WÜRZBURG

Preisträger Aktion Zeichen setzen: „Wertschätzung für unsere Arbeit“

Zeichen setzen
Freude über den Preis Foto: Varasano

Geteilte Freude ist oft doppelte Freude. Und in manchen Fällen sogar noch erheblich mehr. Zu erleben bei den geladenen Gästen des Abends, an dem die Zeichen setzen-Förderpreise für ehrenamtliches Engagement vergeben wurden. Erfreut ob der öffentlichen Anerkennung nahmen die Berater des Würzburger Vereins Rosa Hilfe den Großen Förderpreis der Fürstlich Castell?schen Bank entgegen.

Überrascht aber stolz

Andy Hausknecht und Björn Soldner erklärten, dass sie sich bereits über die Nominierung bei der Aktion Zeichen setzen gefreut hätten. „Doch jetzt für unser ehrenamtliches Engagement tatsächlich ausgezeichnet zu werden, kam wirklich überraschend.“ Dieser Preis sei nicht nur eine Auszeichnung für alle zurzeit aktiven Berater der Rosa Hilfe, sondern auch für all jene ehemaligen Helfer der vergangenen Jahre und Jahrzehnte, ohne die es die vor über 40 Jahren in Würzburg ins Leben gerufene Rosa Hilfe heute so nicht geben würde.

„Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Jury der Aktion Zeichen setzen und unserem Preisgeber für ihre Wertschätzung unserer Arbeit. Uns ist durchaus bewusst, dass es da draußen noch viele Menschen mit Vorurteilen gegenüber Schwulen gibt. Jedoch macht es uns Mut, dass durch die Auszeichnung unserer Beratungsgruppe ein weiterer Beitrag geleistet wird, um schwules Leben in Würzburg als selbstverständlichen Bestandteil der Würzburger Gesellschaft anzuerkennen.“

„Stolz und glücklich“ über die Einladung zum Ehrenabend und die Auszeichnung des Lernwerkes Volkersberg zeigte sich der Bürgerdienst Theres. „Dies ist für uns ein weiterer Ansporn, in unseren Bemühungen nicht nachzulassen und weiterhin für die hilfesuchenden Bürger unserer Gemeinde da zu sein“, so Ulla Biermann.

Ideen für die Verwendung des Preisgeldes

Bei aller Überraschung mangelte es nicht an Ideen, wie das Preisgeld verwendet werden könnte: Fahrtkosten-Erstattung der ehrenamtlichen Helfer, ein einmal jährliches Helferessen zwecks Erfahrungsaustausch und Auffrischung des Ablaufes sowie Einweisen von neuen Hilfswilligen, Neugestaltung und Aktualisierung des Bürgerdienst-Flyers, vielleicht auch ein neues Diensthandy, überlegten Gisela Kaden und Brigitte Hymon, beide Bürgerdienst-Mitbegründerinnen und in der Leitung tätig.

„Stolz“, „glücklich“, „dankbar“. Mit diesen Ausdrücken reagierte der Initiator des Reparaturcafés der Hofheimer Allianz, Theophil Giebfried, auf die Auszeichnung mit dem Förderpreis der Mediengruppe Main-Post. „So findet die Initiative Anerkennung über die Gemeindegrenzen hinaus.“

Reparaturcafé als Engagement für die Gemeinde

Er habe den ressourcenschonenden Gedanken schon lange mit sich herumgetragen und wollte sich darüber hinaus für seine Gemeinde engagieren. „Deshalb bin ich sehr dankbar, dass ich so viele ehrenamtliche Mitstreiter mit ihren Kenntnissen und Fähigkeiten in den verschiedensten Gebieten in dieses Projekt mit einbinden konnte.“

Anfängliche Skepsis und Vorbehalte gegen die Repair-Aktionen vor Ort gebe es nach den Erfahrungen von bereits sieben „Einsätzen“, nicht mehr, das gemeinsame Tun mache sehr viel Spaß, biete die Möglichkeit des Zusammentreffens und der Kommunikation, und viele „Kunden“ des Reparaturcafés gingen zufrieden nach Hause. „Super, dass wir dafür ausgezeichnet werden!“

„Was für eine Ehre und Freude, dass wir hier stehen, dass unser Engagement wertgeschätzt und mit dem Förderpreis des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Würzburg gewürdigt wird“, sagte Götz Kolle von der Fachstelle Jugendarbeit in der Migrationsgesellschaft im Namen aller fluchterfahrenen

Jugendintegrationsbegleiter. Seinen Dank verknüpfte er mit einem einprägsamen Bild für das ehrenamtliche Engagement: Es sei „ein schöner Baum im Garten der Jugendlichen, der Wurzeln schlägt und nie stirbt. Wir sind einfach die Gärtner, die ihn pflegen.“ Und deren Zahl bereits auf 30 Aktive geklettert sei, die „schon die Früchte des ehrenamtlichen Engagements in jedem Lächeln und in jedem Blick und mit der heutigen Anerkennung“ ernteten.

Zur Riege des mit dem Preis der Bürgerstiftung ausgezeichneten Fördervereins Fränkisches Spitalmuseum Aub gehört deren ehrenamtlicher Leiter Georg Pfeuffer. Er hob das bürgerschaftliche Engagement hervor, das seit mittlerweile 20 Jahren Aufbau, Entwicklung und laufenden Betrieb des Spitalmuseums prägt. Das biete 1500 Quadratmeter Ausstellungsfläche, sei Veranstaltungsort für Konzert- und Kulturveranstaltungen mit großer Bandbreite und ein „vielfältiges ehrenamtliches Betätigungsfeld für circa 50 Auber Bürgerinnen und Bürger“.

Der Preis würdige die vorbildliche ehrenamtliche, auf viele Schultern verteilte Arbeit, die die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit dieser Kultureinrichtung vor Ort immer mehr stärkt und Qualität und Entwicklung des Museums immer weiter voranbringe.

Rückblick

  1. Preisträger Aktion Zeichen setzen: „Wertschätzung für unsere Arbeit“
  2. Aktion "Zeichen setzen": Applaus für die Rosa Hilfe
  3. Rosa Hilfe Würzburg: "Wir nehmen jedes Anliegen ernst"
  4. Fußballturnier für Kinder der Intensivstation
  5. 50 Jahre Seniorenkreis: Der Donnerstag als Höhepunkt der Woche
  6. Die Rettung altgedienter Haushaltshelfer
  7. Bad Königshöfer Promiband schunkelt für einen guten Zweck
  8. Ehrenamtliche helfen, damit der letzte Wunsch in Erfüllung geht
  9. Einkaufen und Kaffeetrinken im Dorfladen
  10. Der lange Atem der Auber Museumsmacher
  11. Hospizarbeit: Zeit schenken, zuhören und da sein
  12. Engagement für Herzensthemen
  13. Selbst aktiv werden für die Integration
  14. Erkennen, was Leben mit Behinderung heißt
  15. Ein wirklich vorbildliches Kirchturm-Denken
  16. Wunderbare Anerkennung für die Arbeit
  17. Landesbischof Bedford-Strohm begeistert die Ehrenamtlichen
  18. Viele Wege, anderen zu helfen
  19. „Wir wären nichts ohne das Ehrenamt“
  20. Gelebtes Miteinander im Café Diwan
  21. Betreuung mit Liebe und Zuwendung
  22. Ein „Buntes Netz“ der Hilfsbereitschaft
  23. Fränkische Passionsspiele: Eine Gemeinschaft von Freiwilligen
  24. Die helfenden Hände aus Mittelsinn
  25. Aus Liebe zum Leben: Ehrenamtliche begleiten gehörlose Sterbende
  26. Damit die Angst nicht siegt
  27. Wo man sich aussprechen kann
  28. Das Motto: Kümmern ums Landjugendhaus
  29. Zwei Frauen werden Freundinnen
  30. Ehrenamtliche stemmen ein ganzes Festival
  31. Gospelchor: Mehr als mitreißende Rhythmen
  32. Unterm Strich: Frittierte Sonnenstrahlen
  33. Aktion Zeichen setzen: Helfen, weil es Freu(n)de macht
  34. Aktion Zeichen setzen würdigt Ehrenamt
  35. Mutter Beimer: "Mir wurde geholfen, ich habe geholfen"
  36. Wozu wir den Wald brauchen
  37. Kreativwerkstatt für Selbermacher
  38. Ratgeber mit Erfahrung
  39. Waldbad Lengfurt: Ehrenamtlich zu Freibad-Experten werden
  40. Drei Seniorinnen kochen für alle
  41. Der Kampf gegen eine tückische Krankheit
  42. Ein Betrieb mit 150 freiwilligen Mitarbeitern
  43. Die Begeisterung verbindet
  44. Wildromantisches Paradies im Stadtgebiet
  45. Jeder geht seinen eigenen Jakobsweg
  46. Garten der Kulturen und der Begegnung
  47. Die „Lesehörnchen“ kommen ans Krankenbett
  48. Damit die fränkische Mundart bewahrt wird
  49. „Projekt Würzburg“: Spenden sammeln für soziale Aufgaben
  50. Preisträger der Aktion Zeichen setzen geehrt

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