Würzburg

Pfarrer i. R. Josef Wirth gestorben

Im Alter von 92 Jahren ist am Mittwoch, 6. November,  Pfarrer i. R. Josef Wirth, langjähriger Pfarrer von Bad Neustadt-Mariä Himmelfahrt, in Würzburg gestorben. Wirth wurde 1926 in Eibelstadt geboren, heißt es in einer Pressemitteilung des Bischöflichen Ordinariats. In Würzburg besuchte er das Alte Gymnasium. Mit 16 Jahren kam er als Luftwaffenhelfer nach Schweinfurt zum Arbeitsdienst und dann in die Wehrmacht. 1945 geriet Wirth in russische Gefangenschaft, aus der er 1948 zurückkehrte. Sein Abitur legte er 1949 in Ansbach ab und studierte anschließend Theologie in Würzburg.

Nach der Priesterweihe durch Bischof Julius Döpfner am 18. Juli 1954 in Würzburg und dreijähriger Kaplanszeit in Aschaffenburg-Mariä Geburt wurde Wirth Religionslehrer an der Berufsschule in Aschaffenburg. 1960 wechselte er an die Berufsschule Schweinfurt. Gleichzeitig wirkte er von 1961 bis 1965 als Diözesankaplan der Christlichen Arbeiterjugend. Ab 1965 war Wirth Pfarrer in Mömlingen. Dort ließ er 1966 ein Laiengremium wählen, das Mitverantwortung in der Pfarrei tragen sollte – ein Vorläufer der damals noch nicht existierenden Pfarrgemeinderäte. Im November 1975 wurde Wirth Vorsitzender des neu gegründeten Pfarrverbandes Obernburg. Im selben Jahr übernahm er auch das Amt des Dekanatsbeauftragten für Priester- und Erwachsenenbildung.

Von 1977 bis 1996 war Wirth Pfarrer in Bad Neustadt-Mariä Himmelfahrt. Während dieser Zeit war er von 1978 bis 1985 Vorsitzender der neu gegründeten Sozialstation Sankt Laurentius. Von 1982 bis 1986 arbeitete er im Priesterrat und im Pastoralrat der Diözese mit. Von 1986 bis 1990 war er Vorsitzender des Deutschen Katecheten-Vereins (dkv) in der Diözese. Als Prokurator wirkte Wirth im Dekanat Bad Neustadt von 1988 bis 1995. Von 1990 bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand 1996 wirkte er auch als Dekanatsbeauftragter für Priester- und Erwachsenenbildung. Die Stadt Bad Neustadt zeichnete ihn 1996 mit der Stadtmedaille in Gold aus.

Als Ruhestandspriester in Höchberg engagierte sich Wirth bis 2012 im Vorstand des Vereins Sankt Josefs-Stift Eisingen. Seither war er dort Ehrenmitglied. Von 1998 bis 2010 hatte er außerdem das Amt des Altenseelsorgers für das Dekanat Würzburg-links des Mains inne. Von August 2011 bis September 2012 war Wirth Pfarradministrator von Höchberg-Sankt Norbert. Der Markt Höchberg verlieh ihm 2011 die Silberne Gemeindeplakette, der Diözesan-Caritasverband im Jahr 2012 das Ehrenzeichen in Gold.

Das Requiem für den Verstorbenen wird am Mittwoch, 13. November, um 14 Uhr in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Bad Neustadt gefeiert, die Beisetzung auf dem Stadtfriedhof schließt sich an. Der Sarg wird an diesem Tag um 10 Uhr in der Stadtpfarrkirche aufgebahrt, um 11 Uhr wird der Rosenkranz gebetet.

Pfarrer i. R. Josef Wirth ist mit 92 Jahren gestorben. Foto: Markus Hauck (POW)

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