WÜRZBURG

Ostern 1945: Der sinnlose Kampf um Würzburg

„Wer für den Feind arbeitet, wird gehängt." Diese Warnung verbreitete Oberbürgermeister Theo Memmel am Ostermontag, dem 2. April 1945, in Würzburg, als die linke Mainseite der Stadt bereits teilweise in amerikanischer Hand war.
Der Kampf um Würzburg ist beendet, die Straßen sind geräumt. Am Vierröhrenbrunnen steht ein deutscher Hilfspolizist, während ein amerikanischer Kommando-Wagen auf die Alter Mainbrücke fährt. Foto: FOTO Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Carl Lamb, Privatbesitz
Hitler wollte Würzburg unbedingt verteidigen, und er hatte einen skrupellosen Kampfkommandanten vor Ort: Oberst Richard Wolf. Ansonsten fehlte es am Nötigsten. „Zur Verteidigung standen circa 3500 Mann und fünf alte und zwei neue Panzer zur Verfügung", schreibt Herbert Schott lakonisch. Und: „Munition war knapp." Schwere Geschütze fehlten weitgehend, dafür gab es ein paar Maschinengewehre, Handgranaten und einige Hundert Panzerfäuste. Die Propagandamaschinerie der Nationalsozialisten war seit Ende 1944 auf Hochtouren gelaufen, um die Würzburger für den letzten Widerstand im Volkssturm zu ...
Jetzt weiterlesen
  • Unbegrenzter Zugriff auf mainpost.de
  • Unterfrankens größtes Nachrichtenportal
  • Keine Verpflichtung, monatlich kündbar
30 Tage kostenlos testen
Login für Abonnenten
Weitere Informationen