Güntersleben

Noch immer keine Spur von Kater Luna

Berichte über Katzen, die in Güntersleben verschwanden oder verstümmelt zurückkehrten, sorgten  für Aufregung. Auch zehn Wochen später bleibt Kater Luna verschwunden.
Kater Luna bleibt weiterhin verschwunden.  Foto: Jessica Günauer

Berichte über mehrere Katzen, die innerhalb eines kurzen Zeitraums verschwanden oder verstümmelt zurückkehrten, haben für einige Aufregung in Güntersleben gesorgt: Nachdem sich Jessica Grünauer und ihre Mutter Janin an die Öffentlichkeit gewandt hatten, haben sie viele Rückmeldungen und Hilfsangebote bekommen. Auch überregional hat das rätselhafte Katzenverschwinden für Aufsehen gesorgt. Der Bayerische Rundfunk und der Privatsender RTL sind auf das Thema aufmerksam geworden und haben berichtet. Nur Kater Luna bleibt auch nach zehn Wochen weiterhin verschwunden. "Die Hoffnung stirbt als letztes", sind die beiden Katzenfreunde immer noch zuversichtlich, dass die Geschichte zu einem glücklichen Ende kommen kann.

Für die beiden war es dennoch die richtige Entscheidung, ihre Befürchtungen nach außen zu tragen. "Die Leute sind wachgerüttelt worden und schauen aufmerksamer auf das, was um sie herum geschieht", sagt Mutter Janin. Immer wieder hätten sie Leute angesprochen. Auch bei ihrer Arbeit im Bürgerservice der Gemeinde. Ein Plakat von Tasso, dem Suchdienst für Tiere, bei dem auch Luna registriert war, hat sie immer auf dem Schreibtisch, um auf die Organisation hinzuweisen. Einen guten Hinweis hatte eine Familie aus Rupprechtshausen, die eine streunende Katze in der Scheune als den zweijährigen Kater erkannt hatte.

Noch keine Entwarnung

Doch: Fehlanzeige. Die eingefangene Katze sah dem Kater nur sehr ähnlich. Der Kater könnte auch überfahren worden sein. Dann wären sie dankbar, wenn der Fahrer den Mut aufbrächte, sich zu melden. "Dann wüssten wir wenigstens, was geschehen ist."

Entwarnung wollen sie darum derzeit nicht geben. Vielmehr gibt es eine weitere Katze, die von einem Ausflug verwundet zurückgekehrt ist: Vor etwa zwei Wochen ist die Katze einer Familie aus dem Baugebiet "Platte" mit zerschnittener Pfote nach Hause gekommen. Eine Woche später war auch die zweite Pfote zerschnitten. "Was mögen das für Menschen sein, die Tieren so etwas antun", fragt sich Janin und erinnert an Berichte über Tierquäler, die etwa an Kühen oder Pferden ihrem Verlangen nach Gewalt freien Lauf lassen. "Vielleicht konnten wir etwas helfen, dass anderen Katzen so etwas erspart bleibt", sagt sie.

Übertriebene Angst wäre falsch

Sie hat selber noch zwei weitere Katzen zu Hause, ebenfalls wie Luna aus dem Tierheim, die Tochter zwei Straßenhunde aus Bulgarien, die sie aufgepäppelt hat. Übertriebene Angst wäre jedoch falsch, finden sie. "Die beiden Katzen machen Aufstand, wenn sie nicht raus dürfen, zoffen sich und sind einfach unleidlich", erzählt sie. Alles andere habe mit artgerechter Haltung nichts zu tun. Dazu gehöre, dass sie täglich Freilauf haben und auch mal mit einer gejagten Maus oder einem Vogel nach Hause zurückkehren dürfen. "Eine Stubenkatze wollten wir nie haben", sind sich Mutter und Tochter einig.

Für die Polizei ist es weiterhin schwierig, tätig zu werden. Sie müsste gegen "Unbekannt" ermitteln. "Wir haben derzeit keine Anhaltspunkte für eine Straftat", erklärt Polizeihauptmeister Philipp Hümmer. Konkrete Hinweise und ungewöhnliche Beobachtungen könnten jedoch weiterhelfen.

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