Ochsenfurt

Ochsenfurt: Parken, feiern und verweilen vor der TVO-Halle

Die Neugestaltung des Areals zwischen Sporthalle und Mainuferstraße geht weiter. Dabei wird auch fast vergessene Stadtgeschichte wieder sichtbar gemacht.
Die Gestaltung des Areals zwischen TVO-Halle und Centturm in Ochsenfurt schreitet zügig voran. Verantwortliche von Stadt und TV Ochsenfurt trafen sich an der Baustelle.
Die Gestaltung des Areals zwischen TVO-Halle und Centturm in Ochsenfurt schreitet zügig voran. Verantwortliche von Stadt und TV Ochsenfurt trafen sich an der Baustelle. Foto: Claudia Schuhmann

Steffen Krämer frohlockt: Die Crowdfunding-Aktion des TV Ochsenfurt sei ein Erfolg gewesen, sagt der Vorsitzende beim Pressetermin vor der Halle. Zwar ist die Aktion nicht Anlass des Treffens, aber sie hat damit zu tun. Nachdem die Stadt Ochsenfurt gemeinsam mit dem Verein die Gestaltung des Areals zwischen TVO-Halle und Centturm geplant hatte, gehen die Arbeiten dort jetzt weiter. Im Zuge dessen richtet der Verein unter anderem auch gleich seine marode Eingangstreppe her, und dafür ist das Geld aus der Crowdfunding-Aktion gedacht.

Bürgermeister Peter Juks will die Neugestaltung als Teil der Gesamtmaßnahme Stadtgraben verstanden wissen. Dieses "Karree", wie er sagt, herzurichten und attraktiv zu machen, habe sich die Stadt vor sechs Jahren vorgenommen. "Jetzt sind wir etwa bei der Hälfte". resümiert der Bürgermeister und zählt auf, was schon fertig ist: der neue Spielplatz im westlichen Stadtgraben, die Bühne vor dem Schlössle samt Brückenschoppen, und der Erwerb der Trasse der Mainländebahn durch die Stadt sei auch gelungen.

Ein Platz zum Verweilen

Das Gelände vor der TVO-Halle ist der nächste Baustein. Vor Weihnachten sei der Tiefbau gemacht worden, so Juks weiter. Inzwischen ist schon ungefähr erkennbar, was aus dem Platz werden soll. Der beauftragte Planer Marcus Viebahn, selbst TVO-Mitglied und damit in einer Doppelfunktion an dem Projekt beteiligt, erklärt die Details. "Vor der Treppe entsteht ein Platz zum Verweilen", sagt er. Vier im Karree angeordnete Bäume kommen dort hin, sowie feste und mobile Sitzgelegenheiten. Gestaltet wird das Ganze mit einem Betonpflaster in Natursteinoptik.

An diesen Platz schließt sich der Parkplatz des TVO mit 16 Stellplätzen an. Das Pflaster ist versickerungsfähig, nur die Fahrgasse wird asphaltiert. Weiter in Richtung Main folgt eine Stützmauer aus alten Brückenmauersteinen. An der Stadtmauerseite entstehen sechs Anliegergärten zwischen den beiden alten Stadtmauern. Die vordere dieser Mauern lag lange im Verborgenen, nämlich etwa einen halben Meter unter der Erdoberfläche, und war deshalb gar nicht bekannt. Ihren Verlauf wird künftig ein gepflasterter ebenerdiger Streifen markieren.

"Über die Jahrzehnte hinweg hat die Halle auch die Funktion einer Stadthalle übernommen."
Frank Lindemann, TVO-Mitglied

Bis zur Mainuferstraße hinunter soll eine Obstwiese entstehen, mit Apfel- und Kirschbäumen. 22 öffentliche Parkplätze grenzen an die Fahrgasse an, zur Grünfläche hin wird der Rad- und Fußweg angelegt. Am Centturm soll es weitere Aufenthaltsflächen mit Bänken und Infotafeln geben. Welches Thema auf den Tafeln behandelt wird, steht Marcus Viebahn zufolge noch nicht fest. Centturm und Hirtenhaus sollen in der Nacht effektvoll beleuchtet werden, darüber hinaus wird noch eine ganz normale Straßenbeleuchtung installiert. Auch das eine oder andere Fest könne auf dem Areal stattfinden, ergänzt Stadtbaumeister Jens Pauluhn.

Für Autos sind die Halle und der Parkplatz nur noch über eine zweispurige Straße von der Mainuferstraße her erreichbar. In die alte Zufahrt kommt ein Pfosten, sagt Juks, so dass nur noch Fußgänger und Radfahrer direkt auf diesem Weg an die B 13 kommen.

Noch keine Angebote für die Treppensanierung

Frank Lindemann, seit langen Zeiten beim TVO engagiert, erinnert beim Pressetermin an die Geschichte von Halle und Vorplatz. 1925 sei die Turnhalle mit dem Turnplatz davor gebaut worden, erzählt Lindemann. "Dafür, dass das damals eine schlechte Zeit war, steht die Halle heute noch gut da", freut sich Lindemann. Schon damals sei das Areal eine "Event-Meile" gewesen.  Und: "Über Jahrzehnte hinweg hat die Halle auch die Funktion einer Stadthalle übernommen."

Ideen zum Umbau der TVO-Halle und zur Umgestaltung des Vorplatzes habe es bereits in den 1990er Jahren gegeben, so Lindemann weiter. Im Jahr 2000 wurde die Halle für 1,5 Millionen DM umgebaut, und kurz vor dem Neubau der Neuen Mainbrücke nutzte der Verein die Chance zur Sanierung des Hallendachs.

Steffen Krämer kommt noch einmal auf die Crowdfunding-Aktion zu sprechen, bei der das Ziel von 10 000 Euro an Spendengeldern sogar überboten wurde. 858 Unterstützer haben je mindestens fünf Euro gespendet, insgesamt kamen sogar 12 560 Euro zustande. Angebote für die Treppensanierung seien zwar noch keine eingeholt worden, sagt Planer Viebahn. Aber es gibt ermutigende Nachrichten: Im Kern sei die Treppe noch gut, nur der Oberbelag aus Naturstein müsse erneuert werden.

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