OBEREISENHEIM

Pfarrer wirkte einst als Maschinist

Große Freude: Die Obereisenheimer Wehr übernahm ihr neues Löschfahrzeug. Mit von der Partie waren auch Bürgermeister Andreas Hoßmann, Landrat Eberhard Nuß, Kreisbrandrat Heinz Geißler und Kreisbrandinspektor Erich Kiesel.
Große Freude: Die Obereisenheimer Wehr übernahm ihr neues Löschfahrzeug. Mit von der Partie waren auch Bürgermeister Andreas Hoßmann, Landrat Eberhard Nuß, Kreisbrandrat Heinz Geißler und Kreisbrandinspektor Erich Kiesel. Foto: rainer weis

Zur festlichen Übergabe des neuen Fahrzeuges hatte die Feuerwehr in die Winzerhalle eingeladen. „Bei minus drei Grad Außentemperatur wäre selbst die schönste Feier doch arg gestört gewesen“ so Kommandant Ludwig Riegler. „Unser Hauptproblem war, geht das Auto durch das Tor? Es hat geklappt. Auch wenn es sehr knapp zuging“, bekannte Riegler.

Zur Feier war der ehemalige Seelsorger und Maschinist der Wehr, Pfarrer Hans-Eberhard Rückert aus Nürnberg angereist. Er war von 1981 bis zu seinem Weggang 1989 Mitglied in der Wehr und die Main-Post hat in ihrem Artikel vom 23. März 1982 getitelt „Wenn die Flammen züngeln, ist Hochwürden Maschinist“. Rückert erinnerte, dass Kommandant Hans Jung ihn angeworben habe. Bei seinem ersten Einsatz habe er mit voller Kraft Hand anlegen müssen, bis die Pumpe lief. Sein größter Einsatz war 1987 der Brand im Sportheim und da ging es heiß her. „Ich war gerne bei der Feuerwehr in Obereisenheim“, betonte Rückert, der damals sogar die Leistungsprüfung ablegte.

Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Ottmar Uhl skizzierte den Werdegang des Fahrzeuges. Drei Jahre seien von der Planung bis zur Auslieferung vergangen. Denn die Bestückung des Fahrzeugs, ein TSF-W, war lange Zeit nicht klar. „Die Gemeinde wollte keinen Atemschutz, aber die übergeordnete Behörde, allen voran Kreisbrandrat Heinz Geißler und Kreisbrandinspektor Bruno Kiesel, bestanden auf einer Vollausrüstung des Autos mit Atemschutzgeräten. „Wir können heute fast keine Einsätze mehr ohne Atemschutz verantworten“, so Geißler und Kiesel.

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Neues Feuerwehrauto

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Der Kommandant freute sich über das neue Gerät. Das Fahrzeug hat neben einer Vielzahl an Zusatzgeräten auch einen 750 Liter-Wassertank. „Mit diesem können wir rasch Hilfe leisten, bis die Schlauchverbindung zum nächsten Hydrant steht.“ Den Atemschutz betreut Rainer Endres. Sieben Feuerwehrleute stehen als Atemschutzträger bereit.

Bürgermeister Andreas Hoßmann sagte, dass die Gesamtkosten des Fahrzeugs 108 000 Euro betragen. An Zuschüssen vom Staat bekommt die Gemeinde 31 500 Euro. Seinen ersten Einsatz habe das Fahrzeug bereits mit Bravour bestanden.

Landrat Eberhard Nuß erinnerte an das Hochwasser im Januar. Die Feuerwehren waren es, die mit Hilfe von Pumpen oder Sandsäcken Hab und Gut vor Naturgewalten schützten. „Ich denke, das Gerät ist eine gute Anschaffung.“

Der Kreisbrandrat Heinz Geißler sagte, „wir haben 114 Feuerwehren im Landkreis, die sehr gute Arbeit leisten.“ „Als Behörde schauen wir auch darauf, dass die Wehren mit guter Gerätschaft ausgestattet sind.“

Im Anschluss hatten die Besucher Gelegenheit, das Feuerwehrauto in Augenschein zu nehmen, was insbesondere von den Jüngsten ausgenutzt wurde. Ein kleines Mädchen meinte: „Wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrfrau“.

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