Kist

Oma Lioba bringt vieles durcheinander

Oma Lioba schaut nur erstaunt, als ihr Enkel Bernd vor seiner Freundin Steffi durch die Luft fliegt. Foto: Matthias Ernst

Seit nunmehr zehn Jahren setzt die Theatergruppe Kist Fränkische Volksbühne die Tradition des Laientheaters in der Gemeinde fort. Die Truppe unter der Leitung von Heinz Krämer hat sich in all den Jahren ein treues Publikum erarbeitet, das jedes Jahr nur darauf wartet im Pfarrheim bestens unterhalten zu werden.

Zum kleinen Jubiläum, das zeitgleich mit dem zehnjährigen Jubiläum des Umbaus des Dorfplatzes in Kist stattfindet, hatte man sich mit dem Stück: "Das After-Show Dorffest" von Erich Koch ausgesucht.

Zur Premiere war der Autor selbst gekommen, um zu sehen , was die Kister aus seiner Vorlage gemacht hatten. Um es vorwegzunehmen, Koch war voll des Lobes über die Aufführung und die zusätzlichen Elemente, die Krämer speziell für die Kister Aufführung dazu geschrieben hatte. Dem Publikum gefiel das Stück ebenfalls, wie die stehenden Ovationen am Ende zeigten. Schon während des Spiels um Bürgermeister Manfred (Markus Mager) und dessen Idee für ein Dorffest gab es Szenenapplaus bei fast jedem Auftritt.

Das Stück ist nicht einfach zu spielen, doch Krämer hatte die Figuren perfekt an seine Gruppe angepasst. Oma Lioba (Annemarie Göbel) war ebenso eine Topbesetzung, wie Manfreds Frau Irma (Anette Rehbein) und deren Freundinnen Luzia (Eileen Meining), Claudia (Maria Bamberger) und Irene (Bianca Meining).

"Auch in Laienspielern stecken tolle Schauspieler."
Heinz Krämer, Regisseur

Und auch die Männerrollen mit dem Chef der Musikkapelle Helmut (Heribert Schmitt), dem Kommandanten der Feuerwehr Helmut (Niels Hemmerich) und dem Chef des Männergesangsvereins Helmut (Heinz Krämer) waren perfekt besetzt.

Mit Liebe zum Detail wurde die Aufführung vorbereitet und die Mühe hatte sich offensichtlich gelohnt. Mit dazu bei trug auch das Bühnenbild und die Ausstattung, für die Ottmar und Annemarie Göbel verantwortlich zeichnen.

Hinreißend gespielt von Heinz Schrauth wurde die Figur des Psychologen Eduard, der seiner Jugendliebe und Irmas Schwester Cäcilia (Ulrike Ziegler) nachstellt. Ziegler war erstmals bei der Truppe dabei und sprang kurzfristig für die erkrankte Claudia Diegel ein, die sonst immer auf der Bühne steht.

Innerhalb von nur drei Wochen paukte sich Ziegler die Rolle ein und machte ihre Sache prächtig. Da halfen ihr die anderen Ensemblemitglieder tatkräftig, bekannte sie. Ihr mache es riesigen Spaß bei der Theatergruppe Kist mitzuspielen.

Die jugendlichen Liebhaber Bernd (Nico Schneider) und Steffi (Verena Hedtstück) bereicherten das Stück mit vielen Verwechslungen und Irrungen, die hauptsächlich durch Oma Lioba verursacht werden. Oma Lioba behält zwar alles, bringt aber vieles durcheinander.

"Auch in Laienspielern stecken tolle Schauspieler", sagte ein stolzer Regisseur am Ende des Stückes, "doch erst mit dem Publikum lebt das Stück".

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