den Mitgliedern des Domkapitels vorbehalten.

So findet Hillenbrand seine letzte Ruhestätte neben Domkapitular Wilhelm Heinz, der im November 2013 starb. Genau wie bei dessen Beerdigung wird die Bodenplatte entfernt. Das geschieht am Donnerstag, 27. November. Bis zur Beerdigung am Samstag bringen Steinmetze die Inschrift an.

Der Sarg wird in die Grabkammer abgelassen, ein erster Deckel daraufgelegt. Dann wird die Grabkammer mit Quarzsand verfüllt, die endgültige Platte aufgesetzt und alles wird aus Hygienegründen abgedichtet.
Der Dom ist als Begräbnisstätte hierarchisch aufgeteilt. Bischöfe aus alten Zeiten fanden ihre Ruhestätte meist im Boden des Mittelschiffes.

Bischof Josef Stangl war der erste und bisher einzige, der in der Krypta unter dem Altar beigesetzt wurde. Er starb 1979. In der Krypta sind noch neun Bischofsgräber frei.

Bis vor wenigen Jahren wurden Weihbischöfe und Domkapitulare in der Sepultur bestattet. Dort sind jetzt noch zwei Grabstellen leer. Sie sind  ausschließlich den Weihbischöfen vorbehalten. Von den 24 Gräbern im Kreuzgang sind demnächst dann drei besetzt.

Am Donnerstag zwischen 17 und 21 Uhr sowie am Freitag, 28. November, von 9 bis 19 Uhr, haben Besucher die Gelegenheit, sich am Sarg von Hillenbrand zu verabschieden. Am Donnerstag um 19 Uhr betet Dompropst Weihbischof Ulrich Boom in der Sepultur des Doms den Totenrosenkranz für den Verstorbenen.
Auf der Bistumshomepage ist ein virtuelles Kondolenzbuch eingerichtet.

Schlagworte

  • Aufbahrung
  • Beerdigungen
  • Bistum Würzburg
  • Domkapitel
  • Generalvikare
  • Karl Hillenbrand
  • Weihbischöfe
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!