WÜRZBURG

Patrick Friedl zum dritten Mal Direktkandidat der Grünen

Optimismus bei den Würzburger Grünen: Stadtrat Patrick Friedl (Mitte) wurde einstimmig zum Direktkandidaten für die Landtagswahl 2018 nominiert. Mit ihm freuen sich von links: Christa Grötsch (Kreisvorsitzende Würzburg-Stadt), Kerstin Celina (Landtagsabgeordnete und Direktkandidatin Würzburg-Land), Manuela Rottmann (Bundestagsabgeordnete und unterfränkische Bezirksvorsitzende) und Gerhard Müller (Kreisvorsitzender Würzburg-Land).
Optimismus bei den Würzburger Grünen: Stadtrat Patrick Friedl (Mitte) wurde einstimmig zum Direktkandidaten für die Landtagswahl 2018 nominiert. Mit ihm freuen sich von links: Christa Grötsch (Kreisvorsitzende Würzburg-Stadt), Kerstin Celina (Landtagsabgeordnete und Direktkandidatin Würzburg-Land), Karen Heußner (stellvertretende Landrätin) und Gerhard Müller (Kreisvorsitzender Würzburg-Land). Foto: Patrick Wötzel

Patrick Friedl ist zum dritten Mal der Direktkandidat der Würzburger Grünen bei der Landtagswahl im kommenden Herbst - und dieses Mal darf er sich auch berechtigte Hoffnungen machen, ins Maximilianeum einzuziehen. Der 47-Jährige blieb bei der Aufstellungsversammlung für den Stimmkreis Würzburg-Stadt ohne Gegenkandidat und wurde einstimmig nominiert.

Zählt man die Bundestagswahlen 1998, 2002, 2005 und 2009 dazu, dann tritt der Jurist, der seit 2008 für die Grünen im Stadtrat sitzt, bereits zum siebten Mal als grüner Direktkandidat an. Bei der Landtagswahl 2013 landete er mit 16,1 Prozent der Erststimmen auf Platz drei hinter Oliver Jörg (CSU) und Georg Rosenthal (SPD), die auch im nächsten Jahr seine Konkurrenten sein werden.

Hoffnung auf München

Den Einzug in den Landtag über den aussichtsreichen Platz vier auf der Unterfranken-Liste verpasste er 2013 ganz knapp. Nachdem der Landtagsabgeordnete Thomas Mütze aus Aschaffenburg aber nicht mehr antritt, kann sich Friedl als neu gewählter Bezirksvorsitzender der unterfränkischen Grünen bei der Listenaufstellung Anfang Februar berechtigte Hoffnungen auf den männlichen Spitzenplatz zwei machen, der nach menschlichem Ermessen für den Einzug in den Landtag genügen sollte.

Kein Wunder, dass bei der Aufstellungsversammlung bereits viel Optimismus zu spüren war. Die Landtagsabgeordnete Kerstin Celina, die im Stimmkreis Würzburg-Land erneut antritt und als unterfränkische Spitzenkandidatin der Grünen gehandelt wird, freut sich bereits jetzt auf die Zusammenarbeit mit Friedl in München: „Wir brauchen dich und deine Erfahrung in der Landespolitik. Du hast mir Politik beigebracht“, sagte Celina.

Eine feste Überzeugung

Genau wie Ende Oktober bei ihrer Aufstellungsversammlung im Landkreis ging bei den Stadt-Grünen alles sehr schnell: 18 Minuten lang bekam Patrick Friedl Zeit, seine Kandidatur zu begründen. Fragen von den 36 stimmberechtigten Mitgliedern gab es keine, wenige Minuten später konnte stellvertretende Landrätin Karen Heußner das Ergebnis verkünden: 36 gültige Stimmen, alle für Patrick Friedl.

Der 47-jährige Vater einer fünfjährigen Tochter ist nach eigenen Worten bei den Grünen und in der Politik, weil er die Welt „besser, schöner und lebenswerter“ machen möchte. Auch nach neun Jahren im Würzburger Stadtrat hat er diesen Idealismus nicht verloren, ganz im Gegenteil: „So eine feste Überzeugung wie heute hatte ich noch nie“, sagte Friedl.

Einfluss der Grünen deutlich spürbar

Das liegt vor allem daran, dass der Einfluss der Grünen auf die Stadtpolitik zuletzt deutlich zu spüren war.

Das hat sich laut Friedl unter anderem durch den erfolgreichen Bürgerentscheid in Sachen Kardinal-Faulhaber-Platz und bei den Haushaltsberatungen gezeigt: Da wurden auf Initiative der Würzburger Liste und der FDP 300 000 Euro für mehr Stadtgrün beschlossen (die Grünen hatten nur 50 000 Euro beantragt) und 1,7 Millionen Euro für die Verbesserung des Radverkehrs zur Verfügung gestellt.

Diese Erfolge und das politische Miteinander bei wichtigen Entscheidungen möchte er in einem Jahr auch in den bayerischen Landtag tragen. Sein zentrales Thema wird dabei der Klimaschutz sein: „Unsere grüne Politik in der Stadt würde auch der Landesebene gut tun“, betonte Friedl.

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