BERGTHEIM

„Pastoral der Zukunft“ wird konkret

Verwaltungsleiter Andreas Hornung und Pfarrer Helmut Rügamer. Foto: Irene Konrad

Jetzt ist Andreas Hornung ganz da in den beiden Pfarreiengemeinschaften „Fährbrück“ und „Volk Gottes an Pleichach und Main“. Seit Ostern arbeitet der Würzburg-Lengfelder in den zwei kooperierenden Pfarreiengemeischaften ganztags als Verwaltungsleiter und unterstützt damit das Seelsorgeteam um den leitenden Pfarrer Helmut Rügamer. Hornung ist einer von sieben Pionieren seiner Art in der Diözese Würzburg.

„Es ist ein Pilotprojekt“, sagt Pfarrer Rügamer im Bergtheimer Pfarrhaus. Im letzten Jahr war er gefragt worden, ob er ab September 2016 neben der Leitung seiner Pfarreiengemeinschaft mit acht Dörfern zusätzlich auch die Leitung der Pfarreiengemeinschaft Fährbrück mit weiteren sieben Ortschaften übernehmen würde. Die Entlastung in Verwaltungsfragen hatte Pfarrer Rügamer zur Bedingung gestellt. „Meine Motivation war es gewesen, dass ich mich um Menschen kümmern möchte und nicht um Gebäude“, sagt Pfarrer Rügamer.

Im Zuge der Reform „Pastoral der Zukunft“ in der Diözese Würzburg soll es künftig nur noch 40 Großpfarreien mit zentralen Verwaltungen geben. „Wir wollen herausfinden helfen, wie der optimale Zuschnitt der künftigen Verwaltungszentren einmal sein könnte“, sagt Verwaltungsleiter Hornung.

Andreas Hornung hat keine theologische Ausbildung. Ministrant war er in Würzburg-Lengfeld gewesen. Später wurde er Kirchenpfleger im Ehrenamt. Er hat nach seiner Ausbildung im Bischöflichen Ordinariat in verschiedenen Abteilungen in der Verwaltung gearbeitet, war nach der Zeit als Zivildienstleistender in der kirchlichen Jugendarbeit und die letzten elf Jahre im Referat Kirchenmusik beschäftigt.

Zum 1. März trat er die neue Stelle in Bergtheim an. Bis Ostern war sie eine Teilzeitstelle mit 50 Prozent. Nun unterstehen dem Verwaltungsleiter ganztags zwei Pfarrbüros mit vier Sekretärinnen. In allen Verwaltungsfragen ist Hornung Ansprechpartner für das Ordinariat, die Behörden, Firmen, Architekten und Ehrenamtliche.

Der neue Mann wird mit den 15 Kirchenverwaltungen zusammenarbeiten (Bergtheim, Burggrumbach, Dipbach, Erbshausen-Sulzwiesen, Gramschatz, Hausen, Hilpertshausen, Rupprechtshausen, Oberpleichfeld, Opferbaum, Prosselsheim, Püssensheim, Rieden, Untereisenheim, Unterpleichfeld). In seinem Verwaltungsraum sind 17 Kirchengebäude zu betreuen, dazu kirchliche Kindergärten, Büchereien, Pfarrsäle und dergleichen mehr.

Schon in seinem ersten Jahr wird Hornung viel zu tun haben. Aktuell wird der dritte Bauabschnitt im Bergtheimer Kindergarten angegangen. Bausanierungen in den Kirchen in Unterpleichfeld und Rieden stehen an, der Kindergarten in Hausen soll neu gebaut werden und der Kirchturm der Wallfahrtskirche Fährbrück wird saniert.

„Wir müssen uns alle erst kennenlernen und aneinander gewöhnen“, wissen Andreas Hornung und Pfarrer Rügamer. Es wird für die Menschen vor Ort eine Umstellung sein, dass in vielen Dingen nicht mehr ihr Pfarrer der Ansprechpartner ist. Der Kontakt zu den Ehrenamtlichen bleibt dem Team um Pfarrer Rügamer enorm wichtig. In der „Pastoral der Zukunft“ werden engagierte Christen im Ehrenamt an Bedeutung gewinnen. Ähnlich wie ein Verwaltungsleiter in der Art von Andreas Hornung.

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