EISENHEIM/PROSSELSHEIM

Plänen für Umgehung zugestimmt

Beim Bau der Umgehungsstraße Prosselsheim ist immer einer in vorderster Front dabei, wenn es darum geht, die Bevölkerung mit ins Boot zu nehmen. Das Argument von Michael Fuchs vom Staatlichen Bauamt Würzburg: „Wir sollten im Vorfeld alle Bürger, Gruppierungen und Vereine mit ihren kleinen und großen Problemen mitnehmen, sodass schon bei der Planung diese Probleme mit beachtet und gelöst werden.“

So hat das Amt verschiedene Straßenvarianten untersucht, Lärm, Zufahrten und Bahnübergänge auf das Genaueste bewertet und in öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt.

Nachdem beide Gemeindeparlamente in Prosselsheim am 28. April und in Eisenheim am 17. Juni der Variante 4 der Umgehungstrasse zugestimmt haben, wurde diese nun in Teilbereichen weiter geplant und ergänzt und wieder in den beteiligten Gremien vorgestellt.

Kritische Punkte waren dabei der Flächenverbrauch und die Zerschneidung bestehender landwirtschaftlicher und weinbaulicher Flächen sowie die Möglichkeit einer anschließenden Flurneuordnung zur Verbesserung der Bedingungen für die Winzer und Landwirte.

Bei einer Besprechung im Untereisenheimer Rathaus Ende Juli mit den Vertretern der Winzer aus Escherndorf, den Landwirten aus Eisenheim, den Bürgermeistern Peter Kornell (Volkach), Birgit Börger (Prosselsheim), Andreas Hoßmann (Markt Eisenheim) sowie den Vertretern des Staatlichen Bauamts Würzburg Frank Piller und Bernd Vetter sowie Robert Bromma vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) wurde das weitere Vorgehen erörtert.

Bei dieser Besprechung wurde deutlich, dass die Chancen gut stehen, im Bereich der oberen Flur eine umfassende Flurbereinigung durchführen zu können. Dabei würden die Kosten für einige Wege vom Straßenbauamt übernommen. Die darüber hinaus verbleibenden Wege können bei einer angeordneten Flurbereinigung mit 75 Prozent bezuschusst werden, sodass für die Landwirte oder die Eigentümer der Flächen ein überschaubarer Betrag übrig bleibt.

Im Laufe der Verhandlungen blieb weiter unklar, in welchem Umfang der Markt Eisenheim seine Bahnübergänge zurückbaut. Der Markt Eisenheim hat darauf hingewiesen, dass Bushaltestellen zur Versorgung der Bürger verbleiben müssen. Außerdem müsse gesichert werden, dass auch der Fußgänger problemlos zur einer möglichen Bushaltestelle kommt. Ein weiteres Hauptanliegen ist, dass der Zugang zum Bahnsteig der Mainschleifenbahn sichergestellt wird. Zudem müsse überlegt werden, ob die Zufahrt beim Anwesen Hrapia in Verbindung mit einem dort anzulegenden Radweg verbleibt und lediglich der Bahnübergang beim Weißen Haus zurückgebaut wird.

Bauamtsleiter Fuchs: „Durch die Anhörungen und Besprechungen vor Ort gelingt es uns immer mehr, die Bürger mit ins Boot zu nehmen. und damit erreichen wir viel Verständnis für die Umgehungsstraße“.

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