Estenfeld

Noch mehr Vielfalt im politischen Estenfeld

Der Gründungsvorstand des Ortsverbandes "Die Grünen" in Estenfeld: (von links) Holger Schweitzer, Steffen Ritzer (beide Beisitzer), Julia Klafke-Fernholz, Thomas Herr (beide Vorsitzende) und Irina Wenzel (Beisitzerin). Foto: Guido Chuleck

Die politische Landschaft in Estenfeld ist um eine Farbe reicher: Grün. In der Gaststätte "Hasenkühli", dem Vereinsheim des Kleintierzüchtervereins, gründete sich am Freitagabend der mittlerweile 14. Ortsverband der "Grünen" im Kreisverband Würzburg-Land. An der Spitze stehen für die nächsten zwei Jahre die gleichberechtigten Vorsitzenden Julia Klafke-Fernholz und Thomas Herr. Ihnen zur Seite stehen die drei Beisitzer Irina Wenzel, Steffen Ritzer und Holger Schweitzer. Zum Start verfügen die "Grünen" im Ortsverband Estenfeld nun über sieben Gründungsmitglieder und die Estenfelder nach CSU, SPD, UWG und EinS (Estenfeld in Schwung) über die fünfte politische Gruppierung.

35 Personen wollten sich die Gründung der Grünen in Estenfeld nicht entgehen lassen. Mit so vielen Interessierten, sagten unabhängig voneinander die Kreisvorsitzenden Irina Hönig und Sven Winzenhörlein, hätten sie nicht gerechnet. Auch die "Taufpaten" der Gründung waren durchweg begeistert: Bezirksrat Gerhard Müller und die Landtagsabgeordneten Kerstin Celina und Patrick Friedl. Sie wurden nicht müde, die flache Hierarchie im Vorstand zu loben: zwei gleichberechtigte Vorsitzende plus mindestens zwei Beisitzer ohne die klassische Aufteilung in Vorsitzender, Kassier und Schriftführer.

Bewerber erklärten ihre Motivation

Bei den jeweiligen Vorstellungen umrissen die Bewerber um die Ämter ihre Beweggründe, zu den Grünen gegangen zu sein. Auffällig oft tauchte das Thema "Kartause" auf, was im gesamten Ort eine "große Aufgabe für die nächsten 20, 25 Jahre sein wird", so beispielsweise Thomas Herr. Er fühle sich als Zugereister seit zwölf Jahren in Estenfeld sehr wohl, "und es wäre schön, wenn sich meine beiden Töchter auch in 25 Jahren hier noch wohl fühlen können".

Das Geburtstagskind Julia Klafke-Fernholz war über einen privaten Kontakt mit Patrick Friedl, dem direkt in den Landtag gewählten Kandidaten aus Würzburg, zu den Grünen gekommen. "Wir leben stadtnah auf dem Land, und hier sind noch ganz tolle Sachen möglich", umriss sie ihre Motivation. Auch die Beisitzer äußerten sich ähnlich: Holger Schweitzer sieht auch "viele Themen, wo wir was machen können", und Steffen Ritzer ist der Ansicht, "dass uns alle grüne Politik angeht" und verwies beispielsweise auf "fehlende Radwege". Irina Wenzel hatte sich, nachdem sie durch den Flyer in ihrem Briefkasten zur Einladung der Gründung neugierig geworden war, spontan in der Versammlung bereit erklärt, Beisitzerin werden zu wollen. "Wir haben genug Baustellen in Estenfeld, da will ich mitarbeiten", sagte sie.

Unterstützung des Kreisverbandes

Zu tun gebe es in der Tat genug: Neben dem "Dauerauftrag Kartause" dürfen sie sich zum Beispiel auch zur Entwicklung der Kinderbetreuung, dem wahrscheinlichen Neubau der Grundschule oder auch dem Dauerbrenner "Öffnung der Wilhelm-Hoegner-Straße zur Würzburger Straße" annähern. Bei allen politischen Themen dürfen sie auf tatkräftige Unterstützung des Kreisverbandes setzen, wie deren beide Vorsitzende unterstrichen.

Unterstützung signalisierten auch die anwesenden Vertreter der SPD (Joachim Sadler), der UWG (Ralf Eberhardt) und der ebenfalls noch sehr jungen Gruppierung "EinS" (Jochen Jörg). Die eingeladene Bürgermeisterin Rosi Schraud (für die CSU) war verhindert. Gleichlautend hießen die übrigen drei die "Grünen" willkommen. Joachim Sadler war nach eigenem Bekunden nicht nur neugierig auf die neuen Gesichter, sondern wollte schauen, "wie die Arbeit dann im Gemeinderat aussieht". Man stehe als Gemeinderat "am Ende der politischen Nahrungskette, da geht die Arbeit nur miteinander". Ralf Eberhardt sieht eine "Ergänzung in der politischen Arbeit", und Jochen Jörg lotete im Nachgang zur Versammlung schon mal "erste Schnittmengen" aus.

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