WÜRZBURG

Polizei: Stadt muss bei Schildern noch nachbessern

Keine Durchfahrt für Lkw am Stadtring: Am 1. Februar wurden Verbotsschilder aufgestellt. Foto: Obermeier

Main-Post-Lesern ist es aufgefallen und auch dem ZfW-Stadtrat Wolfgang Baumann. Der Würzburger Stadtrat hatte zwar im Januar beschlossen, dass auf dem Mittlere Ring unverzüglich ein Fahrverbot für Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen gilt. Auch Hinweis-Schilder wurden pünktlich am 1. Februar aufgestellt.

Nur bei der Durchsetzung hapert's noch. Bereits Mitte Februar hatte Wolfgang Baumann im Stadtrat Stadtbaurat Christian Baumgart befragt, wie viele Kontrollüberprüfungen von Seiten der Polizei zwischenzeitlich durchgeführt worden seien. Er habe nämlich den Eindruck, dass sich seit der Ausschilderung durch die Stadt keinerlei Veränderungen ergeben hätten.

Baumgart antwortete damals, es habe bislang offensichtlich keine Kontrollen durch die Polizei gegebenen. Eine Anfrage der Stadt, ob die Einhaltung der straßenverkehrsrechtlichen Neuregelung von der Polizei vollzogen würde, sei von dieser verneint worden. Baumgart sicherte, zu noch einmal nachzuhaken.

In der Sitzung des Bau- und Ordnungsausschusses vergangene Woche tat dies auch Baumann und fragte Baumgart nach dem Ergebnis seines „Nachhakens“. Dieser verwies auf einen vierseitigen Brief der Polizei, der ihn just an diesem Tag erreicht habe. Über den Inhalt könne er deshalb noch nichts sagen, bedauerte Baumgart.

„Das ist richtig, das Polizeipräsidium Unterfranken hat der Stadt Würzburg vergangene Woche eine Antwort auf ihr Kontrollbegehren zugesandt. Bislang ist aber noch keine Antwort der Stadt eingetroffen“, sagt Polizeihauptkommissar Fritz Schneider von der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt auf Anfrage. „Unsere Kritikpunkte umfassen unter anderem die noch fehlende, rechtlich fundierte einschlägige Verkehrsanordnung der Stadt“, fährt Schneider fort.

Auch will und kann die Polizei niemanden kontrollieren und bestrafen, der nicht von dem Verbot weiß. „Es gibt noch zahlreiche Defizite bei der Beschilderung“, führt Schneider nämlich weiter an. So fehlten solche Schilder seiner Auskunft nach - unter anderem - im Bereich der Einmündung Rottendorfer Straße oder wenn man von Randersacker kommend auf den Mittleren Ring abbiege.

Auch wer auf der Bundesstraße 27 von Veitshöchheim kommend weiter in Richtung Heidingsfeld fahren möchte, erfahre mangels Beschilderung nichts von dem Verbot. „Und das sind nicht die einzigen Stellen, wo noch keine Schilder stehen“, sagt Schneider.

Und auch die Problematik des Autobahn–Umleitungsverkehrs im Falle eines Unfalles oder Staus sei noch nicht geklärt, weiß Schneider.

Schlagworte

  • Würzburg
  • Ernst Lauterbach
  • Christian Baumgart
  • Polizeipräsidium Unterfranken
  • Stadt Würzburg
  • Wolfgang Baumann
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
2 2
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!