WÜRZBURG

Premiere des neuen "Dadord Würzburch"

Nach der Premiere von „Vollmond“: Bürgermeister Ernst Joßberger, Gerald Schneider, Christian Kelle, Susanne Brendle, Mar... Foto: Wilma Wolf

„Mein Name ist Strick, Axel Strick.“ So ein Bond-Gag darf in einem echten Strick-Krimi nicht fehlen. Mit einer gelungenen Premiere ging am Freitag der dritte „Dadord Würzburch“ in der Daxbaude in Versbach an den Start.

Unter dem verheißungsvollen Titel „Vollmond“ haben die Hobbyfilmemacher von radio rimpar tv (rrtv) sich wieder mächtig ins Zeug gelegt und alle Register der Laienschauspielkunst gezogen. Zum ersten Mal nach eineinhalb Jahren bekamen nun auch die Darsteller ihr Werk zu Gesicht. Ein wenig nervös war Regisseur und Produzent Christian Kelle, als er in spannungsgeladener Atmosphäre vor ausverkauftem Haus seinen neuen Film ankündigte, der erstmals digital produziert wurde.

Geist und Geld

Dabei dankte er vor allem „seiner Crew“ für die konstruktive Zusammenarbeit und Jochen Krapf, der die Idee zu dem Vampirkrimi hatte. „Wir brauchen immer Leute mit verrückten Ideen, die aber nicht albern rüberkommen dürfen, sondern ein wenig Geist haben“, meinte der Regisseur. Aber nicht nur Geist braucht es für einen guten Streifen, sondern auch Geld. Sein Dank galt deshalb einigen Sponsoren aus Würzburg und Umgebung.

Wie wird das Publikum reagieren, ist für Kelle immer die wichtigste Frage. Doch darum hätte er sich keine Sorgen machen müssen. Von Anfang zog „Vollmond“ die Besucher in den Bann und begeisterte bis zum Schluss. Dabei wurde die Handlung im Vergleich zum letzten Mal etwas abgespeckt und entstrickt, dafür jede Menge Situationskomik und Sprachwitz reingepackt.

Und das sogar in vier Sprachen: Fränkisch, Schwäbisch, Hessisch und Bayrisch. Hier glänzen vor allem die gebürtige Schwäbin Silvia Forster als resolute Hermine Schnürle und der gebürtige Mannheimer Markus Grimm als schräger Pathologe. Aber auch Karin Laug als Tratsche Else Kringel, Achim Beck als schmieriger Reiseleiter und Wernher von Schrader als cholerischer Festungsdirektor sind einmalig und geben dem Streifen eine unverwechselbare Note.

Fränkisch-derb

Genauso wie Christian Kelle alias Privatschnüffler Strick und Gerald Schneider als sein Kumpel und Kommissar Rabe, die wieder einmal als Duo infernale fränkisch-derb einen Fall lösen. Mit minimalstem Worteinsatz, wie es sich für einen echten Franken gehört, spielen sie sich größtmögliche Informationen zu und schlüpfen der Wahrheit wegen sogar in einen dunklen Anzug und Krawatte. Natürlich haben da Martina Woller-Völp als Stricks temperamentvolle Lebensgefährtin Sandrine da Silva und Susanne Brendle als Kommissarin Susi Müller ein Wörtchen mitzureden.

Und es scheint, als ob Strick ein wenig seriöser und sanfter geworden wäre: statt der Vespa fährt er jetzt VW- Cabrio und statt Trinken auf Rädern schlürft er sein Jägermeister-Redbull-Frühstück aus der heimischen Kaffeetasse, in die er auch noch den fränkischen Kipf eintunkt. Und zwischenrein lässt er es auch noch rote Rosen für seine Freundin regnen.

Aber wortkarg sind Strick und Rabe immer noch, bei manchen Dialogen fast wortleer. Analog dazu die Leichen blutleer. Und das wäre Strick am Ende auch fast, wenn ihn nicht seine Freunde von der Polizei, die ihn liebevoll nur „Specki“ nennen, davor bewahrten. Oder hat der gewichtige Agent das etwa seinem miserablen Blut, laut Arzt eine Mischung „aus Tiramisu und Red Bull“ zu verdanken?

Wie dem auch sei, neunzig Minuten spannende Unterhaltung werden sicher zahlreiche Zuschauer ins Kino locken, auch wenn in dem neuen Heimatkrimi „ä weng“ weniger Kriminalität steckt als in dem letzten, dafür mehr schwarzer Humor, hintergründige Gags, jede Menge Lokalkolorit, Situationskomik, Selbstironie und Wortwitz. Fazit: Eine durchaus familientaugliche, amüsante Krimikomödie, bei der keine Langeweile aufkommt. Nicht nur für Franken ein absolutes Muss.

Ab Ostern wird es „Vollmond“ auf DVD geben. Wer ihn vorher schon sehen will, kann das im Kino tun. „Vollmond“ ist elfmal im CinemaxX Würzburg und viermal im Theater am Neunerplatz zu sehen.

Informationen, Kartenbestellungen und ein Trailer auf der Homepage www.radiorimpar.de

Stimmen zum Dadord

„Einfach Spitze.“ (Hauptsponsor Michael Hagenauer)

„Der Dadord wird immer besser, wunderbar. Ich glaube, das wird wieder der Renner.“ (Bürgermeister Dietmar Vogel, Randersacker)

„Sehr originell, sehr spannend und sehr authentisch, insbesondere der versteckte Witz und die sprachlichen Gegensätze.“ (Bürgermeister Ernst Joßberger, Güntersleben)

„Die Handlung ist super. Toll, dass der Film von hier ist, da ist man gerne Leiche oder sonst was. Es hat Spaß gemacht, mal auf der anderen Seite zu stehen, sich zu versprechen und immer wieder neu an zu fangen. “ (Franz Barthel vom Bayerischen Rundfunk, der selbst mitspielt)

„Bester Film aller Zeiten. Ich bin positiv überrascht und stolz, dass wir uns wieder verbessert haben.“ (Hauptdarsteller Gerald Schneider)

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