Würzburg

Premiere: Ein Schriftdolmetscher für fast tauben Angeklagten

Der Prozess um einen versuchten Mord steht auf der Kippe, weil Bruno G. fast nichts hört. Nun soll ein Experte mit flinken Fingern das Ungehörte für ihn sichtbar machen.
Wegen versuchten Mordes ist Bruno G. (links, mit Verteidiger Hanjo Schrepfer) vor dem Landgericht Würzburg angeklagt. Doch der Angeklagte kann kaum hören, was vor Gericht gesagt wird. Foto: Manfred Schweidler
Trotz aller Probleme will das Landgericht Würzburg sicherstellen, dass der Prozess gegen Bruno G. wegen versuchten Mordes fortgesetzt werden kann. Der Angeklagte ist laut einem Facharzt offenbar auf einem Ohr taub und auf dem anderen schwerhörig. Er kann dem Prozess kaum folgen und keine Fragen beantworten, wenn man sie ihm nicht ins Ohr schreit. Bruno G. wird vorgeworfen, im  Juni 2018 bei einem Feuerwehrfest einem Mann in den Rücken geschossen zu haben. Ärztliche Untersuchung nur oberflächlich Seit drei Verhandlungstagen ist fraglich, ob der Prozess überhaupt in die Beweisaufnahme eintreten kann. ...
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