Veitshöchheim

Projektchor in allen Stimmen klangvoll und strahlend

Beeindruckend interpretierte der Projektchor die achtstimmige Motette von Johann Sebastian Bach "Singet dem Herrn ein neues Lied" aus dem Jahr 1726. Der Chor teilte sich hier in zwei Chöre, die miteinander hervorragend korrespondierten, aber auch gegensätzliche Stimmungen erzeugten: Eine Meisterleistung der Dirigentin Dorothea Völker, die beide Chöre zu einer Einheit verschmelzen ließ. Foto: Dieter Gürz

Mit einem phänomenalen Chorkonzert ihres Projektchors, der sich in allen Stimmen klangvoll, strahlend und ausgewogen in der vollbesetzten Kuratiekirche präsentierte, startete die Sing- und Musikschule Veitshöchheim eindrucksvoll in ihr 40. Jubiläumsjahr. Hervorragend und einfühlsam fügte sich das Instrumentalensemble Daniel Delgado, Klavier, Leonore Ringlein, Flöte, Rainer Nürnberger und Stefanie Zwurtschek, Violine, Simon Hochburger, Bratsche und Andreas Franzky, Cello in den Gesamtklang ein.

Chormitglied Bruno Winter führte kundig und humorvoll durch das vier Jahrhunderte umfassende, breitgefächerte Chorprogramm, das den Sängern große Wandlungsfähigkeit abverlangte, die der Chor mit Bravour meisterte.

Als "Opener" erklang "Godiam la pace" aus der Oper "La clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart und dann die fünf stimmige "Missa brevis" von Dietrich Buxtehude, eine "evangelische kurze Messe", die lediglich aus Kyrie und Gloria besteht..

Beeindruckend interpretierten dann die Chormitglieder die achtstimmige Motette von Johann Sebastian Bach "Singet dem Herrn ein neues Lied". Der Chor teilte sich hier in zwei Chöre, die miteinander hervorragend korrespondierten, aber auch gegensätzliche Stimmungen erzeugten: Eine Meisterleistung der Dirigentin Dorothea Völker, die beide Chöre zu einer Einheit verschmelzen ließ. Das begeisterte Publikum spendete nicht enden wollenden Zwischenapplaus.

Ausdrucksstark und weich wurden "Oh voto tremendo" und "Ah, grazie", Opernchöre aus "Idomeneo" und "La clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart gesungen, während das romantische Werk "Zigeunerleben" von Robert Schumann äußerst kontrastreich wiedergegeben wurde. Hier bestachen im Mittelteil leuchtende Solosopranstimmen und warme Altstimmen. Mitreißend erklangen zwei Chöre von Carl Orff: "Ecce gratum" aus Carmina burana und "Odi et amo" aus Catulli carmina.

Gänzlich aus dem Häuschen geriet das Publikum bei der Choral Revue "The Wizard of Oz" von Herold Arlen. Temperamentvoll und dynamisch gelang es hier der Dirigentin, alles aus ihrem Chor herauszuholen. Wunderschön und traumhaft erklang das Ende der Choral Revue "Somewhere over the Rainbow".  Nicht enden wollender Applaus erzwang die Zugabe, den Spiritual "We are climbing Jacob`s ladder"

Anschließend hielt es die Zuhörer nicht auf ihren Sitzen: Standing Ovations für diese gelungene Eröffnung des 40- jährigen Musikschuljubiläumsschuljahres.  "Ich bin sprachlos" sagte am Ende Bürgermeister Jürgen Götz restlos begeistert über die famosen Gesangsleistungen, nachdem er sich bei Chorleiterin Dorothea Völker mit einem Blumenstrauß bedankt hatte. Seit Februar hatte Völker in vielen Proben mit ihren über 50 Sängern die anspruchsvolle Chormusik aus vier Jahrhunderten einstudiert.

Götz bezeichnete den Projektchor als kulturelles Aushängeschild, ja als Kulturbotschafter der Gemeinde, der immer wieder auch in den Partnergemeinden für Furore sorge. So erklang erst eine Woche zuvor in der sächsischen Partnerstadt Geithain das neue Konzertprogramm in der Wickershainer Kirche zugunsten einer neuen Orgel.

Der Bürgermeister freut sich nun auf Sonntag, 19. Mai 2019, wenn der Projektchor zum 40-jährigen Bestehen der Musikschule nochmals wie bei der 900-Jahr-Feier der Gemeinde im Jahr 1997 Carl Orffs "Carmina Burana" aufführt.

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