LANDKREIS WÜRZBURG

Politischer Druck für schnellen A 7-Ausbau

Blick auf die Kürnachtalbrücke der A 7 (Aufnahme vom Januar): Sie soll sechsspurig erneuert werden – wie die ganze Strecke zwischen dem Dreieck Werneck und Biebelried. Foto: Foto T. Baumeister

Für einen sechsstreifigen Ausbau der Autobahn A 7 plus Standspur zwischen Werneck und Biebelried machen sich Gemeinden im nördlichen Landkreis Würzburg und der CSU-Kreisverband stark. Die in der kommunalen Allianz „Würzburger Norden“ zusammengeschlossenen zehn Gemeinden haben dazu eine Resolution auf den Weg gebracht. Ziel ist es, den Ausbau der A 7 doch noch über den den Bundesverkehrswegeplan zu forcieren. Auch die CSU unterstützt diese Forderung. Der sechsspurige A 7-Ausbau zwischen dem Kreuz Schweinfurt/Werneck und Biebelried (A 3), aber auch die Ortsumgehung B19 Giebelstadt waren im neuen Verkehrswegeplan abgestuft worden.

In ihrer Resolution bezeichnet die Allianz „Würzburger Norden“ die A 7 als wichtigen Knotenpunkt im europäischen Verkehrsraum und den Streckenabschnitt zwischen dem Wernecker und dem Biebelrieder Kreuz als „Nadelöhr“ der verschiedene Autobahnstrecken (A3, A7, A70, A71). Flucht und Segen sei die A 7 für die Anliegergemeinden des nördlichen Landkreises Würzburg. Einerseits beschere Unternehmen in dem Verkehrsraum hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten. Andererseits seit die Bevölkerung einer immensen Verkehrs- und Lärmbelastung ausgesetzt – auch mit Blick auf die Umgehungsverkehren an den Ausweichrouten, wie der B 19 oder der Kreisstraße WÜ 4.

„Gerade an Ferienwochenenden oder Freitagnachmittags können die vier Fahrspuren und das mangelhaft ausgebaute Dreieck zur A 70 den Verkehr nicht mehr adäquat ableiten“, heißt es in der Resolution. Daher hätten die Anlieger große Hoffnung in den Bundesverkehrswegeplan gesetzt, zumal der Brückenneubau Rothof, Kürnachtal und Mühlhausen bereits geplant und im Planfeststellungsverfahren ist. Die weiteren Brücken sind bereits dreispurig ausgebaut oder befinden sich in Bau. Dies soll eine deutliche Lärmreduzierung mit sich bringen.

Durch die Abstufung des Baus der B26n und dem daraus resultierenden zunehmenden Verkehr auf der A 7 sei ein sofortiger Ausbau zunehmend notwendig, argumentieren die zehn unterzeichnenden Bürgermeister. Die A 7 sei eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen in Deutschland. Die auf der Strecke stattfindenden Brückenneubauten müssten als vorgelagerte Maßnahmen zum kompletten Streckenausbau gesehen werden. Der Bundesverkehrswegeplan 2030 stellt die verkehrspolitischen Weichen des Bundes für die kommenden zehn bis 15 Jahre.

Die Bürgermeister fordern einen schnellen Ausbau der A 7 und die Aufnahme des Abschnitts zwischen Werneck und Biebelried in den in den vordringlichen Bedarf „mit Engpassbeseitigung“. Dies entspreche auch der Beschlusslage des Kreistages. „Der Ausbau der BAB 7 in diesem Teilabschnitt wird aufgrund der Entscheidung der Brückenbauten, des abgespeckten und nicht durchgängigen Baus der B26n und zur Entlastung der B19 unumgänglich.“

Der CSU-Kreisvorstand Würzburg Land hat sich in seiner letzten Sitzung ebenfalls einstimmig für den dreispurigen Ausbau der A 7 zwischen dem Schweinfurt/Werneck und Biebelried ausgesprochen. Ziel der Kreis-CSU ist es, für diese Maßnahme eine Einstufung in den vordringlichen Bedarf mit Engpass-Beseitigung zu erreichen, heißt es in einer Mitteilung. „Nur so wird es einen zeitnahen Lärmschutz für die Gemeinden an der A 7 im Landkreis Würzburg geben und die Dörfer entlang der B19 entlastet.“ Die Gelder, die für die nunmehr „abgespeckte“ B 26n vorgesehen waren, müssten in der Region bleiben und könnten für die A 7 verwendet werden, fordert CSU-Kreisvorsitzender und Kürnacher Bürgermeister Thomas Eberth. Auch Bundestagsabgeordneter Paul Lehrieder und Landtagsabgeordneter Manfred Ländner teilen diese Auffassung und wollen diese, so heißt es, in ihren Parlamentsgremien und gegenüber den zuständigen Ministerien deutlich artikulieren.

Die Kommunale Allianz „Würzburger Norden” wurde am 17. April 2015 gegründet mit den zehn Gemeinden Bergtheim, Eisenheim, Estenfeld, Güntersleben, Hausen, Kürnach, Oberpleichfeld, Prosselsheim, Rimpar und Unterpleichfeld. Als Handlungsfelder wurden Ortsentwicklung, Arbeitsmarkt, Verkehr, Marketing, Natur und Umwelt, Gemeinschaftsleben, Daseinsvorsorge und Freizeit definiert. Weitere Infos unter: www.wuerzburger-norden.de

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