Würzburg

Nichts rührt sich mehr am Volksgarten

Jahrzehnte lang strömten die Würzburger bei schönem Wetter in den Volksgarten im Steinbachtal. Seit 2012 ist das Lokal geschlossen. Und die Zukunft ist weiter ungewiss.
Das war einmal der Volksgarten - ein beliebtes Ausflugslokal im Steinbachtal. Seit 2012 sind das Lokal und der Biergarten geschlossen. Foto: Stefan Pompetzki

Einst war der Volksgarten im Steinbachtal eines der beliebtesten  und meist besuchten Ausflugslokale in Würzburg. Das 1901 eröffnete Traditionslokal war vor allem wegen seines lauschigen Biergartens mit großen alten Kastanienbäumen ein attraktives Ziel. Doch dann gab es Probleme mit Nachbarn, die sich durch die Geräuschkulisse des Biergartens in ihrer Ruhe gestört sahen. Der Volksgarten wurde schließlich im Jahr 2012 geschlossen. Und das ist er bis zum heutigen Tag. Dass er als gastronomischer Betrieb noch einmal "aufersteht", scheint allerdings ausgeschlossen zu sein. 

2015 fiel ein Investor mit seinen Plänen durch 

Im Jahr 2015 schien Bewegung in die Sache zu kommen, als ein Investor, der das Grundstück gekauft hatte, Pläne für eine Neubebauungvorlegte. Demnach sollte das bestehende Gaststättengebäude abgerissen werden. Die im Hintergrund stehenden denkmalgeschützten Pavillons sollten durch entsprechende Einbauten zu Wohnungen umgestaltet werden. Im Vorderbereich an der Straße waren zwei große dreistufige Baukörper geplant, in denen 13 Wohnungen untergebracht werden sollten. Die Kommission für Stadtbild und Architektur (KOSA), konnte sich mit diesen Ideen überhaupt nicht anfreunden, insbesondere hielten die KOSA-Mitglieder eine Nutzung der Pavillons als Wohnungen für nicht realisierbar. Der Kommentar des damaligen Baureferenten Christian Baumgart: "So funktioniert das nicht."

So wollte im Jahr 2015 ein Investor das Volksgarten-Areal bebauen. Doch diese Pläne ließen sich nicht realisieren.  Foto: Architekturbüro Haas

Weitere Zukunft des Volksgartens ist völlig offen

Nach diesem Reinfall stellte der Investor einige Monate später eine verkleinerte Variante vor: Nur noch fünf statt 13 Wohnungen, ein Neubau anstelle des nicht mehr nutzbaren Gasthauses und Erhalt des ehemaligen Biergartenbereiches. Doch auch dieses Projekt scheiterte.Denn der Eigentümer hat den Kaufvertrag mit dem Investor gekündigt. Der Grund: Dieser wollte nämlich nur diejenigen Flächen erwerben, die für sein Bauvorhaben notwendig gewesen wären, der Eigentümer wäre auf der Restfläche sitzen geblieben. Der Eigentümer erklärte im Dezember 2015 gegenüber dieser Redaktion, dass es keine weiteren Interessenten gebe.

Eine Anfrage dieser Redaktion bei der Stadt Würzburg in diesen Tagen ergab, dass aktuell seitens des Eigentümers oder einer anderen Person, keinerlei Anfragen oder Anträge bezüglich des Volksgartens vorlägen. Die Zukunft des einst so beliebten Ausflugslokals bleibt also vorerst weiter ungeklärt.

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