Würzburg

Noch keine Lösung für die Zeller Straße

Blick auf die Fahrbahnverengung Zeller Straße in Würzburg, die in die Dreikronenstraße mündet. Ein Leser kann die recht neue Verkehrsführung nicht nachvollziehen. Foto: Patty Varasano

Das Thema Zeller Straße ist noch nicht vom Tisch. Zwar hat der Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss des Stadtrates am späten Dienstagnachmittag den Antrag der ÖDP-Fraktion, die Straße zur Einbahnstraße zu machen, im Rat nach eingehender Diskussion abgelehnt, einer abgeänderten Version des Antrages wurde dann aber einstimmig  zugestimmt.

Ursprünglich wollte die ÖDP, wie bereits berichtet, dass die Verwaltung die Möglichkeit prüfen solle, wie und in welchem Bereich die Zeller Straße ab oder bis zur Einmündung der Burkarder Straße in eine Einbahnstraße umgewandelt werden könne. Als Begründung wurde genannt, die Straße sei eine der Straßen der Stadt mit der höchsten Luftschadstoffbelastung. Ebenso komme es seit Beginn der Arbeiten an der Radachse Zellerau und der damit verbundenen Vergrößerung des Platzbereiches am Beginn der Zeller Straße/Ecke Saalgasse/Dreikronenstraße zu Rückstaus und einer noch schlechteren Verkehrssituation.

"Wenn wir den Antrag nur ablehnen, statt nach Lösungen zu suchen, ist das für niemanden befriedigend."
Christine Bötsch - CSU-Fraktionsvorsitzende

Da Neuregelungen nicht zu Lasten des Radverkehrs gehen dürften, bleibe nur die Einbahnstraßen-Regelung, hatte ÖDP-Fraktionsvorsitzender Raimund Binder im Antrag im Namen seiner Fraktion argumentiert. Zudem bringe diese Regelung für alle Anwohner eine Entlastung.

Dem widersprach Stadtbaurat Benjamin Schneider in der Sitzung. Die Verteilung der rund 8000 Fahrzeuge, die sich täglich durch die Zeller Straße bewegen würden, auf die Luitpoldt- und  Dreikronenstraße, brächte dort deutliche Verschlechterungen und noch größere Rückstaus mit sich. Gerade an der Kreuzung der beiden Straßen an de Friedensbrücke würde dies der Straßenbahn große Probleme bereiten, so Schneider.

Während die Zellerauer CSU-Stadträtin Sonja Buchberger die Befahrbarkeit der Straße in beide Richtungen als Durchgangstraße für unverzichtbar hielt, forderte Karin Miethaner-Vent, die Verkehrsverhältnisse dort noch einmal zu überprüfen. Wolfgang Baumann (ZfW) sagte, es müsse ein Weg gefunden werden, eine Spur zu beruhigen, alleine schon aus Sicht des Sicherheitsaspekts für die Radfahrer und die Schüler des Deutschhaus Gymnasiums. Auch Christine Bötsch (CSU) meinte, "wenn wir den Antrag nur ablehnen, statt nach Lösungen zu suchen, ist das für niemanden befriedigend." Die Einrichtung einer Einbahnstraße sei nicht das alleinige Mittel, es müssten die Verkehrsströme betrachtet und untersucht werden.

Nachdem  Ausschussmitglied Heinz Braun sich im Namen der ÖDP-Fraktion dazu bereit erklärte, den Antrag dahingehend abzuändern, dass die Verwaltung aufzeigen solle, welche Möglichkeiten der Verkehrsverbesserung in der Zeller Straße es unter Offenhaltung aller Optionen gebe, wurde man sich einig. Der Antrag in der ursprüngliche Formulierung wurde abgelehnt, der neu formulierte einstimmig angenommen. Jetzt will Stadtbaurat Benjamin Schneider zuerst die Untersuchungen vorstellen, aufgrund derer die Verwaltung die Ablehnung des ursprünglichen Antrags vorgeschlagen hatte.

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