WÜRZBURG/SCHWEINFURT/WERNECK/KIRCHLAUTER

Preisträger der Aktion Zeichen setzen geehrt

Den Förderpreis der Bürgerstiftung der VR-Bank Würzburg, vertreten durch Stiftungsvorstand Jürgen Kirchner (rechts), erhielt Oliver Hösel, der seit zehn Jahren in Würzburg ein integratives Kinderturnen anbietet. Foto: Thomas Obermeier

Ein ermutigendes „Weiter so!“ rief die diesjährige Zeichen-setzen-Patin, die ehemalige Weltklassefechterin Sabine Bau, den rund 160 Ehrenamtlichen zu, die sich am Freitagabend zur Preisverleihung der Ehrenamtsaktion Zeichen setzen im Vogel Convention Center in Würzburg eingefunden hatten.

15 Initiativen hatte die Main-Post dieses Jahr im Rahmen einer Artikelserie vorgestellt, vier von ihnen wurden bei dem Festabend mit Preisen bedacht.

„Ich möchte alle Menschen bestärken, ihre Kraft und Energie einzusetzen für andere Menschen.“

Sabine Bau, Patin von Zeichen setzen

Alle 15 Gruppen waren zu dem Festabend eingeladen, „allesamt preiswürdig“, wie Main-Post-Chefredakteur Michael Reinhard befand. Er begrüßte die „beachtliche Schar der Ehrenamtlichen aus allen Teilen Unterfrankens“ auch im Namen des Lernwerk Volkersberg, zusammen mit der Main-Post Träger der seit 2003 bestehenden Aktion Zeichen setzen. Die Preisträger hatte eine Jury ausgewählt, mit Vertretern der Veranstalter, von Verbänden und Behörden sowie aus dem Bereich des Ehrenamts.

Chefredakteur Reinhard würdigte sämtliche Beiträge als „ermutigendes Zeichen für regionale Stärke“ und erklärte: „Ohne Sie wäre die Gesellschaft ärmer dran.“

Damit liegt er ganz auf einer Linie mit der ehemaligen Weltklasse-Florettfechterin Sabine Bau, die ehrenamtliches Engagement im Interview mit Main-Post-Redakteurin Natalie Greß als „Kulturgut“ würdigte. Sabine Bau, hauptberuflich promovierte Fachärztin für Orthopädie, berichtete über ihren Einsatz im Bereich Sportförderung, die von ihr gegründete Kindergruppe „Fechtflöhe“ und ihr derzeitiges Lieblingsprojekt, den Bürgerbus in ihrem Wohnort Grünsfeld.

Fotoserie

Zeichen setzen 2016

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Hier ist sie an der Organisation beteiligt und setzt sich auch selbst hinter das Steuer, um Menschen, die nicht mobil und auf Hilfe angewiesen sind, zu unterstützen. „Ich möchte alle Menschen bestärken, ihre Kraft und Energie einzusetzen für andere Menschen“, sagte sie. Als Patin für Zeichen setzen habe sie sich zur Verfügung gestellt, weil „ich es gut finde, dass Ehrenamt honoriert wird“.

Nachdem Main-Post-Redakteurin Andrea Czygan die einzelnen Gruppen kurz vorgestellt hatte, wurden die Preisträger geehrt.

„I Have A Dream Group“

Ein Verein von Jugendlichen aus dem Landkreis Haßberge, die „I Have A Dream Group“ aus Kirchlauter erhielt den Großen Förderpreis der Fürstlich Castell'schen Bank. Vorstandsmitglied Klaus Vikuk würdigte in seiner Laudatio die Arbeit der „Träumer“, die mit Flohmarkterlösen und eigenen Veranstaltungen das leben in ihrer ländlichen Heimat bereichern und gleichzeitig soziale Projekte unterstützen. „Sie sind junge Menschen, die einen echten Traum haben und diesen auch verwirklichen: das Leben der Menschen und die Welt ein Stückchen besser machen.“ Szenen aus der Arbeit des Vereins und Statements von Jugendlichen zeigte ein Film, der vom Video-Team der Mediengruppe Main-Post gedreht worden war.

Integratives Kinderturnen

Den Förderpreis der Bürgerstiftung der VR-Bank Würzburg überreichte Stiftungsvorstand Jürgen Kirchner an Oliver Hösel, der sich seit zehn Jahren um Kinder mit körperlichen Schwächen, geistiger Behinderung und Verhaltensauffälligkeiten kümmert. „Sie arbeiten unauffällig und selbstlos, gleichen Mängel unseres Systems aus und helfen damit der Allgemeinheit“, lobte Kirchner.

Repaircafe Schweinfurt

Den Förderpreis der Mediengruppe Main-Post überreichte Redaktionsleiterin Susanne Wiedemann an das Repair Café Schweinfurt. „Vom Teddybären über den Staubsauer bis zur Uhr: Hier wird geholfen, geflickt, instandgesetzt, aufgemöbelt, ertüchtig“, sagte Wiedemann und würdigte die Initiative als „Konzept, das nicht nur Geld spart und die Umwelt schont, sondern auch Spaß macht“. Den Preis für das Repaircafé nahmen stellvertretend Emmi Sengfelder, Kristina Schmitt und Georg Pfennig entgegen.

Helferkreise für Flüchtlinge

Das Lernwerk Volkersberg in Bad Brückenau, eine Erwachsenenbildungsstätte der Diözese Würzburg, vergab seinen Preis an zwei Helferkreise für Flüchtlinge in den Wernecker Ortsteilen Eßleben und Zeuzleben. Wolfgang Scharl, Vorsitzender des Vereins Katholische Landvolkshochschulen der Diözese, betonte, dass der Preis stellvertretend für alle derartigen Initiativen vergeben werde. Diese Helferkreise seien „wie eine Kerze im Dunkeln“ und zeigten nicht nur, dass Flüchtlinge auch im Dorf „gut aufgehoben“ seien, sondern dass dadurch auch das Dorf gewinnen kann – „durch ein neues Wir“.

Rückblick

  1. Preisträger Aktion Zeichen setzen: „Wertschätzung für unsere Arbeit“
  2. Aktion "Zeichen setzen": Applaus für die Rosa Hilfe
  3. Rosa Hilfe Würzburg: "Wir nehmen jedes Anliegen ernst"
  4. Fußballturnier für Kinder der Intensivstation
  5. 50 Jahre Seniorenkreis: Der Donnerstag als Höhepunkt der Woche
  6. Die Rettung altgedienter Haushaltshelfer
  7. Bad Königshöfer Promiband schunkelt für einen guten Zweck
  8. Ehrenamtliche helfen, damit der letzte Wunsch in Erfüllung geht
  9. Einkaufen und Kaffeetrinken im Dorfladen
  10. Der lange Atem der Auber Museumsmacher
  11. Hospizarbeit: Zeit schenken, zuhören und da sein
  12. Engagement für Herzensthemen
  13. Selbst aktiv werden für die Integration
  14. Erkennen, was Leben mit Behinderung heißt
  15. Ein wirklich vorbildliches Kirchturm-Denken
  16. Wunderbare Anerkennung für die Arbeit
  17. Landesbischof Bedford-Strohm begeistert die Ehrenamtlichen
  18. Viele Wege, anderen zu helfen
  19. „Wir wären nichts ohne das Ehrenamt“
  20. Gelebtes Miteinander im Café Diwan
  21. Betreuung mit Liebe und Zuwendung
  22. Ein „Buntes Netz“ der Hilfsbereitschaft
  23. Fränkische Passionsspiele: Eine Gemeinschaft von Freiwilligen
  24. Die helfenden Hände aus Mittelsinn
  25. Aus Liebe zum Leben: Ehrenamtliche begleiten gehörlose Sterbende
  26. Damit die Angst nicht siegt
  27. Wo man sich aussprechen kann
  28. Das Motto: Kümmern ums Landjugendhaus
  29. Zwei Frauen werden Freundinnen
  30. Ehrenamtliche stemmen ein ganzes Festival
  31. Gospelchor: Mehr als mitreißende Rhythmen
  32. Unterm Strich: Frittierte Sonnenstrahlen
  33. Aktion Zeichen setzen: Helfen, weil es Freu(n)de macht
  34. Aktion Zeichen setzen würdigt Ehrenamt
  35. Mutter Beimer: "Mir wurde geholfen, ich habe geholfen"
  36. Wozu wir den Wald brauchen
  37. Kreativwerkstatt für Selbermacher
  38. Ratgeber mit Erfahrung
  39. Waldbad Lengfurt: Ehrenamtlich zu Freibad-Experten werden
  40. Drei Seniorinnen kochen für alle
  41. Der Kampf gegen eine tückische Krankheit
  42. Ein Betrieb mit 150 freiwilligen Mitarbeitern
  43. Die Begeisterung verbindet
  44. Wildromantisches Paradies im Stadtgebiet
  45. Jeder geht seinen eigenen Jakobsweg
  46. Garten der Kulturen und der Begegnung
  47. Die „Lesehörnchen“ kommen ans Krankenbett
  48. Damit die fränkische Mundart bewahrt wird
  49. „Projekt Würzburg“: Spenden sammeln für soziale Aufgaben
  50. Preisträger der Aktion Zeichen setzen geehrt

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