GAUKÖNIGSHOFEN

Ochsenfurter Jäger erlegen 19 Füchse

Den so genannten Fressfeinden von Feldhasen, Rebhühnern, Fasanen und Wildenten wie Marder, Rabenvögel und vor allem den Füchsen ans Fell gingen die Jäger der Kreisgruppe Ochsenfurt.
Letztes Halali: Mit dem Verblasen der Strecke durch die Bläsergruppe ging für die Mitglieder der Kreisgruppe Ochsenfurt die Fuchs- und Raubwildwoche zu Ende.
Letztes Halali: Mit dem Verblasen der Strecke durch die Bläsergruppe ging für die Mitglieder der Kreisgruppe Ochsenfurt die Fuchs- und Raubwildwoche zu Ende. Foto: HANNELORE GRIMM

Die schon traditionelle Fuchs- und Raubwildwoche ist laut dem Vorsitzenden Gerhard Klingler eine tragende Säule in der Niederwildhege. Trotz der durch die fehlende Schneedecke schlechten Voraussetzungen, kamen den Waidleuten in 13 Revieren 19 Füchse, drei Steinmarder und zwei Iltisse vor die Büchse.

Mit dem Hörnerklang der Bläsergruppe wurde die neben dem Café Zehnter ausgelegte Strecke waidgerecht verblasen. Wie Klingler den Teilnehmern – darunter der Kreisvorsitzende des Bayerischen Bauernverbands (BBV) Hermann Brell (Bütthard) – erläuterte, sind zahlreiche Bodenbrüter wie die Wiesenweihe regelrecht auf die Hilfe der Jäger angewiesen.

Nach den Ausführungen des Vorsitzenden hat sich das Aufkommen von Feldhasen im Landkreis Würzburg in den vergangenen 36 Jahren um 70 Prozent verringert. In diesem Zeitraum habe sich die Anzahl der Füchse verdreifacht.

Rapide eingebrochen seien auch die Bestände der Rebhühner, auf deren Bejagung die meisten Revierinhaber freiwillig verzichten. Der Jagdfasan habe sich, bis auf einige inselartige Rückzugsgebiete nahezu völlig aus den Fluren im Ochsenfurter Gau verabschiedet. Bei den Füchsen, den Fressfeinden Nummer eins, ist durch die Immunisierung der Tollwut vor rund 30 Jahren die Besatzdichte ständig angestiegen.

„Reinecke“, wie der Fuchs mit dem Fabelnamen heißt, habe keine natürlichen Feinde mehr. Ohne Bejagung, so Klingler, würde sich bei den Füchsen eine Überpopulation entwickeln die sich folgenschwer auf die Niederwildbestände auswirkt.

Bei den Rabenvögeln wie Krähen und Elstern gibt es, wie Klingler ausführt, eine starke Vermehrung zu verzeichnen. Die Nesträuber ernähren sich mit Vorliebe vom gefiederten Nachwuchs und verschmähen auch junge Hasen nicht.

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