RIEDEN

Ortsbildprägende Gebäude nun beschildert

Am historischen Rathaus in Rieden wurde natürlich auch eines der 19 Schilder für ein besonderes Objekt im Dorf angebracht. Von links: Hans Georg Rüth, Gerd Haderlein, Willi Pfeuffer, Ralf Veigel, Bürgermeister Bernd Schraud und Horst Leuther. Vom Arbeitskreis fehlen Maria und Jos... Foto: Irene Konrad

Sicherlich haben es die Besucher des großen Jubiläumsfestes Anfang Oktober anlässlich der ersten urkundlichen Erwähnung des Dorfes Rieden vor 875 Jahren entdeckt: Etliche ortsbildprägende Gebäude, Bildstöcke, Denkmäler oder Plätze sind nun beschildert. Das Gemeinschaftswerk hat ein wenig gedauert, ist nun aber bestens geglückt.

Vor sechs Jahren, im November 2011, hatte Willi Pfeuffer in einer Arbeitskreissitzung der Dorferneuerung die Idee der Beschilderung aufgebracht. Weil das Amt für Ländliche Entwicklung das Projekt nicht förderte, wurde sein Vorschlag erst einmal zurück gestellt. Die Frage der Finanzierung war ungeklärt.

Im Jahr 2014 ist die Idee der Beschilderung im Zuge der Vorbereitung auf das Jubiläumsfest wieder aufgegriffen worden. Auf Antrag von Bürgermeister Bernd Schraud wurde im Ratsgremium der Gemeinde darüber diskutiert und beschlossen, dass die Kommune in jedem seiner drei Ortsteile je zehn Schilder finanziert.

Eine Bezuschussung aus dem Leader-Förderprogramm war ebenfalls abgelehnt worden. In allen drei Ortsteilen Erbshausen-Sulzwiesen, Hausen und Rieden haben sich Arbeitsgruppen gebildet und Listen erstellt, welche Objekte mit Schildern erklärt werden sollten. Die Riedener waren sich einig, die Maßnahme bis zum Jubiläumsfest abschließen zu wollen. Willi Pfeuffer erklärte sich als Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins (HuK) bereit, sich um die Texte mit den historischen Details zu kümmern.

Er fand tatkräftige Unterstützung durch die Vorstandsmitglieder Ralf Veigel und Hans-Georg Rüth sowie von Maria und Josef Kaiser, den beiden Ehrenmitgliedern des HuK.

Insgesamt sind es in Rieden 19 Schilder geworden. Zehn davon finanziert wie vereinbart die Gemeinde, die restlichen neun sollen aus dem Erlös des Jubiläumsfestes bezahlt werden. Entworfen wurden die Plexiglas-Schilder von der Firma Signum3 in Erbshausen.

Das von Almut Kellermann und Matthias Schreck in Zusammenarbeit mit Bürgermeister Schraud entwickelte Layout der Schilder ist zeitgemäß. Auf dunkelgrauem Grund wird in weißer Schrift erklärt, warum das Bauwerk für den Ort bedeutend ist. Die Halterungen sind aus Edelstahl.

Weil manche Schilder nicht an Hauswänden befestigt werden konnten – etwa bei einem Bildstock – hat der Riedener Gerd Haderlein teilweise spezielle Vorrichtungen aus Edelstahl angefertigt. Bei der Montage aller Schilder wurde er von Hans-Georg Rüth und Horst Leuther fachmännisch unterstützt.

„Wir haben es punktgenau zum Jubiläumsfest geschafft“, freut sich die rührige Gruppe um Willi Pfeuffer. Auch Bürgermeister Bernd Schraud ist stolz und allen dankbar, die sich in den beiden Ortsteilen Rieden und Erbshausen-Sulzwiesen an der Aktion beteiligt haben.

2017 feiert der Gemeindeteil Erbshausen-Sulzwiesen nämlich ebenfalls ein Jubiläumsjahr. Seine erste urkundliche Erwähnung liegt 850 Jahre zurück. Im Dorf sind deshalb auch ortsbildprägende Bauwerke beschildert worden. Insgesamt waren es 14.

Alois Gößmann hatte die historischen Daten und relevanten Fakten recherchiert und die Tafeln zusammen mit seinem Bruder Franz befestigt. Bei der Realisierung der Schilder haben auch Hannelore Schraut und Yvonne Ziegler mitgewirkt.

Die neuen Tafeln in Erbshausen-Sulzwiesen und ihre Bedeutungen wurden der Dorfbevölkerung kürzlich bei einer Wanderung des CSU-Ortsverbands anlässlich dessen 40-Jahr-Feier vorgestellt und erläutert.

Die 33 neuen Schilder in Rieden und Erbshausen-Sulzwiesen haben rund 2420 Euro gekostet. Davon hat die Gemeinde Hausen gut 1520 Euro für jeweils zehn Schilder übernommen. In Rieden übernimmt der Vereinsring die Kosten für neun Schilder, in Erbshausen-Sulzwiesen die Kosten für vier Schilder. Im Gemeindeteil Hausen wurde die Beschilderung noch nicht verwirklicht. Die Ortsvereine und Ortsverbände waren mehrheitlich dagegen.

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