Würzburg

Professoren-Nachwuchs: Uni Würzburg sahnt 24 Stellen ab

Das ist ein starker Anschub für Würzburgs Universität: Über den Bund erhält sie 24 neue Professuren für junge Wissenschaftler. Damit liegt sie bayernweit an der Spitze.
Würzburgs Julius-Maximilians-Universität war in der zweiten Runde des Bund-Länder-Programms zur Förderung junger Wissenschaftler sehr erfolgreich.
Würzburgs Julius-Maximilians-Universität war in der zweiten Runde des Bund-Länder-Programms zur Förderung junger Wissenschaftler sehr erfolgreich. Foto: Patty Varasano

Große Freude an der Würzburger Julius-Maximilians-Universität (JMU): Sie kann über den Bund 24 zusätzliche Professuren für junge Wissenschaftler einrichten. Die JMU sahnte in der zweiten Runde des "Tenure-Track-Programms" des Bundesforschungsministeriums die meisten Stellen unter den bayerischen Hochschulen ab, deutschlandweit erhielt nur die Uni Bonn mit 28 Stellen mehr Zusagen.

Mit dem Programm sollen der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert und Karrieren planbarer werden. Tenure-Track-Professuren (entlehnt aus dem Amerikanischen) werden befristet besetzt, doch mit der festen Zusage, nach erfolgreicher Bewährungsphase eine Professur auf Lebenszeit an derselben Universität zu bekommen. 1000 Stellen werden damit geschaffen, bis 2032 stellt der Bund bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung. Die Länder haben die Gesamtfinanzierung und die Fortführung der Professuren zugesagt.

Erfolg in der zweiten Bewerbungsrunde

Die JMU setzte sich mit allen 24 beantragten Stellen durch. In der ersten Runde vor zwei Jahren waren aus Bayern nur die TU München (40 Stellen) und die Uni Erlangen-Nürnberg (24) zum Zuge kommen. Nun vergab ein Auswahlgremium weitere Professuren neben Würzburg nach München (20, LMU), Regensburg (16), Bamberg (zehn), Bayreuth (neun), Eichstätt-Ingolstadt (sieben) und an die Akademie der Bildenden Künste München (zwei).

Pharmaziestudierende in einer Vorlesung im zentralen Hörsaalgebäude Z6 an der Universität am Würzburger Hubland.
Pharmaziestudierende in einer Vorlesung im zentralen Hörsaalgebäude Z6 an der Universität am Würzburger Hubland. Foto: Daniel Peter

Insgesamt gingen in der zweiten Runde 88 von 532 Zusagen in den Freistaat. "Diese Auswahl holt die klügsten Köpfe aus dem In- und Ausland nach Bayern,", frohlockt Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU). An der Uni Würzburg sind 17 der neuen Professuren klar einer der zehn Fakultäten zugeordnet, weitere sieben sind "themenoffen", wie es in einer Mitteilung heißt. Hier arbeiten die Professorinnen oder Professoren fakultätsübergreifend zu Schwerpunkten der Uni.

Sicherheit und Planbarkeit mit Tenure-Track-Professur

Mit Tenure-Track-Professuren habe man bereits gute Erfahrungen gemacht, sagt Würzburgs Uni-Präsident Alfred Forchel. Er spricht von einem "attraktiven Karriereweg". Man habe das Auswahlgremium mit einem "hervorragendem Gesamtpaket" überzeugt. Das Bund-Länder-Programm soll das deutsche Wissenschaftssystem im internationalen Wettbewerb attraktiver machen. Es gibt jungen Wissenschaftlern Sicherheit und ermöglicht die frühzeitige Entscheidung für eine Hochschule. Laut JMU-Pressestelle sollen auch Chancengleichheit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden.

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