Leinach

Platzproblem bei der Kinderbetreuung

Sowohl im Kindergarten St. Elisabeth, als auch im Barbara-Gram´schen-Kindergarten, war im laufenden Jahr durch die Gemeinde schon das Raumangebot zur Kleinkindbetreuung erweitert worden. Weil sich nach dem Trend weiterhin eine sprunghafte Entwicklung der Geburtenzahlen im Leinachtal abzeichnet, sind weitere Betreuungsplätze erforderlich.

Dem Gemeinderat lag deshalb zur jüngsten Sitzung ein Antrag des UBL-Vorsitzenden (Unabhängige Bürger Leinach) Michael Väth vor. Für die UBL-Fraktion forderte Väth die Beauftragung eines Architekturbüros zur Planung eines Kindergartenneubaus noch in diesem Jahr.

Derweil untermauerte Bürgermeister Uwe Klüpfel (CFW) die Notwendigkeit mit aktuellen Belegungszahlen beider Kindergärten und der Grundschule. Gleichzeitig terminierte Klüpfel bereits in der  42. Kalenderwoche einen Besichtigungstermin für ein Referenzobjekt in Waldbrunn.

Zur Kleinkindbetreuung wurde zuletzt mit dem Umbau einer Wohnung im Kindergarten St. Elisabeth das Raumangebot erweitert. Und auch die vorübergehende Unterbringung einer solchen Gruppe im Barbara-Gram´schen-Kindergarten in einem Wohncontainer sorgte für Entspannung.

Dennoch lassen alleine die Geburtenzahlen für die ersten sieben Monate dieses Jahres bei allen Verantwortlichen die Alarmglocken schrillen: Bis zu Beginn der Sommerferien waren nach Aussage von Bürgermeister Uwe Klüpfel bereits 31 Neugeborene registriert. Damit zeichnet sich für die Gemeinde Leinach ein nie da gewesener Geburtenrekord ab. Dies, obwohl im Mittelwert in den vergangenen fünf Jahren jeweils 31 Neugeborene gezählt wurden.

Nach den Auswertungen des Einwohnermeldeamtes, beider Kindergärten und der Grundschule, werden Kleinkindgruppen nach dem ersten Geburtsjahr, sowie die Mittagsbetreuung von Kindern der ersten drei Klassen jeweils von achtzig Prozent wahrgenommen. "Sobald die aktuellen Neugeborenen die Regelgruppen der Kindergärten besuchen, werden wir ein Platzproblem bekommen. Die Dringlichkeit setzt sich auch in der Grundschule fort. Im Jahr 2015 waren 36 Geburten zu verzeichnen. Somit wird es ab dem Schuljahr 2021 wieder zwei erste Klassen geben", folgerte Klüpfel.

Darüber hinaus verwies Michael Väth in dem für die UBL-Fraktion eingereichten Antrag auf die beabsichtigte forcierte Ausweisung des Baugebiets "Linde 2". Aus den dort voraussichtlich mehr als vierzig Bauplätzen und deren Bebauung durch junge Familien wird sich nach Väths Überzeugung weiterer Platzbedarf für die Kindergärten und Grundschule ergeben.

In seinen Ausführungen sprach sich Klüpfel eindringlich gegen eine zweite Containerlösung aus. Gleichzeitig forderte Klüpfel vom Ratsgremium Überlegungen in alle Richtungen. "Wo allerdings ein Neubau entstehen kann, können wir uns alle vorstellen", sagte Klüpfel. Im UBL-Antrag für einen Neubau wird die schon im Eigentum der Gemeinde befindliche Fläche neben dem Barbara-Gram´schen-Kindergarten empfohlen.

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